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5 unglaubliche Nebenjobs: Lässt sich mit diesen Jobs wirklich Geld verdienen?

Von Nebenjob am 11-02-2015
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Schlangesteher, Mietdemonstrant, Partyguide, Ballonverfolger oder Claqueur: Wir haben die Jobs einmal unter die Lupe genommen


Wer einen Nebenjob sucht, wird sich je nach Neigung, Zeit und Talent normalerweise zunächst einmal nach den „ganz normalen“ Jobs im Einzelhandel, in der Gastronomie oder im Dienstleistungsbereich umschauen. Solche Jobs, wie wir sie in der Headline aufgezählt haben, sind zu selten oder auch einfach zu skurill, als dass nach diesen Tätigkeiten häufig gesucht würde.

Dennoch gibt es diese „etwas anderen“ Nebentätigkeiten. Und sollten Sie sich jemals einen dieser Jobs zulegen, könnte dies dazu führen, dass Sie damit in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis jede Menge zu erzählen hätten. Allerdings sind nicht alle Jobs, die unter dieser besonderen Kategorie aufgeführt werden, tatsächlich auf dem freien Markt der Nebentätigkeiten zu finden.

Aber warum wird trotzdem immer wieder über diese Nebenverdienste berichtet? Die Gründe hierfür sind verschieden:

  • Vereinzelt hat es die Tätigkeitsfelder in der Vergangenheit einmal gegeben, (mittlerweile sind sie aber verschwunden)
  • Die Arbeitsbereiche existieren tatsächlich, allerdings lediglich im Ausland (da in Deutschland kein Bedarf besteht)
  • Teilweise kommt es vor, dass es die Jobs zwar gibt, sie jedoch niemals offiziell zur Ausschreibung kommen, da sie so selten oder begehrt sind, dass sie über Mundpropaganda vergeben werden

 

Ballonverfolger: Heißluftballons aus der Froschperspektive


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Dieser Aushilfsjob klingt vielleicht zunächst ungewöhnlich, aber nach kurzer Überlegung ebenso logisch. Denn natürlich muss es eine Verfolgergruppe geben, die dem Flug eines Heißluftballons in Echtzeit am Boden über Straßen und Feldwege nachfährt. Da die Route eines Heißluftballons nicht wirklich beeinflussbar ist, kann nämlich im Vorfeld kein Ziel festgelegt werden, an dem die Passagiere abgeholt werden und der Ballon wieder eingepackt wird.

Natürlich versucht das Team am Boden Sichtkontakt zum Heißluftballon zu halten, zusätzlich aber teilt der Pilot über Funk regelmäßig seine Position mit. Ein vielseitiger Job, für den Sie einen Führerschein und Fahrpraxis benötigen. Zusätzlich sollten Sie den Umgang mit Funk Navigationssystemen beherrschen. Und nicht zuletzt sollten Sie mit anpacken können, denn vor dem Start helfen Sie beim Aufbau und im Anschluss an den Flug übernehmen Sie das Zusammenpacken des Ballons und das Zurückbringen der Passagiere.

Und obwohl wir bei unseren Recherchen ein Stellenangebot für Ballonverfolger gefunden haben, werden Sie solch ein offizielles Jobangebot höchstwahrscheinlich eher selten finden. Fragen Sie also am besten bei den Anbietern von Ballonfahrten in Ihrer Umgebung nach.

Ein Nebenjob für Geduldige: Schlange stehen, Zeit abwarten, Geld kassieren


Nicht nur Geduld, sondern auch eine Menge Stehvermögen und oftmals auch erhebliche Wetterfestigkeit ist bei denjenigen gefordert, die als professioneller Ansteher Geld verdienen möchten. Im Ausland (insbesondere in den USA) werden Schlangesteher mitunter von spezialisierten Agenturen vermittelt – in Washington beispielsweise sind es in der Regel Studenten, die sich vor Kongresssitzungen an Stelle von Lobbyisten und Anwälten anstellen und dafür bezahlt werden. Aber auch in Italien oder New York betätigen sich Menschen als bezahlte Schlangesteher, die ihren Job das allerdings in Eigenregie ausüben.

