Wer Geld verdienen möchte, dem bieten sich die unterschiedlichsten Möglichkeiten.

Und wer einmal ernsthaft danach recherchiert, wird förmlich erschlagen von allen den Mitteln und Wegen, die sich dafür eignen könnten. In diesem Artikel allerdings geht es nicht um das „Womit“ Geld verdienen. Es geht vielmehr darum, die verschiedenen Alternativen darzustellen, wie sich das verdiente Geld abrechnen lässt.

Grundsätzliches zum Thema Geld verdienen

Unabhängig davon, ob das Geld nebenberuflich oder hauptberuflich verdient wird: Wer als Arbeitnehmer tätig ist, ist arbeitet entweder als Angestellteroder als Beamter. Die Abrechnung eines Jobs im Angestelltenverhältnis kann über die Lohnsteuerkarte oder auf der Basis eines Minijobs erfolgen (Schwarzarbeit ist keine Abrechnungsform!!).

Wer sein eigener Chef ist, kann seine Selbstständigkeit hauptberuflich und in Vollzeit, aber natürlich genauso gut als Nebenjob ausüben. Doch egal, mit welchem Zeitaufwand man sein eigenes Geschäft betreibt: Je nach Tätigkeitsfeld wird bei der Gruppe der Selbstständigen unterschieden zwischen Gewerbetreibenden und Freiberuflern.

Für die meisten derjenigen allerdings, die sich ein wenig Geld dazu verdienen möchten, sind vor allem die folgenden Abrechnungsmöglichkeiten interessant bzw. wichtig.

Minijob auf 450 Euro Basis (geringfügige Beschäftigung)

Diese Abrechnungsart ist wohl der Favorit unter all den Jobs, mit denen sich regelmäßig die Haushaltskasse aufbessern lässt. Der maximale monatliche Verdienst beträgt 450 Euro – und dieses wird im Regelfall ohne Abzüge (oder mit minimalen Abzügen für die – freiwillige – Rentenversicherung und unter Umständen die zweiprozentige Pauschalsteuer) ausgezahlt.

Mehr Infos: Nebenjob als Minijob auf 450-Euro-Basis

Kurzfristiger Minijob (auch kurzfristige Beschäftigung oder Saisonbeschäftigung genannt)

Wer innerhalb eines befristeten Zeitraums Geld verdienen möchte, ohne eine Verdienstobergrenze beachten zu müssen, wählt häufig diese Abrechnungsvariante. Denn bei dieser Jobart kann bei einer 5-Tage-Woche innerhalb eines Zwei-Monats-Zeitraums (oder, wenn nicht zusammenhängend an fünf Tagen in der Woche gearbeitet wird, an höchstens 50 Arbeitstagen im Jahr) so viel gearbeitet und verdient werden wie gewünscht. Der Verdienst wird, sofern der Arbeitgeber sich für eine pauschale Versteuerung des Gehalts entscheidet, ohne Abzüge ausgezahlt oder alternativ über die Lohnsteuerkarte abgerechnet.

Mehr Infos: Nebenjob als „kurzfristige Beschäftigung“ oder „Saisonbeschäftigung“

Geld verdienen durch Aufwandsentschädigung: Geeignet für Übungsleiter, Blutspenden etc.

Bei den Tätigkeiten, die finanziell mit einer Aufwandsentschädigung abgegolten werden, sollte nicht das Geld verdienen die alleinige Motivation sein, um sich derart zu engagieren. Denn bei den meisten „Jobs“ spielt auch Idealismus und persönliches Engagement eine große Rolle.


Zu den Tätigkeitsgebieten, bei denen die „Bezahlung“ in Form einer Aufwandsentschädigung erfolgen kann, zählen zum Beispiel…

  • Übungsleiterpauschale: Die Tätigkeit als Übungsleiter in einem Sportverein
  • Aktivitäten als Ferienbetreuer
  • Ehrenamtspauschale: Ehrenamtliche Arbeiten bei gemeinnützigen Vereinen oder Einrichtungen (Tierbetreuer, Platzwarte, Vereinsvorstände zählen hierzu)
  • Ehrenamtliche Vormunde, Pfleger oder Betreuer
  • Blutspenden oder Plasmaspenden
  • Medizinische Studien, bei denen die Probanden sich zu Forschungszwecken zur Verfügung stellen
  • Betreuer, die die rechtliche Betreuung von zum Beispiel demenzkranken Personen  übernehmen

Die Höhe jeweiligen Aufwandspauschale, die jedermann steuerfrei pro Jahr „verdienen“ darf, ist je nach Tätigkeitsfeld unterschiedlich.

Geld verdienen als Nicht-Arbeitnehmer: So rechnen Sie Tätigkeiten ab, wenn Sie nicht als Arbeitnehmer mit einem Arbeitsvertrag angestellt sind

Oft werden wir gefragt, wie Tätigkeiten wie beispielsweise die Teilnahme an Umfragen abgerechnet werden und wie viel Geld man hierbei verdienen kann. Denn dass Sie für diesen Job einen Arbeitsvertrag (beispielsweise auf Minijob-Basis) abgeschlossen haben, ist wohl eher die exotische Variante.

Wenn Sie ohne Arbeitsvertrag Geld verdienen sind Sie, sachlich gesehen, selbstständig tätig und entsprechend müssen Sie das Verdiente auch versteuern. Diese Tatsache überrascht viele Nebenjobber – zumal die wenigsten von ihnen vorhatten, sich selbstständig zu machen, um mit Umfragen Geld zu verdienen. Viele weitergehende Infos hierzu lesen Sie in unserem Artikel Im Nebenjob ohne Arbeitgeber Geld verdienen: Das müssen Sie wissen

Ausnahme Der so genannte „Härteausgleich“: Wer sich nur ganz sporadisch auf diese Weise betätigen möchte und mit seinem Nebeneinkommen insgesamt (abzüglich der Kosten) die Freigrenze in Höhe von 410 Euro pro Jahr nicht überschreitet (einkommensteuerrechtlich fällt diese Regelung unter den Begriff „Härteausgleich“), bleibt steuerfrei. Bei diesen 410 Euro handelt es sich übrigens nicht um einen Freibetrag, sondern um eine Freigrenze. Nebeneinkünfte über 410 Euro jährlich werden versteuert – bis zu einer Höhe von 820 Euro allerdings noch mit ermäßigter Steuer („erweiterter Härteausgleich).

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