Nachgefragt bei...
Nebenjob als Zusteller von Zeitschriften, Kundenmagazinen und Mailings

Rund 37.000 Zusteller sind allein für die Druckerzeugnisse des Bauer-Verlags regelmäßig unterwegs. Wir wollten mehr erfahren und haben beim Bauer Postal Network nachgefragt.
Auch wenn immer mehr elektronisch gelesen wird, werden Tag für Tag in Deutschland immer noch zahlreiche Zeitschriften gekauft. Doch egal ob Fernsehzeitschrift, Frauenzeitschrift, Wirtschaftsmagazin oder Jugendzeitschrift – viele der zahlreichen und regelmäßig erscheinenden Zeitschriften werden im Abonnement bezogen. Und diese zahlreichen Abonnements wiederum beschäftigt viele Zusteller in Deutschland – rund 37.000 sind es allein für die Druckerzeugnisse des Bauer-Verlags. Denn ebenso regelmäßig, wie die Zeitschriften erscheinen, müssen diese an die Abonnenten ausgeliefert werden – und das pünktlich und zuverlässig.
Wir wollten gern mehr erfahren über den Nebenjob als Zusteller und fragten bei der Bauer Vertriebs KG in Hamburg nach. Wir sprachen mit Torben Müller, der dort zuständig ist für das Qualitätsmanagement und der uns viel Interessantes über den Job erzählen konnte.
Voraussetzungen für den Nebenjob als Zusteller: Wie alt müssen Sie sein und was sollten Sie können?
Wie Torben Müller uns sagte, liegt das Mindestalter für diesen Nebenjob bei 13 Jahren. Wer unter 18 ist, benötigt allerdings die Einverständniserklärung seiner Eltern. Da außerdem die Sendungen jeweils an festen Wochentagen, nämlich mittwochs und freitags zugestellt werden müssen, ist entsprechend wichtig, dass Sie an diesen Tagen ausreichend Zeit haben.
Wer sich als Zusteller betätigt, sollte darauf eingestellt sein, dass der Zustellbereich zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden muss: Dieser Nebenjob ist also ideal für all diejenigen, die sich gern bewegen, so Torben Müller. Und natürlich sollten Sie wetterfest sein, denn die Sendungen müssen an den vorgegebenen Tagen bis spätestens 20 Uhr ausgeliefert werden - und das unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder ob es in Strömen regnet. Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind also in höchstem Maße gefragt.
Und nicht zuletzt ist es vorteilhaft, wenn Sie direkt im oder nahe beim Zustellbezirk wohnen, für den Sie verantwortlich sind und sich dort gut auskennen.
Ihre Aufgaben als Zusteller: Der Arbeitsablauf
Torben Müller erklärte uns, dass Sie nicht nur die Zeitschriften des Bauer Verlags, sondern dass Sie außerdem auch adressierte Mailings, Briefe, Kundenmagazine und Kataloge zustellen. All die Sendungen, die Sie ausliefern, erhalten Sie am Vortag oder am Verteiltag selbst bis spätestens 13 Uhr in Packbehältern. Diesen Packbehälter geben Sie am nächsten Verteiltag im Austausch zurück.
Nachdem Sie die Sendungen erhalten haben, gilt die Devise: Gut vorbereitet ist schon halb zugestellt. Sie kontrollieren, ab alle Sendungen und Etiketten mitgeliefert wurden. Für die Sendungen, die nicht voradressiert sind, werden Ihnen Adressaufkleber zur Verfügung gestellt – in diesem Fall etikettieren Sie die Sendungen bei sich manuell vor Ort.
Anschließend sortieren Sie alle Zeitschriften, Kataloge und Briefe in der passenden Reihenfolge nach den Straßen und Hausnummern in Ihrem Zustellbezirk. Anschließend kann es losgehen mit der Zustellung – oder treffender: Sie können losgehen. Bei der Zustellung prüfen Sie, ob es die angegebene Hausnummer tatsächlich gibt und ob der Empfänger laut Briefkasten oder Klingelschild dort wohnt. Die Sendungen, die Sie nicht zustellen können, dürfen Sie natürlich nicht einfach behalten oder entsorgen, sondern diese versehen Sie mit so genannten Redress-Etiketten und geben sie via Packbehälter zurück.
Zeitaufwand bei diesem Nebenjob: Wie lange brauchen Sie für eine Tour?
Wie Torben Müller bereits sagte: Alle Sendungen müssen jeweils mittwochs und freitags bis spätestens 20 Uhr zugestellt sein. Weil jeder Bezirk individuell ist und seine Besonderheiten hat, lässt sich schwer sagen, wie viel Zeit Sie im konkreten Fall brauchen werden. Einfluss auf Ihren Zeitaufwand hat zum Beispiel, ob Sie - wie es in der Stadt öfter vorkommt – in so genannten "Klingelhäusern" ausliefern (Sie müssen also Einlass bekommen, um an die Briefkästen zu kommen) oder ob viele Treppen zu bewältigen sind; in ländlichen Gebieten dagegen müssen Sie in der Regel weitere Strecken zurücklegen. Außerdem spielt eine Rolle, wie viele Sendungen Sie jeweils zur Auslieferung bekommen oder wie die Witterungsverhältnisse sind – bei optimalen Bedingungen lässt sich sicherlich schneller zustellen als wenn Regen oder Eisglätte Sie behindert.
Eine grobe Schätzung machte Torben Müller dennoch: Der durchschnittliche Zeitaufwand für die Zustellung einer Tour liegt bei ein bis zwei Stunden. Anfangs werden Sie etwas mehr Zeit brauchen, denn Sie müssen ja Ihre Route erst einmal kennenlernen
Geld verdienen: Wie wird der Nebenjob bezahlt?
Sie werden pro Sendung, die Sie zustellen, bezahlt. Entsprechend richtet sich Ihr Verdienst nach der Größe Ihres Bezirks und der Anzahl der Sendungen. Die Bezahlung sprechen Sie mit dem jeweiligen Vertriebsstelleninhaber vor Ort ab. Einen Anhaltspunkt zum Gehalt bietet die Homepage der Bauer Vertriebs KG, denn hier ist zu lesen, dass Ihr Gehalt "branchenüblich" ist.
Wie finden Sie einen Nebenjob als Zusteller?
Das Bauer Postal Network ist der Logistikspezialist der Bauer Vertriebs KG und bietet auf der Website zusteller-online.de Nebenjobs für Zusteller an. Sie können sich dort direkt über das Online-Bewerbungsformular für diesen Nebenjob bewerben. Auf der Website finden Sie unter dem Menüpunkt "Wissenswertes" auch viele Informationen und Tipps für Zusteller, unter anderem auch einige hilfreiche Videos, die zeigen, wie eine Zustellung abläuft.
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