NEBENJOB ZENTRALE RATGEBER

Studenten widmen sich in erster Linie ihren Vorlesungen, sodass nicht immer genug Zeit für einen zusätzlichen Nebenjob bleibt. Viele Studenten wissen jedoch nicht, dass sie sich eine Menge Geld vom Staat zurückholen können, sofern sie eine jährliche Steuererklärung abgeben. Wir haben Dir in unserem ausführlichen Ratgeber die wichtigsten Tipps zum Thema Steuern anschaulich zusammengefasst und verraten Dir, welche Details Du berücksichtigen solltest.

Geld vom Finanzamt zurückholen

Eine Steuererklärung lohnt sich für jeden Studenten


Zunächst sei erwähnt, dass die Abgabe einer Steuererklärung für Studenten ohne Einkommen zwar nicht bindend, aber durchaus lohnenswert ist. Gleiches gilt für Studenten, die durch ihren Minijob monatlich nicht mehr als 450 Euro erwirtschaften. Ein Einkommen gilt erst dann als steuerpflichtig, wenn der jährliche Grundfreibetrag überschritten wird oder wenn Studenten mehreren Nebenjobs gleichzeitig nachgehen. Der Grundfreibetrag ändert sich jährlich und wurde für das Jahr 2020 auf 9408 Euro festgesetzt.

Eine entscheidende Rolle für die Steuererklärung eines Studenten spielt jedoch in erster Linie die Einstufung der Ausbildung. So werden Studenten, deren Studium als Erstausbildung gewertet wird, steuerrechtlich anders behandelt als Studenten, die mit ihrem Studium einer Zweitausbildung nachgehen. Studenten in Zweitausbildung dürfen ihre studienbedingten Ausgaben auch als Werbungskosten absetzen und diese auf die Folgejahre umlegen. Für Studenten, deren Studium wiederum als Erstausbildung zählt, gelten sämtliche studienrelevanten Ausgaben seit dem Jahre 2015 als Sonderausgaben. Im Gegensatz zu Werbungskosten sind Sonderausgaben auf bis zu 6.000 Euro pro Jahr begrenzt und können auch nur in dem Jahr der Entstehung geltend gemacht werden. Doch worin unterscheiden sich Erst- und Zweitausbildung? Nun, ein Studium gilt dann als Erstausbildung, wenn zuvor keine andere Ausbildung abgeschlossen wurde. Liegt jedoch bereits eine abgeschlossene Ausbildung zum Zeitpunkt des Studiums vor, so wird dieses als Zweitausbildung eingestuft. Da viele junge Leute direkt nach dem Abitur studieren, sind sie derzeit zumindest steuerrechtlich noch ein wenig im Nachteil.

Diese Ausgaben kannst Du steuerlich absetzen


Doch selbst wenn der Staat an dieser Stelle differenziert, so hat jeder Student die Möglichkeit, verschiedene Ausgaben auf seiner Steuererklärung geltend zu machen und sich somit Geld zurückholen. Grundsätzlich sind alle das Studium betreffenden Ausgaben, wie beispielsweise die Kosten für Lern- und Arbeitsmaterialien, für die spätere Steuererklärung relevant. Zu den absetzbaren Werbungskosten bzw. Sonderausgaben zählen beispielsweise:

  • Studiengebühren
  •  Prüfungsgebühren
  •  Kosten für Fachliteratur und Sprachkurse
  • Aufwendungen für Arbeitsmittel (Hefter, Stifte etc.)
  •  Kosten für technische Ausstattung (Notebook, Drucker etc.)
  • Telefon- sowie Internetkosten
  •  Fahrtkosten
  •  Kosten für den Zweitwohnsitz
  •  Zinsen zur Finanzierung des Studiums

An dieser Stelle solltest Du beachten, dass für einzelne Ausgaben gesonderte Bestimmungen gelten. So kannst Du beispielsweise für die Fahrtkosten 30 Cent pro gefahrenen Kilometer absetzen. In diesem Fall ist es völlig egal, ob Du für die Strecke Dein Auto, die öffentlichen Verkehrsmittel oder Dein Fahrrad nutzt. Allerdings fließt nur die Kilometerzahl einer einfachen Fahrt in die Berechnung mit ein. Auch die Kosten für einen Zweitwohnsitz lassen sich in Höhe von bis zu 1.000 Euro anrechnen, wenn der Hauptwohnsitz nicht im Studienort ist.

Eine saubere Buchführung ist wichtig


Damit Du die genannten Ausgaben auch geltend machen kannst, solltest Du natürlich auch die entsprechenden Belege vorweisen können, um dir das Geld zurückholen zu können. Zwar haben Studenten im Zweitstudium die Möglichkeit, eine jährliche Werbungskostenpauschale anzusetzen - allerdings ist diese mit 1.000 Euro klar begrenzt. Wir empfehlen Dir daher, sämtliche Kassenbons und Belege fein säuberlich und stets griffbereit aufzubewahren. Dies solltest Du vor allem dann beherzigen, wenn Du einen Verlustvortrag beim Finanzamt einreichen möchtest. Bei diesem Verlustvortrag kannst Du die Studienkosten der letzten vier Jahre geltend machen und zurückerstatten lassen.

Mit intelligenten Tools viel Zeit sparen


Solltest Du Dich nur ungerne mit Steuerfragen auseinandersetzen, so stehen Dir mittlerweile zahlreiche kostenlose Tools zur Verfügung, die Dich in einfachen Schritten durch Deine Steuererklärung führen. Besitzer des Sprachassistenten Amazon Echo können sich mit der smartsteuer-Skill zudem fortan sämtliche Steuerfragen von Alexa beantworten lassen. Denn Alexa hilft bei der Steuererklärung und informiert Dich beispielsweise darüber, welche Posten Du als Werbungskosten absetzen kannst und bis wann die Abgabe der Steuererklärung erfolgen muss. „Sollte einem das Gefühl beschleichen, dass der Abgabe-Termin vergessen wurde, so lässt sich dieser einfach per Sprachbefehl erfragen“, so die Autorin Alina Günder von HomeandSmart.de. Auch im Fachjargon ist Alexa sehr bewandert und klärt Dich über die wichtigsten Steuerbegriffe auf. Übrigens ist die smartsteuer-Skill auch ideal, wenn Du Dir zusätzliches Wissen im Bereich des Steuerrechts aneignen möchtest.

Fazit: Auch Studenten profitieren von einer Steuerrückzahlung 


Wenn die Buchführung nicht zu Deinen Stärken zählen sollte, so lohnt es sich für Dich, ein wenig Zeit in die jährliche Steuererklärung zu investieren. Mittlerweile kannst Du auf eine ganze Bandbreite verschiedener Tools zurückgreifen, die Dir bei der Bearbeitung der Steuererklärung eine sehr gute Hilfe sind. Mit ein wenig Sorgfalt und einer sauberen Buchführung kannst Du Dir viel Geld zurückzahlen lassen und Dir für den Rest des Studiums eine finanzielle Rücklage anlegen.

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