Was für den etablierten Handel in Deutschland die Konkurrenzsituation verschärfen wird, könnte für Minijobber viele neue Stellenangebote bedeuten

In den USA ist Amazon bereits mit stationären Geschäften vor Ort präsent. Nun plant der US-Onlinegigant auch in Deutschland die Eröffnung eigener Verkaufsshops. Und während die stationäre Einzelhändler die stetige Zunahme des Onlinehandels mit Sorge betrachten, verstärkt Amazon nun den Druck, indem er quasi von „online“ nach „offline“ expandiert.


Amazon ist der große Gewinner des Onlinehandels (schon jetzt fließt jeder fünfte Euro, der im Internet ausgeben wird, an Amazon). Trotzdem ist das Unternehmen sich der Tatsache bewusst, dass nach wie vor der größte Anteil (knapp 90 Prozent) des Einzelhandelsumsatzes im stationären Einzelhandel und eben nicht im E-Commerce fließt. Zwar ist es für die Kunden sehr bequem, online einzukaufen; dass allerdings die Produkte vor dem Kauf nicht in Augenschein genommen werden können, hält letztlich doch viele Menschen vom Onlinekauf ab. Entsprechend nahe liegt es für Amazon, sich den Käufern vor Ort zu präsentieren.

Im stationären Einzelhandel gibt es zahlreiche Stellenangebote für Minijobs, das könnte bald auch in den Läden von Amazon der Fall sein

Für all diejenigen, die mit einem Minijob Geld verdienen möchten, dürfte also die Meldung, dass Amazon den Offline-Angriff startet, ziemlich interessant sein. Denn bekanntlich werden gerade in Einzelhandelsgeschäften gern flexible Minijobber eingesetzt.

Nachdem Amazon erst vor Kurzem den Nebenverdienst mit „Amazon Flex“ gestartet hat (wir berichteten hier auf Nebenjob.de darüber: Neuer Nebenjob von Amazon: „Amazon Flex“ startet mit Privatauslieferungen jetzt auch in Deutschland), könnte sich hier also in Zukunft eine weitere Nebenjob-Möglichkeit mit Amazon bietet. Einen konkreten Termin, wann das Projekt startet, gibt es noch nicht. Dass Amazon das Vorhaben die Tat umsetzen wird, daran dürfte kaum noch ein Zweifel bestehen: Ralf Kleber, Deutschlandchef des Konzerns, äußerte sich entsprechend eindeutig gegenüber der Funke Mediengruppe.

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