Wer sich so in Deutschland etwas hinzuverdienen möchte, müsste dies ebenfalls in Eigeninitiative angehen, denn hierzulande gibt keine Agentur, die sich auf die Vermittlung von Anstehern spezialisiert hat. Wir können uns aber gut vorstellen, dass (zumindest zeitweise) die Nachfrage nach einer solchen Dienstleistung geben kann – man denke nur an die Schlangen, die sich beim Verkaufsstart eines neuen Apple-Produktes vor den Stores bilden (das Bild oben zeigt es) oder wenn Karten für ein extrem angesagtes Konzert in den freien Verkauf kommen oder wenn ein neues Geschäft eröffnet und diesen Eröffnungstag mit speziellen (und wahrscheinlich schnell vergriffenen) Angeboten angeht.

Mietdemonstrant: Meinungsmache gegen Geld?


In der Vergangenheit scheint es tatsächlich einmal einen Markt für Mietdemonstranten gegeben zu haben – zumindest wurde über eine Berliner Vermittlungsplattform im Internet die Anmietung von Demonstranten angeboten. Dieser Nebenjob machte damals einige Zeit Schlagzeilen in der Presse: Über die Anmietung von Demonstranten wurde viel berichtet und lebhaft diskutiert. Die Tätigkeit war stark umstritten und wurde von vielen als unehrenhaft abgeurteilt – möglicherweise liegt auch darin der Grund, dass es offensichtlich keine Vermittlungsagentur mehr für Mietdemonstranten gibt (zumindest nicht offiziell).

Partyguide: Party machen und dabei auch noch Geld verdienen – klingt eigentlich unmöglich…


…aber diesen Nebenjob gibt es tatsächlich. Der Partyguide ist im Grunde nichts anderes als ein Stadtführer mit besonderem Einsatzgebiet. Er übernimmt die Aufgabe, Touristen und Städtereisenden die Partyszene einer Stadt zu zeigen und führt Gruppen durch das Nachtleben und durch die Clubs. Wer sich jetzt allerdings vorstellt, dass dieser Job anspruchslos (weil eine ständige Party) ist, irrt gewaltig. Denn das zahlende Publikum möchte von einem Partyguide nicht nur begleitet, sondern zusätzlich unterhalten werden. Entsprechend gut geeignet ist dieser Job für Nachteulen und Szenegänger, die aufgeschlossen sind, gut mit anderen Menschen umgehen und auf diese eingehen können.

Anlaufpunkt bei der Jobsuche sind Agenturen, die solche Partytouren anbieten (in Hamburg macht das zum Beispiel das Team von „Abenteuer Hamburg“) – aber auch in anderen Städten gibt es solche Partytouren.

Claqueur: Einsatz als bezahlter Fan


Wer Beifall dringend nötig hat, braucht nicht unbedingt darum zu bitten, sondern er kann auch den einfachen Weg gehen und einen oder mehrere Beifallklatscher (auch „Claqueure“ genannt) engagieren.

Das klingt abstrus? Ist es aber nicht: Geld verdienen lässt sich mit diesem Job tatsächlich. Wir Menschen sind bekanntlich Herdentiere und deshalb fällt es viel leichter, jemandem zu applaudieren, wenn andere es vormachen. Bezahlte Beifallklatscher kommen übrigens nicht nur in Fernsehshows zum Einsatz, wenn begeistertes Publikum gebraucht wird. Teilweise werden auch Flashmobs, Sportveranstaltungen oder andere öffentliche Events mit Claqueuren ausgestattet. Und nicht zuletzt gibt es auch Einzelpersonen (wie beispielsweise Straßenkünstler), die bezahltes Publikum engagieren, das durch bloße Anwesenheit und positive Reaktion Passanten zum Zuhören und Bleiben animiert soll.

Der Job wird im Regelfall über Vermittlungsagenturen angeboten.

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