Du möchtest einen neuen Job annehmen, welcher als Aushilfsjob ausgeschrieben ist, und bist dir nicht sicher, was genau ein Aushilfsjob ist? Die Verwirrung um dieses Thema ist groß. Wir helfen dir, diese endgültig zu “entwirren” und alle Fragen rund um den Aushilfsjob zu klären.

 

Gibt es einen Unterschied zum Minijob?

Oft fragt man sich, welcher Unterschied zwischen einem Minijob und einem Aushilfsjob besteht. Erstmal vorweg: Es gibt keinen Unterschied. Zudem werden Aushilfsjobs auch häufig als geringfügig entlohnte Beschäftigung oder auch 450-Euro-Job bezeichnet.

 

Wer ist für einen Aushilfsjob geeignet?

Grundsätzlich kann jeder, der zusätzlich etwas Geld verdienen möchte, einen Aushilfsjob beginnen. Oft nutzen Frauen, die erst vor Kurzem Mutter geworden sind, den Minijob. Durch die verkürzten und meist flexiblen Arbeitszeiten ist es einfacher, wieder in das Berufsleben einzusteigen und trotzdem Zeit mit dem Kind zu verbringen. Auch Studenten und Schüler profitieren von einem Aushilfsjob. Im Aushilfsjob wird Berufserfahrung gesammelt, ohne das Lernen zu vernachlässigen. Minijobs werden auch oft von Rentnern ausgeübt, die ihre Haushaltskasse während der Rente noch etwas aufbessern wollen. Achtung: Minijobber müssen grundsätzlich Rentenversicherung abführen.

 

Gibt es verschiedene Formen von Aushilfsjobs?

Ja, das gibt es! Im Normalfall wird ein Aushilfsjob als Minijob auf 450-Euro-Basis bezeichnet. Es gibt jedoch auch die kurzfristige Beschäftigung. Diese Form des Aushilfsjobs ist auf 70 Tage bzw. drei Monate pro Jahr befristet. Besser bekannt ist diese Art als Saisonarbeit. Das Gehalt ist bei einem kurzfristigen Aushilfsjob nicht begrenzt.

 

Welche gesetzlichen Grundlagen gelten?

Aufgrund des Gesetzes sind Arbeitnehmer, welche einem Aushilfsjob nachgehen, Teilzeitbeschäftigte. Die Rechte und Pflichten für Minijobber sind folglich gleich wie für andere Vollzeitarbeitnehmer. Einzige Besonderheit bei Minijob ist die Verdienstgrenze von 5.400 Euro pro Jahr oder auch 450 Euro pro Monat. Dieser maximale Verdienst ist außerdem der Grund dafür, dass der Aushilfsjob auch als 450-Euro-Job bekannt ist. Ein Vorteil eines Aushilfsjobs besteht darin, dass man von der Sozialversicherung befreit ist. Wenn man einem Minijob nachgeht, ist man nicht krankenversichert. Man muss also selbst eine Krankenversicherung abschließen.

 

Werden für einen Aushilfsjob Steuern bezahlt?

Für 450-Euro-Aushilfsjobs müssen pauschal 2% Steuer an den Staat bezahlt werden. Grundsätzlich muss dieser Anteil vom Arbeitgeber abgeführt werden. Dieser kann jedoch die Steuer auf den Arbeitnehmer abwälzen, was jedoch nicht häufig der Fall ist.

 

Gibt es eine Begrenzung der Stunden?

Dies ist klar zu verneinen. Die maximale Arbeitszeit ergibt sich jedoch aus der Verdienstgrenze von 450 Euro und dem Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro.

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