Mindestlohn rauf auf 12 Euro: Das ist doch mal eine Ansage! Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz fordert eine Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro

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Diese Nachricht dürfte auch auch viele Nebenjobber freuen, denn dies würde bedeuten, dass auch Minijobber dann statt 8,84 Euro 12 Euro in der Stunde verdienen würden.

Allerdings werden schon jetzt wieder Zweifel angemeldet und es ist vom Wegfall von Hunderttausenden von Arbeitsplätzen die Rede. Zudem, so wird kritisiert, werde eine Erhöhung des Mindestlohnes nur dazu führen, dass die Automatisierung noch schneller vorangetrieben werde.

Mindestlohn von 12 Euro – Scholz bringt eine deutliche Erhöhung ins Gespräch

Diese Nachricht schlug ein wie ein Bombe und gerechnet hatte damit wohl auch niemand. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) fordert völlig überraschend die Anhebung des Mindestlohnes auf sage und schreibe 12 Euro. Mit diesem Schritt, so Scholz, solle insbesondere die Altersarmut bekämpft werden. Niemand, der in Vollzeit arbeite, dürfe im Alter auf öffentliche Hilfe angewiesen sein – folglich müsse die Lohngrenze in Zukunft hoch genug für eine Altersabsicherung sein.

Mit seiner Forderung, dass der Mindestlohn deutlich steigen müsse um der Altersarmut entgegen zu wirken, steht der erste Bürgermeister von Hamburg allerdings nicht allein da. Erst kürzlich forderte der IG- Bau-Chef Feiger einen deutliche Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes auf einen zweistelligen Betrag. Der Gewerkschaftsvorsitzende Robert Feiger sagte: "Wer 45 Jahre lang Vollzeit beschäftigt ist, sollte im Alter nicht auf die Grundsicherung vom Amt angewiesen sein".

Auch Die Linke fordert schon seit längerer Zeit einen Anhebung des Mindestlohnes auf 12 Euro. "Die Anhebung ist dringend notwendig, um die Lebenssituation von Beschäftigten am unteren Ende der Lohnskala zu verbessern und Altersarmut zu bekämpfen", appelliert der Hamburger Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi.

Würde die Mindestlohn-Erhöhung auch für den Minijob gelten?

Eines steht fest: Auch für den Bereich Nebenjobs gilt die Devise "Gleiches Recht für alle". Entsprechend darf ein Minijobber nicht schlechter gestellt sein als seine in Vollzeit beschäftigten Kollegen – und das gilt eben auch für den Verdienst.

Zwar gibt es einige wenige Ausnahmen, bei denen bestimmte Personengruppen vom Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn ausgeschlossen werden. Dennoch wird es kaum möglich sein, die Gesamtheit von zurzeit über sieben Millionen Minijobbern in eine Ausnahmeregelung vom Mindestlohn zu zwingen. Wenn also der Mindestlohn angehoben wird, können sich auch alle Minijobber darüber freuen.

Kaum umsetzbar und völlig realitätsfern oder einfach nur ein notwendiger Schritt, um die Altersarmut in den Griff zu bekommen?

In Anbetracht der Tatsache, dass der Mindestlohn aktuell bei 8,84 Euro liegt, erscheint Scholz' Forderung seinen Kritikern als alles andere realistisch. Ein Mindestlohn in dieser Höhe sei kaum umsetzbar, ist schon jetzt zu lesen.

Ganz klar: Eine Anhebung des Mindestlohns in diesem Ausmaß dürfte naturgemäß für Diskussionen sorgen, denn bereits die letzte Mindestlohnerhöhung wurde von einigen als falscher Schritt empfunden. Wie auch in den Gesprächen, die der letzten Mindestlohn-Erhöhung vorausgingen, wird wieder mit dem Schreckgespenst Massenentlassung und zunehmender Automatisierung gedroht.

Wenn man jedoch der Berichterstattung in den letzten Wochen Glauben schenken darf, hat die jüngste Mindestlohnerhöhung dem Jobboom in Deutschland kaum im Wege gestanden. Und es wurden auch nicht, wie vorhergesagt, Tausende Minijobs gestrichen

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