Wie Sie als Patienten-Darsteller Geld verdienen können

Dem ein oder anderen mag dieser Nebenjob vielleicht ein wenig skurril erscheinen, doch es gibt ihn wirklich. Der „Patienten-Darsteller“ oder Simulationspatient wird bei der Ausbildung von Medizinern immer wichtiger – in den USA ist dieser Nebenjob bereits seit langem etabliert. Dort werden Medizinstudenten bereits seit Jahrzehnten mit Hilfe von Simulationspatienten ausgebildet.

In den vergangenen Jahren beschäftigen nun auch in Deutschland immer mehr Universitäten Menschen, die gegenüber den angehenden Ärzten den „normalen“ Patienten simulieren. Auf diesem Weg lernen die Medizinstudenten den späteren praktischen Umgang mit „echten“ Patienten – ein wichtiger Nebenjob also, denn Patientendarsteller zeigen den Studenten, dass es nicht nur um das Krankheitsbild, sondern auch um den Menschen geht.

Ihre Aufgaben bei diesem Nebenjob: Was machen Sie als Simulationspatient?

Ob Schleudertrauma, Bauchschmerz, Migräne oder unheilbare Krankheit: Durch Sie als Patienten-Darsteller bekommt der angehende Arzt ein direktes Feedback auf sein Verhalten im Umgang mit einem echten Patienten. Denn es ist tatsächlich so, dass auch ein Arzt das Gespräch mit dem Patienten üben muss – er muss sich einstellen können auf den jeweiligen Menschen, mit dem er als Arzt konfrontiert ist.

Meist  erfolgt ein solches Patientengespräch in Form eines Rollenspiels. Dieses „Theater“ ist wichtig für die Ausbildung eines Arztes, denn es ist gar nicht so einfach, mit kranken Menschen umzugehen, ohne diese noch weiter zu belasten.

Ihre Einsatzmöglichkeiten als Simulationspatient finden Sie beispielsweise bei fiktiven Arzt-Patienten-Gesprächen, in Untersuchungskursen oder bei Prüfungen.

Ihre Hauptaufgabe bei diesem Nebenjob besteht darin, dem Mediziner im Anschluss an dieses Rollenspiel ein fundiertes Feedback auf sein Verhalten zu geben. Wie sah es aus mit Augen- und Körperkontakt, wie reagierte Ihr Gegenüber auf Sie als Patient? Durch Ihr Feedback erhält der Student konkrete Anhaltspunkte für das bestmögliche Verhalten im Umgang mit Patienten. Es handelt sich also tatsächlich um einen Nebenjob, mit welchem Sie letztlich viel für andere Menschen bewirken können.

Voraussetzungen für diesen Nebenjob: Was sollten Sie als Patientendarsteller können?

Die Voraussetzungen, die Sie als Simulationspatient erfüllen müssen, sind stark abhängig von Ihrem Arbeitgeber – also der Universität, für welche Sie arbeiten.

Mindestvoraussetzung ist aber in jedem Fall, dass Sie Spaß an Rollenspielen haben und sich für den Umgang mit Menschen begeistern. Natürlich ist darüber hinaus wichtig, dass Sie die jeweilige Krankheit Ihres Rollencharakters realistisch darstellen können. Entsprechend sind medizinische Kenntnisse absolut von Vorteil, werden aber dennoch nicht von allen Arbeitgebern – sprich Universitäten – zwingend vorausgesetzt. In der Regel lernen Sie mit (Schauspiel-)Trainern, wie Sie welche Krankheit möglichst glaubhaft darstellen.

Es gibt Universitäten, die gute Rollenspieler ohne besondere Vorkenntnisse als Simulationspatient einsetzen, andere Universitäten greifen auf Schauspieler zurück und wieder andere arbeiten mit Medizinstudenten als Patientendarsteller zusammen.

Geld verdienen: Bei diesem Nebenjob können Sie bis zu 20 Euro in der Stunde verdienen

Allerdings hängen Ihre Verdienstmöglichkeiten stark vom jeweiligen Arbeitgeber ab. Als “Hausnummer” können Sie von rund 14 bis 20 Euro pro Stunde ausgehen.

Wie finden Sie einen Nebenjob als Simulationspatient?

Wenn Sie sich als Patienten-Darsteller betätigen möchten, fragen Sie am besten direkt an den Universitäten in Ihrer Nähe nach, ob dort Bedarf an Simulationspatienten besteht und ob Sie die Voraussetzungen erfüllen.

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