Leserfrage Ich bin Student und arbeite neben meinem Studium regelmäßig zwischen fünf bis acht Stunden wöchentlich in einer Rechtsanwaltskanzlei. Ich bekomme dafür 11 Euro pro Stunde. Muss ich für diesen Studentenjob eine Lohnsteuerkarte abgeben und bin ich sozialversicherungspflichtig oder ist es günstiger, auf Basis eines Minijobs zu arbeiten?

Unsere Antwort

Für Sie als Student liegen für die Abrechnung Ihrer Tätigkeit zwei Möglichkeiten gleichermaßen nahe.

  • Entweder lassen Sie sich Ihren Nebenjob als Minijob abrechnen. Damit sind Sie allen anderen Minijobbern gleich gestellt: Ihr Arbeitgeber führt auf Ihr Entgelt pauschale Renten- und Krankenversicherungsbeiträge ab. Sie brauchen keine Lohnsteuerkarte, denn Ihr Arbeitgeber wird das Einkommen pauschal mit zwei Prozent versteuern.
  • Oder Sie arbeiten unter Vorlage einer Lohnsteuerkarte. Hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht haben Sie hier einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Nebenjobbern: In Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung beitragsfrei, lediglich in der Rentenversicherung sind Sie beitragspflichtig. Achtung: Sofern Sie im Laufe eines Jahres an mehr als 26 Wochen (bzw. 182 Kalendertagen) mit einer Wochenarbeitszeit von jeweils über 20 Stunden mehrmals Beschäftigungen ausgeübt haben, gelten Sie als sogenannter Berufsmäßiger und sind somit nicht mehr sozialversicherungsfrei.Ihre Einkünfte aus dem Nebenjob werden dann entsprechend Ihrer Steuerklasse individuell bemessen an Ihrem Einkommen versteuert. Sofern Sie allerdings unter dem steuerlichen Grundfreibetrag (bei Ledigen sind es 9.000 Euro für 2018) bleiben, bekommen Sie die gezahlte Steuer mit Ihrer Einkommensteuererklärung zurück.

Mehr zum Thema “Häufig gestellte Fragen”

Comments are closed.