Im November habe ich für ein Marketingunternehmen als “Fahrer” an sogenannte “Läufer” Prospekte ausgeliefert. Kontakt über eine Anzeige in einer Regional-Zeitung.

Der Verdienst war recht gut, gemessen an der Arbeitszeit und Kilometer-Geld. Meine Reklamationen circa sechs Wochen nach Beginn der Tätigkeit bezüglich Arbeitsvertrag und Auszahlung der aufgelaufenen Beträge wurden mit “blöden Ausreden”, Hinhaltungen und Stillschweigen auf meine Fax-Nachrichten beantwortet.

Es folgte Mahnbescheid und nach acht Wochen Anzeige wegen Betruges bei der Polizei. Jetzt wurde nach weiteren drei Wochen bezahlt (ohne die Mahnbescheid-Kosten). Meine Info über die Zahlung bei der Polizei hatte die Folge: Ladung zu einem Gespräch und dort die Frage, ob man das Verfahren einstellen könne. Ich stimmte zu, wollte aber Hintergründe zu diesen Machenschaften meines Schuldners wissen, dessen Chef ein Rechtsanwalt ist.

Man sagte mir bei der örtlichen Polizei, dass solche Firmen bekannt seien, ihnen aber nur sehr schwer beizukommen ist und zukünftige weitere unsaubere Art der Handlungen kaum zu vermeiden sei.

Da frage ich mich, ob man bei Beweisen des versuchten Betruges den Kontrahenten nicht in Beugehaft nehmen kann und sollte, und aus der Fürsorge des Staates gegenüber seinen redlichen Bürgern nicht dafür sorgen kann, dass zukünftig solche Verbrecher nicht mehr agieren können. Aber es ist scheinbar einfacher die Schultern zu zucken als dem unbescholtenen Betrogenen zu helfen.

Comments are closed.