Wenn Sie Stellenangebote für Nebenjobs suchen, sollten Sie sich dabei auf keinen Fall allein auf Online Stellenmärkte verlassen.

In den letzten Jahren ist zunehmend zu beobachten, dass in vielen „klassischen“ Online-Stellenmärkten immer seltener Stellenangebote für Nebenjobs zu finden sind.

Zum besseren Verständnis kurz etwas vorab: Als wir vor mehr als 15 Jahren (Update: Inzwischen sind es über 20 Jahre) in Hamburg die Nebenjob-Zentrale gegründet haben, sprach noch kaum jemand über das Internet. Die meisten Unternehmen begannen gerade erst damit, dieses neue Medium für sich zu entdecken und es in ihre geschäftlichen Überlegungen mit einzubeziehen.

Nebenjob Stellenangebote wurden zum überwiegenden Teil in Tageszeitungen und anderen Printmedien geschaltet. Das hatte einzig und allein den Grund, dass die Unternehmen, die Mitarbeiter suchten, keine anderen Möglichkeiten hatten, auf ihre freien Jobs hinzuweisen. Später dann eroberten Stellenmärkte im Internet die Branche des Karrieremarktes und verdrängten mehr und mehr die Stellenanzeigen in den Printmedien.

Die Arbeitswelt jedoch hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur im Hinblick auf Flexibilität und die damit verbundenen neuen Freiheiten geändert, es sind auch ganz neue Arbeitszeitmodelle und Arbeitsformen entstanden. Zahlreiche neue Berufsfelder mit ganz neuen Jobmöglichkeiten sind hinzugekommen. Die Digitalisierung und der technische Fortschritt haben aber auch dazu geführt, dass Unternehmen heute ganz andere und weitaus bessere Möglichkeiten haben, um Mitarbeiter zu akquirieren.

Um Nebenjob Stellenangebote zu publizieren, brauchen Arbeitgeber heute keine externe Jobbörse mehr

Heute haben viele Unternehmen ihren eigenen Webauftritt – und eine unternehmenseigener Stellenmarkt gehört für die meisten dazu. Auf diese Weise stellen immer mehr Arbeitgeber fest, dass sie keine kosten- und zeitintensiven Stellenanzeigen in Online-Stellenbörsen mehr schalten müssen, sondern dass es schon ausreicht, offene Jobs auf der eigenen Webseite auszuschreiben, um eine Position erfolgreich zu besetzen.


Für alle Jobsuchenden bedeutet dies, dass ein Blick auf die Karriereseiten einer Unternehmenswebseite genügt, um zu erfahren, ob im Unternehmen eine passende Stelle vakant ist.

Bedeutet das nun das Ende der Jobbörsen im Internet?

Nicht unbedingt. Aber das Netz ermöglicht es nun einmal den Unternehmen, schnell, direkt und völlig unkompliziert mit potentiellen Bewerbern in Kontakt zu treten. Gerade im Hinblick auf Nebenjobs könnte die Luft für viele Jobportale erheblich dünner werden, denn insbesondere die Nebentätigkeiten sind es, die keine weiten und zeitaufwändigen Wege mit sich bringen dürfen. Wer einen Zweitjob sucht, kann sich im Grunde genommen ganz entspannt hinsetzen, in Ruhe überlegen welches Unternehmen für ihn in punkto Entfernung und Interessenlage für einen Nebenjob in Frage kommt und dann anschließend die Karriereseiten auf der entsprechenden Website aufsuchen.

Es gibt jedoch noch weitere, ganz praktische Gründe, warum Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht mehr allein auf Jobportale im Internet richten sollten

Vielleicht sind sie Ihnen auch schon aufgefallen: Unternehmen, die im Einzelhandel tätig sind, gehen bei der Suche nach Mitarbeitern immer häufiger den Weg, firmeneigene Aufsteller oder Hinweisschilder vor oder in ihren Filialen und Geschäftsstellen zu platzieren.

Wir haben bereits vor einigen Jahren, im April 2009, darüber berichtet, wie solche Stellenangebote zu finden sind und wie sie aussehen.

Und nicht zuletzt bekommen soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook auch bei der Personalsuche für einige Unternehmen eine immer größere Bedeutung. Denn auch hier ist zu beobachten, das die Möglichkeit, auf offene Stellen hinzuweisen, vermehrt genutzt wird.

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