Aushilfsjob in einem Zählzentrum

Was passiert eigentlich mit den unzähligen Plastik-Pfandflaschen, die tagtäglich als Leergut bei den Einzelhandels-Unternehmen zurückgegeben werden? Die Mehrwegflaschen werden gereinigt und wiederbefüllt; aber auch die Einwegflaschen werden nicht vernichtet, sondern gezählt, sortiert und weiterverarbeitet. Die Arbeiten, die dem Recycling des Abfalls zu so genannten Sekundär-Rohstoffen vorausgehen, übernehmen in der Regel regionale Entsorgungs- bzw. Recycling-Unternehmen.

Wir wollten wissen, ob man die dort anfallenden Arbeiten auch nebenberuflich ausüben kann und sprachen mit Herrn Boyke, einem Mitarbeiter der KG Melosch GmbH & Co. Das Unternehmen ist ein Recyclingbetrieb in Norddeutschland, von dem zum Zeitpunkt unserer Nachfrage nebenberufliche Mitarbeiter für das Zählzentrum des Unternehmens gesucht wurden.

Aufgaben: Was machen die Mitarbeiter im Zählzentrum?

Die Mitarbeiter, die derzeit gesucht wurden, sind zuständig für das Befüllen der Maschinen mit den angelieferten PET-Pfandflaschen, erklärte uns Herr Boyke. Die Anlieferung der Einwegflaschen erfolgt in verplompten Säcken, das Zählen der Flaschen übernimmt die Maschine.

Welche Voraussetzungen sollte man für diesen Nebenjob mitbringen?

An die Mitarbeiter an den Zählmaschinen werden, wie Herr Boyke uns sagte, keine besonderen Anforderungen gestellt. Selbstverständlich werden neue Mitarbeiter in ihr jeweiliges Arbeitsgebiet eingewiesen.

Die Arbeit erfolgt übrigens in Schutzkleidung – die Angestellten tragen Schutzbrille und einen Schutzanzug, fügte Herr Boyke hinzu.

Ihre Arbeitszeiten

Die Arbeit erfolgt im 4-Stunden-Rythmus. Die Einteilung erfolgt recht flexibel, sagte uns Herr Boyke. Die Arbeit beginnt um 6 Uhr, so dass die erste „Schicht“ bis 10 Uhr beendet ist. Wer abends zeitliche Freiräume hat, könne beispielsweise auch um 18 Uhr beginnen und bis 22 Uhr arbeiten.

Geld verdienen: Wie wird der Nebenjob bezahlt?

Um 400 Euro monatlich zu verdienen, arbeiten die nebenberuflichen Mitarbeiter rund 57 Stunden im Monat, so Herr Boyke. Das entspricht einem Verdienst von 7 Euro pro Stunde.

Anm. d. Red. Dieses Gespräch haben wir im Mai 2008 geführt, lange Zeit vor Einführung des Mindestlohns in Deutschland. Entsprechend muss der Verdienst mittlerweile auf dem Mindestlohn-Niveau von minimal 8,84 Euro in der Stunde liegen.

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