Sätze, die kein Nebenjobber hören möchte. Auf keinen Fall.

Sätze, die kein Nebenjobber hören möchte.
Foto: © lassedesignen - Fotolia.com

Wer einen Nebenjob ausübt und von seinem Chef mit solchen Sätzen konfrontiert wird, reagiert allergisch – meistens auch zu Recht.

Es gibt Sätze, die jeder Nebenjobber sicherlich gern hört, wie beispielsweise „Ab morgen bekommen Sie mehr Gehalt“ oder „Gut gemacht, dafür dürfen Sie heute Ihre Mittagspause verlängern“ etc. etc.

Doch es gibt auch Aussagen, die niemand, der einen Nebenjob ausübt, gern von seinem Chef hören möchte. Wir haben in diesem Beitrag die Klassiker zusammengestellt.

„Unsere Aushilfskräfte bekommen nicht den gleichen Lohn wie die Kollegen, die eine Festanstellung haben.“

Hierzu lässt sich nur eines sagen: „Gleiches Recht für alle“ – diese Maxime gilt auch für Nebenjobber. Bedenken Sie, dass wenn Ihr Arbeitgeber mit einer solchen Aussage auftrumpft, könnten Sie unter Umständen noch ganz andere Dinge erwarten. Vielleicht ist es besser, wenn Sie sich gleich einen anderen Nebenjob suchen.

Mehr Infos: Nebenjob oder Vollzeitjob - Gleiches Recht für alle

 „Bevor wir uns entscheiden, ob wir Sie einstellen, müssen Sie erst einmal auf Probe bei uns arbeiten“

Natürlich möchte jeder, der sich um einen Nebenjob beworben hat, am liebsten sofort „richtig“ anfangen. Auch bei Nebenjobs kommt es jedoch immer häufiger vor, dass die Arbeitgeber wissen möchten, wie die Bewerber sich in der Praxis anstellen – denn Papier ist ja bekanntlich geduldig.

Ärgern Sie sich also nicht über die „Einladung“ zum Probetag, sondern sehen Sie das Ganze positiv. Denn auch für Sie bietet sich auf diese Weise die Möglichkeit, den Nebenjob, Ihren Chef und die Kollegen unverbindlich kennenlernen. Unter Umständen sind es ja sogar Sie, der sich nach der Probearbeit gegen den Nebenjob entscheidet.

Mehr Infos: Nebenjob und Probearbeiten: So klappt der Probetag

… nun aber die Steigerung: „Würden Sie auch morgen noch einmal zum Probearbeiten kommen?“

Wenn Sie einen oder vielleicht sogar auch zwei Tage Probearbeit vereinbarungsgemäß hinter sich gebracht haben und Ihr Chef Sie bittet, auch am nächsten Tag noch einmal testweise zu kommen, sollten Sie sich ernsthaft fragen, ob Sie nicht vielleicht nur als billige (oder schlimmstenfalls sogar als unbezahlte) Arbeitskraft ausgenutzt werden.

 „Können Sie heute bitte eine halbe Stunde länger bleiben?“

Klar - wenn es einmal wirklich viel zu tun gibt, ist wohl jeder Mitarbeiter dazu bereit, kurzfristig einmal länger zu arbeiten, zumal, wenn das Betriebsklima richtig gut ist und der Chef auch ansonsten fair im Umgang mit Ihnen ist. Wenn man aber laufend mit einer solchen Bitte an Sie herantritt, sollten Sie Ihren Arbeitgeber darauf aufmerksam machen, dass er Ihre (bezahlte!) Arbeitszeit am besten einfach etwas länger veranschlagt.

 „Wenn Sie krank werden sollten, können wir leider während dieser Zeit Ihr Gehalt nicht weiterzahlen.“

Das müssen und sollten Sie sich nicht gefallen lassen, denn krank zu werden passiert wohl jedem einmal. Dass in diesem Fall folgerichtig niemand seinem Job nachgehen kann, steht außer Zweifel. Während Ihrer Fehlzeiten muss Ihr Arbeitgeber Ihnen Ihr gewohntes Gehalt weiterzahlen. Denken Sie jedoch daran, sich unverzüglich krank zu melden und spätestens am vierten Tag ein ärztliches Attest vorzulegen.

„Sie sind gekündigt. Morgen brauchen Sie gar nicht mehr zu kommen“.

Die Kündigungsregeln sind natürlich auch für Nebenjobs einzuhalten – so einfach kann es sich Ihr Arbeitgeber keinesfalls machen.

Mehr Infos für den umgekehrten Fall, dass Sie kündigen möchten: Nebenjob kündigen -  so machen Sie es richtig

„Während Ihrer Urlaubstage wird Ihnen Ihr Gehalt aber nicht automatisch weiter gezahlt.“

Immer noch ein Unding, dass Arbeitgeber ihren Minijobbern die Gehaltszahlung verweigern, wenn sie Urlaubstage nehmen. Jeder angestellte Nebenjobber hat Recht auf bezahlten Urlaub, nur eben nicht im gleichen Umfang wie die Kollegen in Vollzeit.

