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Die Tücken des Homeoffice

Von Nebenjob am 26-01-2007
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Von Kühlschrankfallen, Büroschlaf und anderen Fußangeln


Wer im Homeoffice nicht diszipliniert und nach festen Regeln arbeitet, wird es schwer haben, etwas auf die Beine zu stellen. Denn so schön auch sein mag, das Arbeiten im Homeoffice hält jede Menge Tücken und Fußangeln bereit. Es ist etwas ganz anderes, in der heimischen Umgebung arbeiten zu wollen als vom externen Büro aus.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass Sie so arbeiten sollten, als wenn Sie gar nicht zu Hause wären. Vom Homeoffice aus lässt es sich sehr bequem und effektiv, ohne Staus und Anfahrtswege, arbeiten. Doch bei all den Vorteilen birgt es auch viele Hürden, die es zu überwinden gilt. Disziplin und Organisationstalent sind daher unbedingt notwendig. Denn das Homeoffice hält viele Tücken und Fußangeln bereit. Wer sie kennt, kann sie umgehen oder vorbeugen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Beginnen Sie Ihren Arbeitstag so früh wie möglich


Nur weil Sie das Haus zum Arbeiten nicht mehr verlassen müssen, heißt das nicht, dass Sie "etwas länger" oder vielleicht sogar so lange schlafen möchten, wie Sie möchten. Es ist richtig, dass Homejobber gewissermaßen privilegiert sind, denn sie können sich ihre Zeit relativ frei selbst einteilen. Dennoch: Wer nicht lernt, mit der Zeiteinteilung richtig umzugehen, wird scheitern. Und das richtige Zeitmanagement im Homeoffice ist schwieriger, als man annehmen könnte.

Gerade wem es schwerfällt, morgens aus den Federn zu kommen und wem es an der nötigen Disziplin und am richtigen Schwung fehlt, sollten sich selbst feste Bürozeiten vorschreiben, die unbedingt eingehalten werden müssen. Werfen Sie einmal morgens um sechs Uhr einen Blick auf die Straße – sehr viele Menschen sind um diese Zeit bereits auf dem Weg zur Arbeit. Warum sollten Sie dann noch im Bett liegen dürfen?

Im Schlaf wurde bisher kaum jemand erfolgreich. Bevor Sie also "versumpfen", disziplinieren Sie sich selbst und fangen Sie so früh wie möglich mit Ihrer Arbeit an. Umso mehr Arbeit können Sie bewältigen. Unter Umständen können Sie so um so früher den Feierabend einläuten.

Die Tücken des Büroschlafs im Homeoffice


Widerstehen Sie der Verlockung des Büroschlafs. Nur weil Sie weder Chef noch Kollegen sehen können, ist das noch lange nicht der Freibrief für ein Nickerchen – zudem während der Arbeitszeit.

Sollte Ihre Konzentration nachlassen oder Sie sich von der Müdigkeit überrollt fühlen, legen Sie lieber eine kurze Pause ein, gehen Sie an die frische Luft und wechseln Sie die Tätigkeit, mit der Sie beschäftigt waren. Aber: Legen Sie niemals einen Mittagsschlaf ein!

Homeoffice und Kühlschrankfalle


Machen Sie einen großen Bogen um den Kühlschrank. Ständiges Essen und Naschen schadet nicht nur der Figur, sondern hält auch von der Arbeit ab.

Natürlich ist es völlig in Ordnung und auch wichtig, dass Sie eine Mittagspause einlegen. Hauptsache, Sie finden auch den Weg zum Schreibtisch zurück. Setzen Sie sich unbedingt ein Limit für Ihre Pausen. Um abzuschalten, sollte eine Stunde in jedem Fall genügen. Wenn Sie eine Mittagspause einlegen, verbringen Sie diese effektiv und gehen Sie zum Beispiel an die frische Luft.

Ihr Outfit im Homeoffice


Auch wenn Sie in Ihrem Homeoffice nicht oder eher nur selten auf Kunden und andere treffen, sollten Sie Ihre niemals im Jogginganzug oder gar im Schlafanzug arbeiten. Verhalten und kleiden Sie sich so, als würden Sie außer Haus gehen oder als könne jederzeit Kundenbesuch eintreffen. So laufen Sie nie Gefahr, dass überraschender Besuch Sie unrasiert und strubbelig antrifft.

Was aber fast noch viel wichtiger ist: Das Büro-Outfit legen Sie nicht nur für Ihre Kunden an, sondern in erster Linie für sich selbst. Sie werden feststellen, dass Ihre Arbeitshaltung um ein Vielfaches ernsthafter ist und dass Sie viel motivierter sind, wenn Sie den (Arbeits-)Tag nicht im Schlafanzug verbringen.

Während der Arbeitszeiten im Homeoffice ist Hausarbeit tabu


Auch wenn Ihr Haushalt noch so schlimm aussehen mag – ketten Sie sich am Schreibtisch fest und rühren Sie in Ihrem Haushalt keinen Finger. Würden Sie zum Arbeiten außer Haus gehen, könnten Sie die Hausarbeit ebenfalls erst nach Feierabend oder am Wochenende erledigen. Das gleiche Verfahren gilt auch, wenn Sie Ihre Arbeit in den eigenen vier Wänden verrichten.

Wenn es Ihnen schwerfällt darüber hinwegzusehen, müssen Sie es lernen. Konzentrieren Sie sich ausschließlich auf Ihren Job. Ansonsten haben Sie vielleicht eine top gepflegte Umgebung, aber ein miserabel geführtes Unternehmen. Durch eine saubere Wohnung werden Sie nicht satt. Geld verdienen Sie mit Ihrer Arbeit.

Dennoch soltle Ihre Wohnung natürlich nicht verkommen aussehen, denn hier verhält es sich ähnlich wie mit Ihrem Büro-Outfit. Wenn unerwartet Kundenbesuch kommt, stehen Sie mit einer Wohnung, in der es aussieht wie nach einem Bombenanschlag, nicht gut da. Außerdem drückt eine Umgebung, in der Sie sich nicht wohl fühlen, auf Ihre Motivation und lenkt Sie ab von Ihrer Arbeit. Also: Waschmaschine und Geschirrspüler werden also immer nach Feierabend bestückt und ausgeräumt. Auch der Staubsauger kommt erst nach getaner Arbeit zum Einsatz.

Private Telefongespräche und Überraschungsbesuche


Erfahrene Home-Jobber kennen sicher das Problem. Freunde und Verwandte kommen gerne einmal auf einen Überraschungsbesuch vorbei und rufen gerne nur mal so zum Klönen an. Home-Jobber sind ja schließlich immer zu Hause.

Das ist jedoch eine böse Falle. Lassen Sie sich niemals, durch wen auch immer, aus dem Konzept bringen und sich von Ihrer Tätigkeit ablenken. Jeder, der kein Kunde oder Geschäftspartner ist, sollte wieder der Tür verwiesen oder am Telefon abgehängt werden. Für Plaudereien haben Sie keine Zeit - dadurch verdienen Sie schließlich nicht Ihr Geld.

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