Sportmodel werden und Geld verdienen: Direkt vom Laufband auf den Laufsteg

Sportmodel werden und damit Geld verdienen: Direkt vom Laufband auf den Laufsteg
Foto: © Yurok Aleksandrovich - Fotolia.com

Wer sportlich und sympathisch ist, kann als Sportmodel Geld verdienen und dabei eine Menge Spaß haben. Dieser Nebenjob ist für viele Sportbegeisterte ein echter Traumjob.

Nicht erst seit dem Erfolg von Germany’s Next Topmodel ist es fast schon normal geworden, dass viele Model werden und damit Geld verdienen möchten – und selbst, wenn es „nur“ nebenberuflich ist. Wussten Sie aber auch, dass es Agenturen gibt, die sich ausschließlich auf die Vermittlung von Sportmodels spezialisiert haben? Für alle Jobinteressierten, die Sport als ihr Hobby betreiben (und denen dies auch anzusehen ist), ist es wahrscheinlich eine grandiose Vorstellung, dass sich ihr sportliches Aussehen für einen Nebenjob als Sportmodel nutzen lässt.

Als Sportmodel sind Spezialisten, aber nicht nur Profimodels, gefragt

Für den Bereich Wandern oder beispielsweise auch Joggen könnte theoretisch auch ein „normales“, nicht sportkundiges Model zum Einsatz kommen und würde dabei voraussichtlich auch ausreichend glaubwürdig aussehen. Doch in der Sportwerbung werden in der Regel spezialisierte Models gebucht. Denn selbst wenn „nur“ ein Standbild eines Sportlers bei der Ausübung einer bestimmten Sportart angefertigt werden soll, könnte es einem Kenner dieses Sports sofort auffallen, wenn das Model den Sport gar nicht beherrscht und Schläger, Gewichte oder sonstige Sportgeräte falsch gehandhabt werden.

Und da gerade diejenigen, die sich auskennen, mit solcher Werbung angesprochen werden sollen, würde der Werbeeffekt schlimmstenfalls im Nichts verpuffen, weil die Werbung unglaubwürdig ist.

Authentizität ist enorm wichtig, damit Werbung richtig gut ankommt und ihren Zweck erfüllt. Egal, für welche Werbung ein Model bei einer sportlichen Aktivität gezeigt wird; ob es für ein Fitnessstudio, einen Sportartikel-Hersteller, für den Handel oder für eine Zeitschrift ist: Meist wird für solche Aufträge auf ein Fitnessmodel zurückgegriffen.

Die Voraussetzungen: Ein Nebenjob für aktive Sportler

Wer Sportmodel werden möchte, wird normalerweise nicht auf dem Laufsteg eingesetzt, sondern in dieser Branche sind die aktiven Sportler gefragt. Die Grundvoraussetzung, um auf diese Weise Geld verdienen zu können ist entsprechend, dass Sie einen sportlichen Body haben. Dabei müssen Sie nicht unbedingt eine klassische Modelschönheit sein, vielmehr sollten Sie eine überzeugende, sympathische und authentische Ausstrahlung haben.

Körpergröße, Alter und Hautfarbe spielen eher eine Nebenrolle dabei, ob ein Model für einen bestimmten Auftrag gebucht wird oder nicht. Welches Fitnessmodel bei der Auftragsvergabe zum Zug kommt, hängt sehr vom Typ bzw. von der Ausstrahlung ab, die der Kunde sich jeweils vorstellt.

Sportlich, natürlich und aktiv auszusehen ist also das A und O. Das allein wird jedoch insbesondere dann nicht ausreichen, wenn ein Sportmodel eine bestimmte Sportart (abgesehen vom eingangs genannten Wandern oder Joggen) darstellen soll. Da hilft es auch nichts, wenn alle sonstigen äußerlichen Anforderungen genau stimmen. Denn in diesen Fällen ist unumgänglich, dass das Model die jeweilige Sportart technisch ausreichend gut (oder vielleicht sogar perfekt) beherrscht.

Dies trifft für den Einsatz mit Bewegbildern noch viel mehr zu als wenn der Auftrag „nur“ ein Fotoshooting beinhaltet. Denn wenn beispielsweise eine Balletttänzerin, ein Parcours-Läufer, ein Streetdancer oder ein Schwimmer in Aktion dargestellt werden soll, wird das Ergebnis weitaus authentischer sein, wenn das Model diesen Sport aktiv betreibt. Wer mehrere Sportarten auf technisch gutem Level beherrscht, hat entsprechend größere Chancen, häufiger gebucht zu werden.

Außerdem ist wichtig, dass Sie ein gesundes Selbstvertrauen haben und dass Ihnen die Arbeit vor der Kamera Spaß macht. Da Sie bei diesem Job viel mit Menschen zu tun haben, sollten Sie zusätzlich ein offener und umgänglicher Typ sein. Und nicht zuletzt ist unbedingte Voraussetzung, dass Sie absolut zuverlässig sind: Sie können davon ausgehen, dass, wenn Sie einmal einen Auftrag aufgrund Ihrer Unzuverlässigkeit verpatzt haben, Sie nicht wieder zum Einsatz kommen werden.

Wie viel Geld können Sie bei einem Sportmodel-Shooting verdienen?

Der Verdienst ist erwartungsgemäß sehr unterschiedlich. Zum einen hängt die Verdiensthöhe davon ab, wie lange der Job dauert – meist liegt der Zeitaufwand zwischen einem halben bis einem ganzen Tag. Auch das Budget des Auftraggebers spielt eine Rolle, ebenso wie die Art des Auftrags (Fotoshooting oder Werbefilm) und die spätere Verwendung des Materials.