Mehr Infos Ihr Urlaubsanspruch im Nebenjob

„All unsere Mitarbeiter bekommen ihr erstes Gehalt erst nach sechs Wochen ausbezahlt“

Klar: Diese Kröte ist nicht unbedingt leicht zu schlucken, denn immerhin üben die meisten Menschen gerade wegen des Geldes einen Nebenjob aus. Trotzdem: Wenn der Nebenjob ansonsten Ihren Vorstellung entspricht, sollten Sie versuchen, diese Aussage mit Gelassenheit hinzunehmen.

„Mitarbeiterrabatte bekommen nur unsere festangestellten Mitarbeiter.“

Stimmt nicht! Wenn Ihren Kollegen Rabatte beim Personaleinkauf gewährt werden, stehen diese auch Ihnen als Aushilfe zu.

„Ihre Kollegin hat sich gestern krank gemeldet. Ihren geplanten Urlaub müssen Sie leider verschieben, weil wir Sie hier als Ersatz brauchen“.

Selbst wenn Sie das jetzt nicht gern hören: Auch bereits genehmigter Urlaub kann aus wichtigen betrieblichen Gründen wieder gestrichen werden. Ob nun die Krankheit einer Kollegin tatsächlich einen solchen Ausnahmezustand verursacht, dass er die Zurücknahme Ihres Urlaubs rechtfertigt, bleibt jedoch gegebenenfalls zu klären.

Denn einfach so, ohne dass eine Ausnahmesituation eingetreten ist, die die betrieblichen Abläufe ins Stocken bringt, darf kein Arbeitgeber einmal genehmigten Urlaub zurücknehmen.

„Selbstverständlich zahlen wir Mindestlohn – aber Sie als Aushilfskraft haben darauf keinen Anspruch“.

Unsinn. Bis auf einige wenige Ausnahmen haben seit 2015 alle Arbeitnehmer in Deutschland (egal ob in Vollzeitkraft oder Teilzeit beschäftigt) Anspruch auf Zahlung des Mindestlohns. Sagen Sie das Ihrem Chef und bestehen Sie darauf, mindestens 8,84 Euro pro Stunde zu verdienen. Anderenfalls riskiert Ihr Chef eine Menge Ärger.

„Guten Morgen! Können Sie heute kurzfristig bei uns einspringen?“

Mit einer solchen Frage morgens unerwartet am Telefon wurden schon eine Menge Nebenjobber konfrontiert. Trotzdem hat nicht jeder immer sofort Lust oder auch Zeit, kurzfristig und ohne Absprache einzuspringen. Müssen Sie auch nicht: Auch ein Arbeitseinsatz „auf Abruf“ muss mindestens vier Tage vor dem Einsatz abgesprochen worden sein. Wer jedoch spontan Lust und Zeit zum Jobben hat, kann das natürlich trotzdem gern machen.

Das könnte Sie auch interessieren
Nebenjobs im Drogeriemarkt Müller

Nebenjobs im Drogeriemarkt Müller

Allein in Deutschland bieten sich in mehr als 520 Filialen auch viele Minijobs und Teilzeit-Möglichkeiten.


Maximale Arbeitszeit bei Nebenjob und Hauptjob

Maximale Arbeitszeit: Wie viele Stunden im Nebenjob sind zusätzlich erlaubt?

Ist es ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz, wenn Sie nach Ihrem Vollzeitjob noch drei Stunden lang einem Nebenjob nachgehen?


Von Zuhause aus im Internet Geld verdienen

Von Zuhause aus im Internet Geld verdienen: Mit guten Ideen und der richtigen Motivation klappt‘s

Von der Planung und den ersten Schritten bis zu den ersten Einnahmen: Wir zeigen Ihnen, wie Sie als Hobby, im Nebenjob oder als Selbständiger im Internet von Zuhause Geld verdienen können.


Nebenjob als Produkttester

Produkttester

Traumjob für Verbraucher mit Spaß am Testen


Fahrzeugüberführer

Fahrzeugüberführer

Einer der begehrtesten Nebenjobs


Nebenjob als Werbemodel

Werbemodel

Es ist nicht so schwer, mit diesem Modeljob Geld zu verdienen


Nebenjob als Spieletester

Spieletester

Spiele testen und dabei Geld verdienen


Beliebte Recherchen
Kugelschreiber zusammenbauen

Kugelschreiber zusammenbauen

Gibt es diesen Nebenjob in Heimarbeit tatsächlich?


Seriöse Heimarbeit

Seriöse Heimarbeit

Nachgefragt bei der Verbraucherzentrale


Bastelarbeiten in Heimarbeit

Bastelarbeiten in Heimarbeit

Was die Agentur für Arbeit, IHK etc. dazu sagen


Nebenjob und Bewerbung
Bewerbung im Nebenjob

Mit der richtigen Bewerbung schneller zum Nebenjob

Wer sich um einen Nebenjob oder Ferienjob bemüht, sollte bei seiner Bewerbung ebenso sorgfältig vorgehen wie als wenn es sich um einen Job in Vollzeit handelt


Sie haben Fragen? Wir helfen gerne!

Senden Sie uns einfach eine Mail