Minijob 2018: Lässt sich ab 2018 mehr Geld verdienen?

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Die Verdienstgrenze beim Minijob auf 450 Euro Basis könnte tatsächlich angehoben werden.

Die letzte Anhebung der Verdienstobergrenze für Minijobs liegt mittlerweile einige Zeit zurück – im Januar werden fünf Jahre vergangen sein, dass der Maximalverdienst von 400 auf 450 Euro angehoben wurde. Nun könnte es zu einer Anhebung der Verdienstgrenze kommen – und zwar nicht einmalig, sondern dynamisch an die Lohnentwicklung (oder alternativ den Mindestlohn) gekoppelt.

"Mitwachsender Minijob" - so heißt das Zauberwort, das dazu führen könnte, dass Minijobber in der nächsten Legislaturperiode und unter Umständen schon im Jahr 2018 mehr Geld im Monat verdienen können. Was verbirgt sich hinter dem Schlagwort "Mitwachsender Minijob"? Die Union sieht in ihrem Wahlprogramm vor, dass geringfügig beschäftigte Nebenjobber beim Thema allgemeine Lohnsteigerung mit ins Boot genommen werden sollen. Die Verdienstgrenze für Minijobs soll sich dynamisch nach oben entwickeln können.

Die FDP engagiert sich ebenfalls für eine dynamische Anpassung der Verdienstobergrenze. Sie plädiert dafür, die Verdienstgrenze bei Minijobs an den gesetzlichen Mindestlohn zu koppeln – so soll die Obergrenze auf das 60-Fache des Mindestlohns festgeschrieben werden. Bei dem derzeitigen Mindestlohn-Niveau, das bei 8,84 Euro liegt, würden Minijobber also bis zu 530,40 Euro fast ohne Abzüge für Steuern und Sozialabgaben verdienen dürfen. Auch die Midijobs (hier bewegt sich der Verdienst zwischen 450,01 Euro bis maximal 850 Euro) sollen ans Mindestlohn-Niveau angepasst werden.

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Minijobber könnten also ab 2018 mehr Geld verdienen, denn einige machen sich dafür stark, dass der Minijob stetig wachsen soll

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich Ansichten wie beispielsweise die der Union oder der FDP bei der Gesetzgebung durchsetzen. Denn natürlich schätzen andere Parteien wie auch die Gewerkschaften das Thema Minijob erwartungsgemäß deutlich anders ein – beispielsweise die SPD wie auch die Grünen wünschen sich mindestens eine Eindämmung der geringfügigen Beschäftigung, wenn sie sich nicht sogar – wie Die Linke - langfristig für eine Abschaffung der Minijobs einsetzen.

Die Kritik an den Minijobs hat verschiedene Gründe – vor allem sind sie aber auch umstritten, weil Arbeitgeber die gesetzlich festgeschriebenen Arbeitnehmerrechte wie bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Sonderzahlungen etc. vorsätzlich missachten – nachzulesen beispielsweise in unserem Artikel zu einer aktuellen Minijob-Studie vom März 2017.

Dennoch schätzen viele Minijobber die Tatsache, dass sie bei dieser Art von Nebenverdienst kaum oder gar keine Abzüge vom Gehalt verschmerzen müssen. Außerdem gibt es erfreulicherweise immer mehr Beschäftigte, die sich dagegen wehren, wenn ihr Chef ihnen während des Urlaubs oder während einer Krankheit das Gehalt nicht weiterzahlen will.

Abschließend ein Hinweis zu den kurzfristigen Minijobs für das Jahr 2018

2018 wird das letzte Jahr sein, in dem die kurzfristigen Minijobber (auch Saisonbeschäftigte oder kurzfristig Beschäftigte genannt) an 70 Arbeitstagen bzw. während drei Monaten im Jahr sozialversicherungsfrei arbeiten dürfen. Am 31. Dezember 2018 wird damit Schluss sein, denn die Anhebung der möglichen Arbeitszeit pro Jahr war eine Übergangsregelung, die der Einführung des Mindestlohns geschuldet war. Ab Januar 2019 wird die zeitliche Begrenzung wieder auf 50 Tage bzw. zwei Monate zurückgestuft werden.

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