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Das Homeoffice gesund und sicher einrichten

Von Nebenjob am 25-06-2018
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Eine ganztägige Heimarbeit am PC birgt dieselben gesundheitlichen Gefahren wie ein Vollzeit-Computer-Arbeitsplatz in einem externen Büro. Es ist vor allem der gravierende Bewegungsmangel, der zu erheblichen körperlichen Auswirkungen führt und auch die Gesundheit der Augen wird beeinträchtigt. Hier findet man Tipps, wie man im Homeoffice und Arbeitsalltag nach Gesundheitsaspekten am besten gestalten kann.

 

Sitzen ist das neue Rauchen

Bewegungsarme Tätigkeiten vor dem Computer nehmen immer weiter zu. Problematisch daran ist, dass sie dem menschlichen Organismus gleich auf mehreren Ebenen zu setzen. Zum einen wird Muskulatur abgebaut, was das Skelettsystem destabilisiert. Zum anderen werden bei Bewegungsmangel die Funktionen von Herz- und Kreislauf geschwächt. Hinzu kommt klassischerweise noch eine Zunahme an Gewicht, da Ihr Körper in der Ruheposition bei einer normalen Ernährungsweise mehr Kalorien zugeführt bekommt, als er dann im Endeffekt verbraucht.

 

Lieber viel stehen als sitzen?

Viele Ärzte empfehlen daher heutzutage Stehpulte oder Tischaufsätze. Abwechselnd sitzend und stehend zu arbeiten, bietet eine gewisse Abwechslung. Allerdings hat sich mittlerweile auch die Fachmeinung durchgesetzt, dass zu vieles Stehen ebenso gesundheitsschädlich ist, wie eine Studie der englischen Universität in Exeter nahelegt. Denn es handelt sich ebenfalls um eine statische Position, die an sich bewegungsarm ist. Und bringt der Arbeitnehmer schon bestimmte Rückenprobleme mit, wie beispielsweise ein Hohlkreuz oder eine verspannte Nackenmuskulatur, sind zunehmende Rückenschmerzen und Beschwerden vorprogrammiert.

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Am besten schon im Arbeitsalltag viel bewegen

Sehr viel empfehlenswerter ist es, schon während des Arbeitstages in kleineren Pausen regelmäßig für Bewegung zu sorgen. Gerade Berufstätige im Homeoffice können das hervorragend in den Alltag integrieren, zumal es keine Kollegen gibt, die zuschauen. Ob ein zackiger Marsch durch die Wohnung, Treppensteigen, Yoga-Positionen, 5 Minuten auf dem Hometrainer oder Liegestützen – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, um den Körper zwischendurch immer mal wieder gezielt in Schwung zu bringen.

 

Gegen malträtierte Augen: Bildschirmpausen

Ein weiteres Problemfeld überbordender Bildschirmarbeit sind die Augen. Sie sind von Natur aus gar nicht dafür konzipiert, täglich in Naheinstellung auf einen Monitor zu starren. Entsprechend nimmt die Zahl der Brillenträger und sogar früh einsetzenden Alters Fehlsichtigen ab 35 Jahren zu. Für Abhilfe sorgt hier, wer regelmäßig seinen Blick in die Ferne schweifen lässt und aus dem Fenster an den am weitesten entfernten Punkt schaut. Und: Regelmäßige Bildschirmpausen sind ebenfalls ein absolutes Muss.

 

Ausreichende Beleuchtung & Blendschutz

Auch schlechte Lichtbedingungen im Raum schaden der Augengesundheit – das gilt sowohl für zu wenig wie auch zu viel Licht. Eine gute Raumbeleuchtung mit mindestens 500 Lux ist bei einsetzender Dunkelheit ebenso elementar wie ein vernünftiger Blendschutz am Fenster, um Fehlsichtigkeiten vorzubeugen. Den besten Schutz bieten dabei lichtundurchlässige Fensterdekos. Wer Verdunkelung und gleichzeitig halbwegs freie Aussicht aus dem Fenster haben möchte, kann gefaltete Plissees als Sonnenschutz am Fenster aufhängen, die frei verschiebbar sind. Diese besondere Form von Plissees wird einfach an die entsprechende Position geschoben, an der das Blendlicht eintrifft und lässt über und unter dem Plisseestoff noch ausreichend Glasfläche frei, um bei gleichzeitig abgeschatteten Raum hinauszuschauen.

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Der beste Ausgleich: So oft wie möglich „Bildschirm-Diät“!

Viele Berufstätige verbringen nicht nur ihr Arbeitsleben vor dem Monitor. Auch in der freien Zeit werden Laptops, Tablets und Smartphones zur Hand genommen, um beispielsweise Nachrichten zu lesen oder mit Freunden und Familie zu kommunizieren. Was jedoch von den meisten als Entspannung empfunden wird, ist für den Körper einfach eine Fortsetzung der Alltags-Tortur aus Bewegungsarmut und Nahfokussierung der Augen.

  • Tipp: Manche Freunde freuen sich auch über ein kurzes persönliches Telefonat, bei dem man einige Schritte auf- und abgehen kann. Noch besser: Sie treffen sich gleich mit ihnen, um gemeinsam Abend zu essen oder zusammen im Sportstudio zu trainieren. Das vertieft nicht nur die Freundschaft und trägt zu noch mehr Bewegung bei, sondern sorgt als willkommene Abwechslung vom stressigen Berufsleben auch für einen freien Kopf und vor allem für die seelische Balance.

 

Alle Gesundheitstipps im Überblick:

  • Spätestens alle 90 Minuten: 5-minütige Bildschirm- und Bewegungspausen. Die Mittagspause fernab vom Computer verbringen
  • Optional: Mit Hilfe eines Stehpults oder Tischaufsatz abwechselnd im Sitzen und Stehen arbeiten
  • Mindestens 500-Lux-Beleuchtung für dunklere Tages- und Abendstunden
  • Blendschutz mit möglichst stark verdunkelnden Plissees, Rollos, Vorhängen oder Jalousien
  • Bildschirmfreie Freizeitgestaltung mit viel Bewegung

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