Geld verdienen mit Nageldesign

Schöne Nägel zu haben – das ist der Traum aller Frauen. Kein Wunder also, dass Nagelstudios boomen. Der Beruf der Nageldesignerin ist relativ schnell erlernt und die finanziellen Mittel für eine Existenzgründung in der Branche halten sich in Grenzen. So ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr Kleinstgründerinnen sich mit einem Nagelstudio selbstständig machen. Entsprechend viele Anzeigen für Schulungsangebote zur Nageldesignerin finden sich Woche für Woche in den Tageszeiten – allerdings kann hier Vorsicht durchaus angeraten sein, wie unsere Recherche ergab.

Was wird in Nagelstudios angeboten?

Nageldesignerinnen bieten meist keine medizinische Maniküre an, sondern verschönern bzw. verlängern die Nägel ihrer Kundinnen. Zu den traditionellen Dienstleistungen gehört beispielsweise die French Manicure, bei der die Nagelspitzen weiß eingefärbt und die Nägel in Naturfarbe lackiert werden. Außerdem gehört die Nagelmodellage zum Serviceangebot in den Nagelstudios – hier werden die Nägel künstlich verlängert und verstärkt. Wenn die Nägel wachsen, muss die Lücke zwischen Naturnagel und Kunstnagel aufgefüllt werden – auch das wird im Studio gemacht. Außerdem gehören auch Maniküre, Feilen und Lackieren sowie Nagelreparaturen ins Repertoire von Nagelstudios.

Und nicht zuletzt können die Kundinnen ihre Nägel mit Nail Art verschönern lassen: Hierbei werden Tattoos, Sticker, Schmuck oder auch Piercings auf bzw. an den Nägeln angebracht.

Wie werden Sie Nageldesigner im Nebenjob?

Der Beruf des Nageldesigners ist nicht geschützt und es gibt auch keine vorgeschriebene Ausbildung. Das heißt jedoch im Umkehrschluss nicht, dass man sich „einfach so“ und ohne Ausbildung mit einem Nagelstudio – ob mobil oder nicht – selbstständig machen sollte. Insbesondere die Nagelmodellage erfordert Erfahrung und Geschick, so dass es wichtig ist, eine fundierte und praxisorientierte Ausbildung gemacht zu haben.

Wo und wie können Sie eine Ausbildung oder Schulung machen?

Viele Frauen können sich sehr gut vorstellen, sich mit minimalem finanziellen Einsatz selbstständig zu machen und (nebenbei) als Nageldesignerin Geld zu verdienen. Entsprechend vergeht wohl kaum eine Woche, in der nicht in Tageszeitungen für Schulungen zur Nageldesignerin geworben wird. Denn auch wenn der Beruf als solches nicht geschützt ist: Eine Ausbildung oder zumindest eine Zertifizierung sollte Ihnen wichtig sein, nicht zuletzt auch, um mit diesem Nachweis das Vertrauen Ihrer Kunden zu gewinnen. In den Schulungen bekommen Sie unter anderem Informationen über die Einhaltung von Hygienevorschriften und erlernen diverse Techniken zur French Manicure, Nagelverlängerung und Nagelreparatur und zur Nail-Art.

Ob es wirklich so einfach ist, sich als Nageldesignerin selbstständig zu machen und ob ein Tages- bzw. Wochenendseminar oder gar eine Fernschulung genügt, um sich alle notwendigen Fertigkeiten anzueignen, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Wie unsere Recherche ergab, ist es jedoch sehr sinnvoll darauf zu achten, dass das Seminar hochwertig ist und ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt. Die verschiedenen Techniken werden jeweils in Basis- oder Aufbauseminaren erlernt. Nur wenn Sie das Nageldesign in seiner ganzen Palette sicher und gut beherrschen, werden Sie sich eine Stammkundschaft aufbauen können.

Seit 2007 übrigens bieten die Handwerkskammern staatliche Fortbildungsprüfungen für KosmetikerInnen und FriseurInnen an, deren erfolgreicher Abschluss dazu berechtigt, den Titel „Geprüfte/r Nageldesigner/in (HWK)“ zu führen.

Unser Tipp: Bevor Sie sich dazu entscheiden, bei einem der vielen Anbieter an einem Seminar zur Nageldesignerin teilzunehmen, sollten Sie sich auf jeden Fall über den jeweiligen Anbieter genau erkundigen. Denn schnell kann ein Ein-Tages-Seminar mehrere Hundert Euro kosten. Sehr gut können Sie die Anbieter übrigens im Internet recherchieren: Googeln Sie doch einfach nach dem Seminaranbieter – oft finden Sie bereits jede Menge Foreneinträge, wenn andere bereits positive (oder auch negative) Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht haben.

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