Nachgefragt bei...
Nebenjobs in Heimarbeit
Unsere Nachfrage vor Ort: Gibt es wirklich noch die "klassische" Heimarbeit?
Nicht ohne Grund sind immer mehr Menschen an einem Nebenjob interessiert, den sie in Heimarbeit ausüben können. In den letzten Jahren sind dank des Internet eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten entstanden, wie Sie im Nebenjob von zu Hause aus mit dem eigenen PC Geld verdienen können.
Nun stellt sich aber die Frage, was aus den klassischen Tätigkeiten in Heimarbeit geworden ist, zu denen zum Beispiel der Zusammenbau von Kugelschreibern oder das Füllen von Wundertüten gehörte. Diese Form der Heimarbeit ist zwar von vielen Nebenjobbern nach wie vor viel gesucht, jedoch hat es den Anschein, dass diese Tätigkeiten in den letzten Jahren mehr und mehr aus dem Arbeitsangebot für seriöse Heimarbeit verschwunden sind.
Viele Nebenjob-Suchende, mit denen wir im vergangenen Jahr sprachen, scheiterten kläglich bei der Suche nach einem Heimverdienst, bei dem echte Handarbeit im Vordergrund der Tätigkeit steht. Denn Anzeigen wie zum Beispiel Prospekte falzen, Kugelschreiber zusammenbauen, Wundertüten füllen, Adressen (per Hand!!!) schreiben etc. scheinen nur noch dem einen Zweck zu dienen, nämlich demjenigen, der auf der Suche nach einem Heimverdienst ist, das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die häufigen Nachfragen, die bei uns zu diesem Thema gestellt wurden, nahmen wir nun zum Anlass, uns aktiv auf die Suche nach klassischer Heimarbeit zu machen. Wir wollten erfahren, ob es überhaupt noch Unternehmen gibt, die seriöse Heimarbeit anbieten.
Wir fragten bei der Agentur für Arbeit, bei der Bundesknappschaft und bei der Handelskammer nach und haben tatsächlich einiges in Erfahrung bringen können.
Nachfrage nach Heimarbeit bei der Agentur für Arbeit
Unser erstes Telefonat führten wir mit der Agentur für Arbeit in Hamburg. Wir sprachen dort mit Frau Wollny, die im Arbeitgeberservice der Agentur tätig ist. Obwohl Frau Wollny uns gern weitergeholfen hätte, konnte auch sie uns keine Unternehmen nennen, die zur Zeit seriöse Heimarbeit anbieten. Auch konnte sie sich nicht daran erinnern, dass in den letzten Jahren Arbeitgeber Jobs in diesen Bereichen über die Arbeitsagentur angeboten hätten. Frau Wollny konnte sich allerdings vorstellen, dass, sofern Arbeitgeber Arbeiten von zu Hause aus anbieten würden, diese Mitarbeiter oftmals sicherlich aus den eigenen Reihen rekrutierten bzw. diese Tätigkeiten über Mundpropaganda vergeben würden.
Unsere Anfrage bei der Handelskammer Hamburg zum Thema Heimarbeit
Unser zweiter Anruf galt der Handelskammer in Hamburg. Hier sprachen wir mit Frau Anton vom Servicecenter und fragten nach, ob ihr Hamburger Unternehmen bekannt seien, die Tätigkeiten von zu Hause aus anböten. Frau Anton erklärte uns, dass im Grunde bei der Handelskammer eher Anfragen von Jobsuchenden getätigt würden, ob konkrete Angebote für Heimarbeit seriös seien. Leider konnte auch Frau Anton uns keine Anbieter nennen, jedoch war sie so freundlich, uns auf die "Schwarze Liste" der Verbraucherzentrale zu verweisen. In dieser Aufstellung hat die Verbraucherzentrale eine Vielzahl von dubiosen Unternehmen aufgeführt, die ihr in den letzten Jahren ihrer Beratungspraxis bekannt geworden sind.
Unser Gespräch mit der Bundesknappschaft
Unser drittes Gespräch auf der Suche nach Heimarbeit ging nach Cottbus - wir sprachen mit Kerstin Peter, die in der Arbeitgeberberatung der Bundesknappschaft tätig ist. Zwar konnte sie uns namentlich aus dem Stand heraus keine Unternehmen nennen, die Tätigkeiten in Heimarbeit vergeben. Dennoch versicherte sie uns, dass es durchaus Arbeitgeber gäbe, die Nebentätigkeiten von zu Hause aus anböten. Allerdings handelt es bei diesen Nebenjobs nicht um Tätigkeiten wie beispielsweise Kugelschreiber zusammenbauen oder ähnliches, sondern eher um klassische Büroarbeiten, die in Heimarbeit verrichtet werden. Kerstin Peter war so freundlich, uns einen solchen Nebenjob anhand eines praktischen Beispiels zu schildern. Versicherungsmakler, Finanzdienstleister oder ähnliche Berufsgruppen betreiben oftmals keine offiziellen Büroräume, sondern sind in der Regel überwiegend im Außendienst tätig.
Wer also viel unterwegs ist, kann sich die Mietkosten für Büroräume sparen. Entsprechend kann die gesamte Büroorganisation von einem Mitarbeiter übernommen werden, der Arbeiten wie zum Beispiel die Abrechnung oder die Buchhaltung als Nebenjob von seinen eigenen vier Wänden aus erledigt - hier handelt es sich also um Heimarbeit! Bei unserer Nachfrage nach Tätigkeiten wie Prospekte falzen, Wundertüten füllen oder Kleinteile zusammenbauen konnte uns Frau Peter allerdings nicht weiterhelfen - wie Sie uns sagte, sind solcherlei Jobangebote der Bundesknappschaft nicht bekannt.
Unser Zwischenergebnis
Eigentlich hatten wir nichts anderes erwartet, denn bereits die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass immer weniger Unternehmen diese Form der Heimarbeit anbieten. Es scheint also immer schwieriger zu werden, seriöse Heimarbeit zu finden, bei denen eine Tätigkeit in Handarbeit ausgeübt wird. Dennoch bleiben wir am Ball und werden uns auch weiterhin auf die Suche nach seriösen Tätigkeiten, die von zu Hause aus auszuüben sind, machen. Lesen Sie hier in Kürze mehr zu unserer Recherche.
Dennoch - und das ist die gute Nachricht: Es gibt eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, um mit Ihrem Nebenjob von zu Hause aus Geld zu verdienen. Viele Informationen zum Thema finden Sie nachstehend:
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