Bezahlt wird üblicherweise in Tagessätzen, die im drei- bis vierstelligen Bereich liegen können. Bedenken Sie jedoch auch, dass von Ihrer Gage die Agenturprovision (für die Vermittlung und Abrechnung des Auftrags) abgezogen wird: Diese errechnet sich als bestimmter Prozentsatz (meist sind es um die 20 %) auf Ihr Honorar.

Tipp Falls Reisekosten anfallen, werden diese in der Regel von den Sportmodel-Agenturen übernommen – zumindest, wenn die Agenturen seriös arbeiten.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie Sportmodel werden möchten?

Wie wir bereits eingangs beschrieben haben: Es gibt nicht wenige Agenturen, die sich auf die Vermittlung von Sportlern als Models spezialisiert haben – und längst nicht alle arbeiten ausschließlich mit Profimodels zusammen.

Beispielsweise bei der Fitness-Studiokette McFit sind bereits rund 1.000 Amateurmodels registriert. Wer sich in der Kartei eintragen möchte und sein Profil einstellen möchte, muss allerdings Mitglied bei McFit sein. Wer Spaß an Model-Castings hat, kann sich auch im McFit Büro in Berlin vorstellen. Denn hier finden jeden Freitag zwischen 13 und 16 Uhr offene Castings statt.

Aber auch andere Agenturen lassen sich über das Internet relativ simpel recherchieren. Achten Sie aber bei Ihrer Recherche darauf, nicht auf unseriöse Agenturen hereinzufallen und die es auf nichts anderes abgesehen haben, als mit Ihren Modelträumen selbst Geld zu verdienen – aber dazu später mehr.

Tipp Gehen Sie nicht die Verpflichtung ein, sich an eine einzelne Agentur exklusiv zu binden – auch dann nicht, wenn es „nur“ für einen bestimmten Zeitraum ist.

Im Regelfall wird es jedoch nicht bei einer Online-Bewerbung bleiben. Nach Ihrer Anmeldung werden Sie im Regelfall (bzw. im Fall, dass Sie als Sportmodel für die Agentur in Frage kommen) persönlich bei der Agentur vorstellig werden müssen. Das ist auch gut so, denn die reinen Online-Agenturen sind ohnehin mitunter nicht besonders hilfreich, wenn es um die Vermittlung von Aufträgen geht. Es ist also sinnvoll, wenn Sie bei der Auswahl der Agentur darauf achten, dass Sie dort hingelangen können, ohne durch ganz Deutschland fahren zu müssen.

Benötigen Sie Fotos für Ihre Bewerbung?

In der Regel werden Sie bereits bei Ihrer Online-Bewerbung um die Einsendung von Fotomaterial gebeten, damit die Agentur sich einen ersten Eindruck von Ihnen machen kann. In den Online-Bewerbungsformularen sind meist sogar mehrere Felder vorgesehen, anhand derer Sie verschiedene Bilder von sich hochladen können. Doch keine Angst - niemand wird gleich Profimaterial erwarten.

In den meisten Fällen ist es sinnvoll, wenn Sie ein Portraitfoto und ein Ganzkörperfoto von sich parat haben. Falls Sie zusätzlich noch Sportfotos von sich zur Verfügung haben – umso besser! Hinsichtlich der Qualität reicht es für den Anfang meist aus, wenn Sie Fotos einreichen, die Freunde oder Bekannte von Ihnen gemacht haben – es wird nicht unbedingt erwartet, dass Sie einen Profifotografen mit Ihren Bildern beauftragt haben.

Falls Sie auch Pola-Bilder hochladen sollen: Mit „Polas“ sind Fotos gemeint, auf denen Sie ungeschminkt und unretuschiert zu sehen sind. Lassen Sie sich beispielsweise mit einer Digitalkamera vor einer weißen Wand fotografieren – am besten ohne Blitz – und bearbeiten Sie das Foto anschließend nicht. Denn auf Polas sind Hautunreinheiten, Narben oder sonstige „Makel“ ausdrücklich erwünscht.

Normalerweise werden die professionellen Agenturbilder und Ihre SedCard erst dann angefertigt, wenn Sie die Aufnahmekriterien erfüllen und Sie zu einem Vorstellungstermin bei der Agentur eingeladen werden.

Apropos SedCard Die Erstellung einer solchen kostet Geld, allerdings müssen Sie bei einer seriösen Agentur nicht in finanzielle Vorleistung treten, sondern die Kosten werden von Ihren Einnahmen bei zukünftigen Modeljobs abgezogen.

Unseriöse Model-Agenturen: In dieser Branche leider nach wie vor ein Thema

Wer als Sportmodel Geld verdienen möchte, sollte auf jeden Fall vorsichtig sein. Abschließend entsprechend noch ein paar wenige Sätze (denn wir haben bereits häufiger darüber berichtet). Wer Model werden möchte, muss grundsätzlich bei der Auswahl der Agentur vorsichtig und bedachtsam vorgehen. Meist ist bereits die Webseite der Agentur sehr aussagekräftig: Schauen Sie sich die Referenzen der Agentur an und auch die Fotoqualität der Models, die dort zu sehen sind. Wenn weder die Referenzen noch die Qualität der Fotos Sie überzeugen, lassen Sie lieber die Finger von dieser Agentur. Ganz Abstand nehmen sollten Sie, wenn Sie finanziell in Vorleistung treten sollen, beispielsweise für die Anfertigung von Fotos, einer SedCard, irgendwelchen Model-Kursen oder die Aufnahme in eine Vermittlungskartei.

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