Straßenmusiker

Das Geld liegt auf der Straße

Sie gehören ebenso zum Stadtbild wie die Schaufenster und die Ladenpassagen – die Straßenmusikanten. Eine Fußgängerzone ohne musikalische Talente, die ihr Können zum Besten geben, ist kaum noch vorstellbar. Vom Leierkastenspieler über Rockbands bis hin zur klassischen Musik ist alles vertreten. Und die Straßenmusik kann ein durchaus lohnender Nebenjob sein.

Hier ernten Musiker ihre Lorbeeren auf der Straße

Häufig sind es Musikstudenten, die ihr Studium teilweise durch die Straßenmusik finanzieren und ihre ersten Lorbeeren auf der Straße sammeln, denn in diesen Musikern schlummert so manches verborgene Talent.

Straßenmusiker bewirken häufig etwas ganz besonderes, wenn sie es fertig bringen, die Leute trotz des hektischen Alltags zum Zuhören zu bewegen. Mit ihren klassischen, karibischen, latein-amerikanischen oder auch rockigen Klängen verstehen sie es, die Passanten für wenige Momente in eine andere Welt zu entführen. Dabei ist es ganz gleich, ob sie allein oder mit mehreren auftreten.

Wo tummeln sich die Straßenmusiker?

Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielseitig, wie die Musik selbst. Sie sind in Fußgängerzonen, vor Einkaufspassagen und auf Stadt- beziehungsweise Straßenfesten zu finden.

In Fußgängerzonen haben Straßenmusikanten häufig feste Stammplätze. Denn ihr Verdienst hängt im Wesentlichen auch vom Standort ab.

Ihr Konzept

Beherrschen Sie eines oder mehrere Instrumente und verfügen Sie über ein Repertoire an musikalischen Darbietungen? Dann haben Sie die Voraussetzungen bereits erfüllt. Doch mit dem Talent und dem Können allein ist es noch nicht getan.

Denn ganz gleich, ob Sie mit mehreren oder alleine auftreten – Ihnen fehlt die Lizenz zum Spielen. Sie brauchen also, wie so häufig, eine behördliche Genehmigung des Ordnungsamtes. In der Regel werden Sie diese auch bekommen, denn grundsätzlich darf musizieren – ob zum Privatvergnügen oder kommerziell betrieben – nicht untersagt werden. Darüber hinaus haben die Ämter Interesse daran, die Innenstädte mit Attraktionen und Darbietungen für Besucher attraktiv zu gestalten. Schlechte Karten haben Sie allerdings, wenn Sie für eine bestimmte Region bereits der zwanzigste Antragsteller mit einer Bigband sind.

Generell – auch außerhalb der Winterzeit – sollten Sie sich einen Überblick über anstehende Straßen- und Stadtteilfeste verschaffen. Denn auch hier bietet sich der Rahmen für Ihr Können. Sie müssen allerdings im Vorwege Kontakt zu den Veranstaltern und Organisatoren aufnehmen, um auch hier eine Genehmigung zu bekommen.

Besonders gefragt, sind Straßenmusiker, die ihre Musik unter ein bestimmtes Motto stellen. Ihre Kleidung sollte also zur Musik passen. Wenn Sie beispielsweise klassische Musik spielen, dürfen Sie gerne aussehen, als kämen Sie gerade aus der Oper. Das erhöht die Aufmerksamkeit der Passanten um ein Vielfaches und macht es für sie zum Erlebnis.

Prinzipiell gilt: Je außergewöhnlicher Ihr Auftritt, Ihr Gesang oder Ihr Instrument, desto größer ist Ihre Chance Aufmerksamkeit zu erregen. Und entsprechend wir Ihre Leistung honoriert. Auch Ihre Chancen, Aufträge durch Künstleragenturen zu bekommen, steigen.

Ihre Qualifikation

Wenn Sie Musiker sind, bringen Sie Ihre Qualifikation bereits mit. Denn Sie beherrschen entweder eines oder mehrere Instrumente und/oder können singen.

Ihre Qualifikation unterstreichen Sie darüber hinaus durch die Auswahl der Instrumente und musikalischen Stücke – immer gemessen am Publikum, vor dem Sie auftreten.

Investitionen und Ausstattung

Als Musiker werden Sie sicher bereits ein Instrument besitzen. Darüber hinaus entstehen Ihnen keine Anfangsinvestitionen. Denn mehr als Ihr Können und Ihr Instrument brauchen Sie nicht.

Wenn Sie auch optisch auf sich aufmerksam machen wollen, sollten Sie vielleicht noch ein wenig in Ihre Kleidung investieren.

Tipp

Erkundigen Sie sich zuvor bei den Ordnungsämtern, ob es für bestimmte Regionen oder Plätze in der Innenstadt Auflagen zu erfüllen gibt. Es kann durchaus sein, dass einige Geschäftsleute sich durch Straßenmusikanten gestört und in dem Betrieb ihres Geschäftes behindert fühlen, weil beispielsweise der Zugang zu den Schaufensterauslagen versperrt wird. Diese haben eventuell eine «straßenmusikantenfreie» Zone vor ihrem Geschäft erwirkt.

Um Konflikte im Vorwege zu vermeiden, sollten Sie ansässige Geschäftsleute immer erst fragen, ob es ihnen recht ist, wenn Sie sich vor ihrem Geschäft postieren. Häufig haben Sie damit schon das Eis gebrochen. Denn vielen geht es tatsächlich nur darum, gefragt zu werden.

Lassen Sie sich mit Ihrem Können bei privaten Künstleragenturen und der Künstlervermittlung des Arbeitsamtes registrieren. Sie haben dadurch die Möglichkeit zusätzlich zu Ihrer Straßenmusik Engagements für beispielsweise Betriebs- oder Geburtstagsfeiern zu bekommen.

Informationen bezüglich der erforderlichen behördlichen Genehmigung erteilen Ihnen die jeweiligen Ordnungsämter.

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