Mit unseren 9 Tipps lässt sich jeder Nebenjob ganz einfach aufpolieren, denn diese Booster kann jeder Minijobber einsetzen. Wer diese Vorschläge in die Tat umsetzt, wird damit mehr Geld verdienen

Raus aus der finanziell angespannten Situation, weg mit den Miesen auf dem Konto – ab jetzt wird mehr Geld verdient! Das sagt sich so mancher Nebenjobber, wenn er seinen neuen Job in Angriff nimmt. Für all diejenigen, die ihren Nebenjob schon seit Längerem ausüben, ist das mit dem „mehr Geld verdienen“ leichter gesagt als getan. Denn was nützt der beste Nebenverdienst, wenn sich damit nur ein paar (oder zumindest nicht ausreichend viele) Euros im Monat verdienen lassen?

Da gibt es nur einen Weg: Machen Sie das Beste aus Ihrer nebenberuflichen Situation und kitzeln Sie alles, was möglich ist, aus Ihrem Nebenjob heraus. Denn jeder Minijobber hat eine Menge Möglichkeiten auf Lager, um seinen Nebenverdienst aus dem Arbeitsverhältnis zu steigern, ohne sich dafür ein Bein ausreißen zu müssen. Wenn Sie diese Tricks noch nicht kennen, sollten Sie diesen Artikel lesen, denn unsere Tipps helfen Ihnen dabei, Ihren Nebenjob regelrecht aufzupimpen – und das einfach und ganz legal.

Machen Sie Gebrauch von Mitarbeiterrabatten – bei vielen Arbeitgebern profitieren Sie davon

Prozente: Personalrabatte nutzen
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Geld sparen – im Grunde ist das kaum etwas anderes, als dass man sich das Geld verdienen (im wahrsten Sinne des Wortes) sparen kann. Für viele Minijobber ist es gerade durch ihre Nebentätigkeit erst möglich, teilweise sogar erheblich Geld einzusparen. Diese Gelegenheit sollte niemand ungenutzt lassen.

Die meisten Arbeitgeber, vor allem Einzelhändler, gewähren ihren Mitarbeitern Personalrabatte. Manchmal bekommt man auch nicht nur beim eigenen Arbeitgeber Rabatte, sondern auch bei Partnerunternehmen Vergünstigungen. Die Höhe der Rabatte hängt vom Arbeitgeber ab, denn immerhin handelt es sich um ein freiwilliges Benefit. Manche Arbeitgeber zeigen sich sehr großzügig und gewähren Nachlässe von bis zu 50 Prozent auf den Verkaufspreis.

Info Wer Rabatte in Anspruch nimmt, sollte dabei im Auge behalten, dass der entsprechende Steuerfreibetrag nicht überschritten wird

Viele weitere praktische Tipps zum Thema Mitarbeiterrabatte finden Sie in unserem Artikel Mitarbeiterrabatte: Das große Plus im Nebenjob

Nutzen Sie steuerfreie Zuschläge als Booster für Ihren 450-Euro-Minijob

Zuschläge im Nebenjob
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Sie meinen, bei 450 Euro im Monat müssten Sie bei einem Minijob Schluss machen mit dem Geld verdienen? Stimmt nicht, denn mit den verschiedensten Zuschlägen können Sie Ihren Minijob-Verdienst auch ganz legal über 450 Euro hinaus steigern.

Beispielsweise Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sind steuerfrei und werden auf die Verdienstobergrenze nicht angerechnet. Auch Trinkgelder oder beispielsweise Fahrkostenzuschüsse zählen zu denjenigen Leistungen, die steuerfrei bleiben.

Mehr Infos zu dieser Thematik finden Sie im Ratgeber: Zuschläge im Nebenjob: Netto mehr Geld verdienen

Verzichten Sie nicht auf bezahlten Urlaub: Auch bei Minijobbern muss das Gehalt während der freien Tage weiterlaufen

Arbeitsrecht und Urlaub
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Urlaub – für die meisten Menschen bedeuten diese Wochen im Jahr, endlich einmal so richtig auszuspannen und nicht an Job, Arbeit, Kollegen oder den Chef zu denken. Das Recht auf bezahlten Urlaub ist im Bundesurlaubsgesetz verankert und diesen Anspruch haben Sie nicht nur in Ihrem Hauptjob, sondern auch als Minijobber. Auf diesen gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubsanspruch sollten Sie keinesfalls verzichten: Beantragen Sie auch in Ihrem Nebenjob Urlaub und verzichten Sie während der arbeitsfreien Tage nicht auf Ihre Gehaltszahlung. Es handelt sich um Geld, das Ihnen zusteht.

Viele detaillierte Infos, beispielsweise auch, wie sich der individuelle Urlaubsanspruch berechnen lässt, lesen Sie in unserem Ratgeber Arbeitsrecht und Urlaub – wie sieht es damit im Nebenjob aus?

Jeder wird mal krank und auch im Nebenjob gibt es die Lohnfortzahlung

Krank im Nebenjob
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Ganz klar: Niemand brennt darauf, krank zu werden, aber irgendwann erwischt es nun einmal jeden. Wer krank ist, der gehört ins Bett und das gilt selbstredend auch für alle Minijobber. Das muss und sollte auch jeder Arbeitgeber akzeptieren und sich damit arrangieren, seinen Minijobbern das Gehalt auch bei krankheitsbedingtem Fehlen weiterzubezahlen.


