Wie wir einen Menschen beurteilen hängt nicht nur vom Äußeren ab. Auch die Stimme und die Art Aussprache sind wichtige Faktoren – und das nicht nur am Telefon. Denn Stimme und Aussprache beeinflussen uns auch im persönlichen Gespräch. Nachfolgend drei Tipps, wie Ihr Auftritt gelingt.

Sie bestimmen das das Tempo

Die meisten Menschen sprechen zu schnell – erst recht, wenn sie vor anderen sprechen oder Vorträge halten müssen. Den Mut zur Pause haben nur die wenigsten. Dabei kann eine Pause von ein bis fünf Sekunden so nützlich sein.

  • Mit Pausen setzen Sie Akzente und wichtiges wird hervorgehoben
  • Sprachpausen geben Ihnen selbst die Gelegenheit nachzudenken
  • Sprachpausen helfen Ihnen, unangenehme Fälllaute wie zum Beispiel “äh” zu vermeiden. Ihr Vortrag wirkt automatisch professioneller.
  • Pausen geben dem Zuhörer Zeit, das Gehörte zu filtern und abzuspeichern.
  • Pausen steigern die Aufmerksamkeit der Zuhörer.

Übrigens: Vor Pausen brauchen Sie sich nicht zu fürchten, so lange Sie aktiv den Blickkontakt zu Ihren Zuhörern halten. Auf diese Weise entsteht nämlich nicht der Eindruck, Sie hätten den Faden verloren.

Signale setzen durch Lautstärke

Nutzen Sie die Lautstärke Ihrer Stimme wie ein Instrument. Setzen Sie sie gezielt ein, um Signale zu senden.

  • Indem Sie Ihre Stimme zum Beispiel senken, erhalten Sie automatisch mehr Aufmerksamkeit – zumindest kurzfristig.
  • Wenn Sie überwiegend leise sprechen, lässt das auf Unsicherheit schließen und den Zuhörern fällt es schwer, Ihnen zu folgen. Sie verlieren viel schneller die Konzentration. Die Aufmerksamkeit wird Ihnen entzogen.
  • Sprechen Sie zu laut, wirkt das sehr aggressiv. Das bringt Ihnen im schlimmsten Fall die Antipathie der Zuhörer ein. Und auch auf diese Weise geht Ihnen die Aufmerksamkeit verloren.

Die Kunst des Redens besteht also darin, das richtige Maß an der richtigen Stelle einzusetzen.

Sprechen Sie deutlich

Neben dem Tempo und der Lautstärke ist auch die deutliche Aussprache einer der wichtigsten Faktoren. Schließlich ist nichts anstrengender als einem „Nuschler“ zuzuhören. Wer nuschelt, vermittelt übrigens den Eindruck, dass er den Dingen die er tut, genauso wenig Sorgfalt widmet wie seiner Aussprache. Um die Aussprache zu trainieren gibt es einen alten aber bewährten Trick – den Korken. Schauspieler trainieren regelmäßig mit einem Korken zwischen den Zähnen. Versuchen Sie es!

Bemühen Sie sich, nach Möglichkeit ohne Dialekt zu sprechen. Dialekt erschwert Ihren Zuhörern nicht nur, das gesagte zu verstehen. Durch Ihren Dialekt ziehen Sie unbewusst nicht nur Sympathien, sondern auch Antipathien an sich. Während die einen den bayrischen Dialekt sehr charmant finden verbinden die anderen mit dem sächsischen vielleicht eine große Abneigung. Besser ist es also, neutral zu bleiben. Auf diese Weise sind Sie immer auf der sicheren Seite.

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