Auch wer sich als Aushilfe bewirbt, sollte die Regeln bei der Bewerbung einhalten

Ob Schüler, Student, Hausfrau oder Arbeitnehmer: Wer sich um einen Nebenjob oder Ferienjob bemüht, sollte bei seiner Bewerbung ebenso sorgfältig vorgehen wie als wenn es sich um einen Job in Vollzeit handelt. Das ist vielen nicht klar – oft kommen Fragen auf wie „Ist es nicht übertrieben, wenn ich mich schriftlich um einen Nebenjob bewerbe?“, oder „Welche Anlagen sollte ich meiner Bewerbung um einen Nebenjob beifügen, reicht Anschreiben und Lebenslauf aus oder soll ich auch Zeugnisse und ein Lichtbild beifügen?“.

Grundsätzlich gilt die Regel, dass vollständige Bewerbungsunterlagen absolut wichtig sind, wenn Sie als Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden möchten – und dass gilt für einen Nebenjob ebenso wie für einen Vollzeitjob. Dazu gehören eben Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse.

Denn eine „halbe Stelle“ bedeutet noch lange nicht, dass auch eine halbe Bewerbung ausreichend sein könnte. Und diese Wahrheit gilt unabhängig davon, ob der Anlass für Ihre Bewerbung um den Nebenjob ein aktuelles Stellenangebot oder aber Eigeninitiative ist.

Ihr Auftreten als Bewerber bei einer unverbindlichen Voranfrage um einen Nebenjob

Auch gibt es viele Nebenjob-Suchende, die sich persönlich vor Ort auf die Suche nach einem Nebenjob machen. Sie fragen im Einzelhandel beispielsweise in Innenstädten und Einkaufszentren oder im Supermarkt oder der Drogerie in Ihrer Nähe nach, ob dort zurzeit oder später eine Aushilfe gesucht wird. Grundsätzlich ist diese Vorgehensweise sehr sinnvoll, um einen Aushilfsjob zu finden. Allerdings sollten Sie es auch in diesem Fall nicht versäumen, Ihre Bewerbungsunterlagen parat zu haben, um sie gleich zu hinterlegen, falls grundsätzlich Interesse an Ihrer Mitarbeit als Aushilfe besteht. Ein „Hallo hier bin ich“ reicht eben in der Regel nicht aus.

Denken Sie daran, dass Sie bereits mit dieser Voranfrage den ersten Eindruck hinterlassen. Achten Sie sorgfältig auf Ihr Erscheinungsbild, wenn Sie vorhaben, sich initiativ und persönlich nach einem Nebenjob zu erkundigen.

Anschreiben: Ihr Bewerbungsschreiben um den Nebenjob

Das Anschreiben ist der im Grunde wichtigste Part Ihrer Bewerbung um einen Nebenjob. Wie gesagt: Auch wenn es sich „nur“ um eine Stelle für eine Aushilfe handelt, sollten Sie die Bedeutung Ihrer Bewerbung niemals unterschätzen.

Als erstes ist wichtig herauszufinden, wer Ihr Ansprechpartner für die Bewerbung ist. Denn es macht keinen guten Eindruck, das Anschreiben zur Bewerbung mit der Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren…“ zu beginnen.

Im Anschreiben haben Sie die einmalige Gelegenheit, Ihrem zukünftigen Arbeitgeber zu erklären, aus welchem Grunde Sie gerade bei ihm arbeiten möchten. Falls Sie sich nicht auf ein Stellenangebot hin bewerben, informieren Sie sich vorher beim Unternehmen (zum Beispiel auf der Unternehmenswebsite), welche Nebenjobs es im Betrieb gibt und stimmen Sie Ihr Bewerbungsanschreiben darauf ab.

Schildern Sie, was insbesondere diese Tätigkeit für Sie so interessant macht und warum Sie gerade in diesem Unternehmen arbeiten möchten – stellen Sie Ihre Motivation ganz klar heraus. Außerdem sollten Sie deutlich machen, warum Sie sich für  persönlich und fachlich geeignet halten.

Es ist wichtig, dass Sie sagen, warum Sie zur Aushilfe arbeiten möchten. Sind Sie beispielsweise in der Erziehungszeit und möchten Sie wieder Berufsluft schnuppern, sind Sie Schüler und möchten Sie Ihr Taschengeld aufbessern bzw. Einblicke in das Arbeitsleben bekommen oder haben Sie einen Hauptjob und suchen eine weitere interessante Aufgabe?

Auch wenn es noch so reizvoll erscheint: Sehen Sie davon ab, sich einfach eine Musterbewerbung als Vorlage zu nehmen und an den richtigen Stellen Ihren Namen und den des Arbeitgebers einzufügen. Besser ist es, wenn Sie zunächst selbst ein Bewerbungsanschreiben formulieren und anschließend schauen, ob Sie in einer Musterbewerbung hilfreiche Anregungen finden, um Ihr Anschreiben abzurunden.

Inhalt einer Bewerbungsmappe um einen Nebenjob: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse

Sofern nicht ausdrücklich um eine Kurzbewerbung gebeten wird, wird eine „ausführliche Bewerbung“ erwartet. Kurzbewerbung heißt, dass eine Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf sowie Bewerbungsfoto (zunächst) ausreichend ist. Wobei das Bewerbungsfoto in Deutschland aufgrund des „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“ keinesfalls Pflicht ist, aber sicherlich Ihr Interesse an dem Nebenjob unterstreicht.


Wenn Sie sich initiativ bei Unternehmen vorstellen bzw. bewerben, ist eine Kurzbewerbung oftmals der geeignete Weg, um nach der ersten Nachfrage etwas zurückzulassen. In dieser Kurzbewerbung sollten Sie jedoch immer anbieten, dem Arbeitgeber bei Interesse die kompletten Bewerbungsunterlagen nachzureichen.

Diese komplette Bewerbung umfasst neben Anschreiben und Lebenslauf auch Zeugnisse, Nachweise und Zertifikate. Aus diesen Nachweisen kann der Arbeitgeber ersehen, inwieweit Sie tatsächlich für die Tätigkeit qualifiziert sind.

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