Das ZDF Gerichtsmagazin Recht brisant warnt vor unseriösen Angeboten

Nahezu täglich entstehen neue Möglichkeiten, mit welchen sich Geld verdienen lässt. Die meisten dieser manchmal wirklich innovativen Nebenjobs werden von seriösen Unternehmen angeboten, oft lohnt es sich durchaus, einem jungen Unternehmen eine Chance zu geben und neue Verdienstalternativen auszuprobieren.

Leider allerdings gibt es auch immer Anbieter, die viel versprechen und wenig halten. Denn im Grunde geht es diesen einzig und allein darum, mit den Nebenjob-Suchenden Geld zu verdienen und nicht umgekehrt – den Nebenjob-Suchenden eine Verdienstmöglichkeit zu bieten.

Vor einiger Zeit erreichte uns die Zuschrift eines Lesers zum Thema Geld verdienen mit dem Tragen von Werbekleidung. Er berichtete uns über eine Betrugsmasche, die er als „neueste Masche der Drückerkolonnen“ bezeichnete. Warum? Weil letztlich hinter dem vermeintlichen Nebenjob-Angebot nicht mehr steckte, als dass Zeitschriften-Abos an den Mann gebracht werden sollten.

Geld verdienen mit dem Tragen von Werbekleidung: Was steckt wirklich dahinter?

Die Versprechungen klingen eigentlich zu gut, um wahr zu sein: Sie bekommen kostenlos Kleidung mit Werbeaufdruck gestellt, diese tragen Sie für einen festgelegten Zeitraum, nach dem Tragen können Sie die Kleidung behalten und für all das bekommen Sie auch noch Geld: Ein wahrhafter Traum-Nebenjob – oder doch nicht?

Der ZDF-Infokanal warnt in „Recht brisant“ vor den Betrugsmaschen

Das Magazin „Recht brisant“ des ZDF-Infokanals warnt vor den Maschen der Betrüger und berichtet über die Erfahrungen, die ein Betrogener bei der “Agentur für Mode und Freizeit” in Hamburg machte. Axel Osterwold wurde in Aussicht gestellt, dass er Geld damit verdienen könne, indem er „Textilien mit aufgedruckten Werbelogos“ trägt – beispielsweise für Unternehmen wie „Reiseunternehmen, Kosmetikfirmen oder Sonnenstudios“. Hierfür sollte ihm „pro Aktion 30 bis 130 Euro“ vergütet werden, so die Versprechungen in dem Stellenangebot. Solcherlei Praktiken haben auch wir übrigens bereits in der Vergangenheit in Verbindung mit dem „Geld verdienen mit Autowerbung“ kennen gelernt.

„Recht brisant“ berichtet weiter, dass, bevor man in den Genuss dieses Nebenjobs kommt, eine Gebühr für die Aufnahme in einer Kartei in Höhe von 214 Euro zahlen müsse. Als Alternative hierzu könne auch ein Zeitschriften-Abo über zwei Jahre abgeschlossen werden. Axel Osterwold schloss das Abo ab – und bekam in der Folge zwar die Zeitschrift, aber niemals Angebote, als Träger von Werbekleidung Geld zu verdienen.

Der einzige, der hierbei Geld verdient, ist derjenige, der das Zeitschriften-Abo verkauft hat – denn für jedes verkaufte Abo bekommt er eine ansehnliche Provision.

Vorsicht bei Stellenangeboten bzw. Nebenverdienst-Angeboten mit Vorabkasse

Auch die Verbraucherzentrale rät in dem ZDF-Beitrag zur Vorsicht, wenn Sie erst einmal Geld bezahlen sollen, um in eine Kartei oder Datenbank aufgenommen zu werden, bevor Sie selbst Angebote zum Geld verdienen bekommen können. Insbesondere wenn Ihnen der finanzielle Aufwand dadurch erleichtert werden soll, dass Sie im Gegenzug ein Zeitschriften-Abo erhalten, sollten bei Ihnen die Alarmglocken richtig laut schrillen.

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