Get Stuff Done – also Ärmel hochkrempeln und loslegen – darum geht es im Buch des Erfolgsmenschen Martin Schranz. Er muss es wissen, immerhin darf er sich als Unternehmer und Multimillionär bezeichnen. Jetzt gibt er sein Wissen an Interessierte weiter und liefert damit ein beachtliches Erstlingswerk.

Redaktion: Herr Schranz, wie wird man Millionär?

Martin Schranz: Mit klaren Zielen und Visionen würde ich sagen. In welche Richtung ich mich entwickeln würde, war mit in der Jugend noch nicht klar. Vorgegeben war mir ein ganz anderer Lebensweg, ich begann nämlich – nicht aus meinem Wunsch – eine Ausbildung als Metzger. Schon mit 14 Jahren kündigte ich meinen Eltern an, mit 18 den Gewerbeschein zu lösen. Damals hatte ich also schon große Ziele und dem bin ich mir treu geblieben. Mit einer Wunschvorstellung muss ich gleich aufräumen: ohne Fleiß und Entbehrungen ist es dabei nicht abgegangen. Gerade in den ersten 9 Jahren war mein Leben alles andere als von Erfolg gekrönt. Die Frage ist nur wie man mit solchen Phasen umgeht. Lässt man sich davon abschrecken und gibt auf? Oder man sieht Fehlversuche als Trainingseinheiten, wie ich es in meinem Buch bezeichne.

Stichwort Ihr Buch, worum geht es konkret?

Ich möchte meinen Lesern vermitteln, dass jeder alles schaffen kann, wenn man es nur möchte und bereit ist, dafür auch Entbehrungen in Kauf zu nehmen. „Get Stuff Done – Die Kunst, Ziele zu erreichen: Mein Weg von 70 Euro zum Millionenvermögen“. Und so war es auch, 2008 kam ich mit nur 70 Euro in Tallin an und keine 2 Jahre später war ich Multimillionär. Man muss sich davon verabschieden, ständig Ausreden zu finden warum man nicht gerade jetzt an seinen Zielen arbeiten kann. Das Aufschieben bringt nichts, es frustriert nur. Lebe im Moment, das ist mein Motto. Wer weiß ob man morgen noch dazu Gelegenheit hat, seine Ziele zu verwirklichen. Jeder ist imstande, viel mehr zu erreichen als man sich eigentlich vorstellen kann. Mein Buch ist eine Mischung aus einem Ratgeber und Einblicken in mein Leben. Jedes Kapitel ist gespickt von Anekdoten mit Vorgehensweisen, die mich zum Erfolg führten.

Welche Ratschläge geben Sie Ihren Lesern mit auf den Weg?

Als ich jung war, wollten meine Eltern dass ich einen „ordentlichen“ Beruf erlernte. Daher startete ich eine Ausbildung als Metzger. An meinem ersten Tag gab mit meine Mutter einen der wichtigsten Tipps überhaupt mit auf den Weg, nämlich „gib immer dein Bestes“. Wer das tut, braucht sich nichts vorzuwerfen. Genau diese Einstellung vermittle ich auch meinen Kindern. Nämlich das Beste zu geben, selbst wenn sich diese Leistung nicht immer in ausgezeichneten Noten wiederspiegelt. Des Weiteren finde ich es wichtig, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Neid kenne ich aus meiner persönlichen Erfahrung. Wenn jemand erfolgreich ist, freue ich mich mit. Allerdings weiß ich, dass Missgunst auf dem Weg nach oben weit verbreitet ist. Von meiner Frau habe ich gelernt, wie wichtig positives Denken ist. Bei unserem Kennenlernen hatte ich kaum Geld und auch mein Gesundheitszustand war weit weg vom Optimalzustand. Trotzdem glaubte sie immer an mich und hatte keine Zweifel. Mit diesem Rückhalt gelang es mir, Rückschläge besser wegzustecken. Nicht immer gelingt es mir, positiv zu denken. Man muss sich selbst aufmerksam beobachten und die Gedanken immer wieder in die richtigen Bahnen lenken.

Haben Sie überhaupt Freizeit und wie verbringen Sie diese?

Da ich selbständig arbeite, kann ich mir meine Zeit frei einteilen. Ich gönne mir den Luxus, morgens auszuschlafen. Das habe ich auch dringend nötig, da ich meine kreativste Phase in der Nacht habe und kaum vor vier Uhr früh zu Bett gehe. Die Stunden nach Mittag widme ich einfachen Tätigkeiten und betreibe zum Ausgleich gerne Sport. Abends steht für mich meine Familie im Mittelpunkt. Richtig konzentriert zu arbeiten fange ich an, wenn die Kinder schlafen. Reisen zählt zu meinen liebsten Hobbys, außerdem liebe ich Herausforderungen und buche Events wie Fahrten mit Formel 1 Autos oder genieße die einzigartige Stimmung bei Musikfestivals.

Welchen Stellenwert hat das Lesen für Sie als Autor?

Ich muss zugeben, ich lese eigentlich viel zu wenig. Allerdings bin ich schon vor einigen Jahren dazu übergegangen, mir Hörbücher und Videos zu kaufen. Während der Autofahrt lasse ich mir so Bücher vorlesen. Außerdem bin ich sehr wissbegierig und sauge Informationen in mir auf. Besonders faszinieren mich Biografien, zum Beispiel von Extremsportlern. Dabei interessiert mich, welche Wege andere zum Erfolg führen und versuche dabei, für mich neue Strategien abzuleiten. Genau das möchte ich auch mit meinem Buch vermitteln: ich erzähle einiges von meinem Leben und hoffe, dass meine Leser dadurch Strategien entwickeln. Meine Verhaltensweisen waren für mich genau richtig, doch jeder muss Adaptionen vornehmen. Möglichst viel lernen und die Informationen auf die eigene Person umlegen ist ein wichtiger Tipp.

Herr Schranz herzlichen Dank für die vielen Tipps und alles Gute für Ihre nächsten Projekte.

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