Auf diese Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben Sie, ebenso wie auf den bezahlten Urlaub, einen gesetzlichen Anspruch. Falls Ihr Chef weniger als 30 Mitarbeiter beschäftigt, bekommt er übrigens einen großen Teil seiner Ausgaben von der Bundesknappschaft erstattet – falls Sie Schwierigkeiten damit haben, die Lohnfortzahlung durchzusetzen, hilft es zur Streitvermeidung vielleicht, ihn einmal auf diese Möglichkeit hinzuweisen.

In diesem Zusammenhang auch interessant: Bekomme ich im Nebenjob weiter Gehalt, auch wenn ich krank bin?

„Kurz und gut“ – lassen Sie sich nicht durch überzogenes Probearbeiten ausnutzen

Probetag
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Immer häufiger kommt es vor, dass Minijob-Bewerber darum gebeten werden, erst einmal ein paar unverbindliche Probestunden im Unternehmen zu absolvieren. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, denn von dieser Maßnahme können auch Sie als Bewerber profitieren – immerhin wird Ihnen die Möglichkeit geboten, in Ihren zukünftigen Arbeitsplatz reinzuschnuppern.

Leider jedoch gibt es Arbeitgeber, die ein solches Probearbeiten zur Beschaffung billiger (bzw. unbezahlter) Arbeitskräfte missbrauchen – dabei sollten Sie keinesfalls mitmachen.

Weitere Infos lesen Sie im Nebenjob-Tipp Nebenjob und Probearbeiten: So klappt der Probetag

Zweckentfremden Sie den Arbeitsweg zu Ihrem Nebenjob als Nebenverdienstquelle

Zwei junge Frauen mit Handys
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Immer mehr Menschen benutzen ihr Handy dazu, um zwischendurch von unterwegs aus ein wenig Geld hinzu zu verdienen. Was spricht also dagegen, wenn Sie auf Ihrem Arbeitsweg zum Nebenjob schon damit beginnen, den ein oder anderen Euro mit Ihrem Smartphone zu erarbeiten? Denn es gibt mittlerweile mehrere Apps, in denen die verschiedensten kleinen, bezahlten Jobs angeboten werden, die sich von unterwegs aus erledigen lassen.

Drei praktische Apps finden Sie im Artikel Unser Test: Mit Handy und Internet schnell Geld verdienen: So geht’s

Sie sind volljährig und verdienen mit Ihrem Minijob weniger als 8,84 Euro in der Stunde? Das geht gar nicht!

Mindestlohn und Nebenjobs
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Wir haben ernsthaft darüber nachgedacht, dieses Argument als „Pimpen“ in diesem Artikel zu erwähnen. Denn im Grunde sollte niemand mehr (außer einige wenige noch zugelassene Ausnahmen) unter dem Mindestlohn-Niveau bezahlt werden. Seit 2015 bereits gibt es hierzulande den Mindestlohn, der zwei Jahre später, im Januar 2017 auf 8,84 Euro in der Stunde angehoben wurde. Wenn Sie also weniger verdienen, sollten Sie sich in unserem Artikel Mindestlohn und Nebenjob darüber schlau machen, ob Sie zu den Ausnahmen gehören oder ob Sie Anspruch auf den Mindestlohn haben.

Einer Ihrer Kollegen ist krank geworden? Eine legale Möglichkeit, wie Sie mehr als 450 Euro im Minijob verdienen können

Wenn einer Ihrer Kollegen (es muss kein Minijobber sein) unvorhergesehen krank wird, dann haben Sie als Minijobber die Möglichkeit dazu, für ihn einzuspringen und mehr als den Maximalverdienst von 450 Euro monatlich zu erhalten. Durch eine solche unvorhergesehene Mehrarbeit dürfen Sie zweimal (also während zwei Monaten) im Jahr mehr als 450 Euro verdienen.

Alles Wissenswerte hierzu und mehr finden Sie im Artikel Im Minijob mehr als 450 Euro verdienen: Wann ist das erlaubt?

Für alle, die Ihren Zusatzverdienst als „Nicht-Minijobber“ erzielen: Verschenken Sie kein Geld, sparen Sie Steuern

Mit der Steuererklärung lässt sich schnell einiges an Geld verdienen
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Wer Geld verdient, der muss in der Regel auch Steuern auf sein Einkommen zahlen. Wenn Sie Ihren Zusatzverdienst mit einem Minijob verdienen, müssen Sie diesen Verdienst im Normalfall, (nämlich dass der Job pauschal mit zwei Prozent versteuert wird), nicht in Ihrer Steuererklärung angeben.


Wer allerdings seinen Nebenverdienst auf anderen Wegen, wie wir sie beispielsweise in unserer Rubrik Heimarbeit am PC – Online Geld verdienen oder in der Rubrik Wie lässt sich Geld verdienen? Eine Frage, viele Möglichkeiten beschreiben erarbeitet, ist nebenberuflich selbstständig. Und in diesem Fall kann es sich durchaus lohnen, eine Steuererklärung zu machen. So pimpt man seinen Nebenverdienst im Nachhinein, indem Geld vom Finanzamt zurückerstattet wird.

Wie sich in jedem Jahr wieder mit der Steuererklärung schnell einiges an Geld verdienen lässt, lesen Sie im Artikel Mehrere Hundert Euro in einer Stunde verdienen? So einfach kann das sein.

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