Nebenjob als Aktmodell

Nebenjob
2019-06-18

Ein Nebenjob, der nicht wie jeder Andere ist - Das erfüllt sich auf jeden Fall, wenn du als Aktmodell arbeitest. Wie es der Name schon sagt, stehst du Modell für Kunststudenten und Künstler. Der Clou bei der Sache: Du bist dabei nackt. Das hat allerdings gar nichts mit Erotik zu tun, sondern vielmehr geht es darum, den Künstlern die Möglichkeit zu bieten, Körperproportionen und Licht- und Schatteneffekte realistisch abzubilden. An vielen Kunsthochschulen werden daher immer wieder Aktmodelle gesucht. Eines musst du dir aber klar machen: Einfach ist der Job ganz sicher nicht. Denn hier geht es um mehr als nur Herumsitzen. Wer bereits einmal als Künstlermodell gearbeitet hat, kann dies nur bestätigen, denn eine Position einzunehmen und über einen langen Zeitraum zu halten, ist gar nicht so einfach, wie es aussieht.

 

Was machst du als Aktmodell?

Deine Aufgabe wird es sein, nackt oder leicht bekleidet vor Kunststudenten oder Kursteilnehmern an Kunsthochschulen, Akademien oder Volkshochschulen zu posieren. Den Teilnehmern geht es dabei ausschließlich um ihre Kunst, du musst dir also keine Sorgen machen, zum Objekt ungewollter Begierde zu werden. Während der Unterrichtsstunde bleibst du in der Regel nicht die ganze Zeit in einer einzigen Position, sondern nimmst verschiedene ein. Dafür bekommst du aber ganz genaue Anweisungen. Trotzdem kann es sein, dass du dich zwanzig Minuten lang nicht bewegen darfst und das ist selbst wenn man auf einer Decke auf dem Boden liegt anstrengender, als es zunächst den Eindruck macht. Da kann es schon mal unbequem werden. Auch scheinbar simple Posen können dich an deine Grenzen bringen.

 

Wer kann Aktmodell werden?

Egal ob Mann oder Frau, jung oder alt - Jeder kann als Aktmodell im Nebenjob arbeiten. Dafür musst du auch keine Modelmaße mitbringen. Angst davor, deinen Körper nackt zu zeigen, solltest du aber nicht haben. Ein Grundmaß an Selbstdisziplin kann ebenfalls nicht schaden, denn das minutenlange, starre Verharren in einer Position kann durchaus zur Herausforderung werden. Am besten übst du zunächst einmal Zuhause, wie lange du durchhältst, um zu sehen, ob dieser Nebenjob tatsächlich etwas für dich ist. Zu guter Letzt ist wichtig, dass du absolut zuverlässig bist. Wenn ein ganzer Kurs nicht stattfinden kann oder verspätet startet, weil das Aktmodell nicht da ist, bist du deinen Job ganz schnell wieder los.

 

Wo kann ich als Aktmodell arbeiten und wie viel verdiene ich?

Die Höhe deiner Bezahlung hängt vor allem davon ab, wo und für wen du Modell stehst. In der Regel liegt dein Verdienst zwischen zehn und zwanzig Euro pro Stunde. Abgerechnet wird pro Unterrichtseinheit, also á 45 Minuten. Arbeiten kannst du an Hochschulen, Kunstakademien, für Volkshochschulen oder private Künstlerkreise. Die wenigsten dieser Jobangebote werden allerdings öffentlich in Stellenmärkten ausgeschrieben. Meistens werden diese an den Schwarzen Brettern der Kunsthochschule und Co. beworben. Daher ist es meistens am Besten in Eigeninitiative direkt bei den entsprechenden Institutionen nachzufragen, ob dort jetzt oder in der Zukunft ein Aktmodell gesucht wird.