Auf Dauer ist niemand Stress gewachsen. Umso wichtiger ist es, dass man sich davon frei machen kann.

Karriere hat oft ihren Preis. Und wenn es „nur“ der Stress ist, dem so gut wie jeder im Job ausgesetzt ist. Auf Dauer ist ihm jedoch niemand gewachsen. Um so wichtiger ist es, sich ab und an eine Auszeit zu gönnen. Das muss nicht gleich ein Urlaub sein. Regelmäßig einige Entspannungsübungen zwischendurch können Wunder wirken. Probieren Sie es aus.

Lächeln

Versuchen Sie, auch in schwierigen Zeiten den Kopf nicht hängen zu lassen. Gut haben es diejenigen, die durch Freunde oder Kollegen aufgebaut werden, wenn es ihnen schlecht geht. Manchmal reicht bereits ein guter Witz, um die Gemüter fröhlicher zu stimmen. Wer darauf nicht bauen kann, muss sich selbst am Schopfe packen – vergessen Sie niemals Ihr inneres Lächeln. Versuchen Sie, sich ganz bewusst an schöne Dinge zu erinnern, die Ihnen Freude bereitet haben. Sie werden sich wundern, was gute Gedanken in Ihnen auslösen können. Allein Ihre Vorstellung reicht, um Ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln und Sie in eine gute, heitere Stimmung zu versetzen.

Positiv denken

Nichts ist so schlecht, als dass nicht auch irgendetwas Gutes daran wäre. Lernen Sie also positiv zu denken. Denn durch die bewusste Gedankensteuerung sind Sie in der Lage, Ihre Gedanken und Empfindungen in eine positive Richtung zu lenken.

Gefühle gehen in erster Linie vom Gehirn aus. Schließlich basieren all unsere Gedanken und Emotionen auf einer bestimmten Kombination biochemischer Botenstoffe in unserer Schaltzentrale. Wenn wir uns bemühen, positiv zu denken, können wir unsere Empfindungen nachhaltig beeinflussen.
An den jeweiligen Situationen, die uns in Stress versetzen, können wir nichts ändern. Doch unsere innere Einstellung können wir ändern – und somit auch die Stimmung und sogar das körperliche Befinden. Künftig ist ein Glas also nicht mehr halb leer, sondern noch halb voll.

Neben der Gedankensteuerung ist auch die Bewegung ein wichtiger Faktor für unser Wohlbefinden. Bewegung macht uns fit und somit leistungsfähiger. Dazu braucht jedoch niemand stundenlang durch den Stadtpark zu joggen. Schon kleine Übungen zwischendurch sorgen für die nötige Entspannung:

  • Lassen Sie den Fahrstuhl stehen und nehmen Sie mal wieder die Treppe.
  • Gehen Sie in der Mittagspause ruhig mal vor die Tür, um ein paar Minuten frische Luft zu schnuppern.
  • Nutzen Sie jede Gelegenheit, um bei der Arbeit zu stehen, zum Beispiel beim Telefonieren. Das tut nicht nur Ihrer Wirbelsäule gut, sondern sorgt auch für eine klarere und kräftigere Stimme.
  • Sorgen Sie für ausreichend Frischluft und öffnen Sie mehrmals täglich das Fenster. Nutzen Sie die Gelegenheit, um tief durchzuatmen und strecken Sie sich mal wieder

Schalten Sie einen Gang zurück

In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. Doch manchmal geraten wir dermaßen in die Stress-Mühlen, dass wir es kaum bemerken, wenn wir uns fast überschlagen – immer schneller, immer mehr, in immer kürzerer Zeit. Treten Sie also öfter mal auf die Bremse. Setzen Sie Ihre Prioritäten jeden Tag neu und nehmen Sie sich Zeit, wenn Sie sie brauchen.

Übereiltes und hektisches Handeln verleitet uns zu Fehlern und meist sind sie es, die uns wertvolle Zeit kosten. Hektik ist meist ein hausgemachtes Problem. Wenn wir uns von vornherein mehr Zeit nehmen, effektiver planen und gezielt delegieren, lassen sich Fehler vermeiden, Nerven schonen und vor allem Zeit sparen. Wer unter ständigem Zeitdruck steht, verliert irgendwann den Überblick.

Behalten Sie den Überblick und sammeln Sie sich

Im Eifer des Gefechts verlieren wir häufig und vor allen Dingen schnell den Überblick. Je hektischer wir arbeiten, desto uneffektiver wird unser Handeln. Wenn Sie also den Eindruck haben, Sie wissen nicht mehr wo ihnen der Kopf steht, ist es Zeit für den Augenblick, in sich hineinzuhören – sich zu sammeln.

Dazu schirmen Sie sich einige Minuten von all dem Trubel ab. Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl und schließen Sie die Augen. Versuchen Sie, Ihren Körper für einige Minuten ganz bewusst wahrzunehmen – der Kontakt Ihrer Füße zum Boden, Ihre Atmung, Ihre Arme, die am Körper liegen. Nutzen Sie die Stille, um Ihre Gedanken und Prioritäten neu zu ordnen. An welchem Punkt stehen Sie gerade? Was sollten Sie als nächstes tun und womit können Sie sich noch ein wenig Zeit lassen? Was könnten Sie unter Umständen delegieren, so dass Sie sich nicht selbst darum kümmern müssen? Wer könnte welche Aufgaben übernehmen, zu wem haben Sie Vertrauen? Die Übung klingt im Grunde recht banal, doch Sie werden sich wundern, wie effektiv sie ist. Nur wenige Minuten Ruhe und Zeit zum Nachdenken reichen schon aus, um wieder klarzusehen.

Verlernen Sie nicht, Spaß an der Arbeit zu haben

Viele Menschen, die unter immensem Druck stehen, haben verlernt, Spaß an ihrer Arbeit zu haben. Im Laufe der Zeit sehen Sie auch die kleinen Dinge viel zu verbissen und ohne jegliche Anzeichen von Humor. Dabei ist Humor – und wenn es sich nur um Galgenhumor handelt – ein wichtiges Instrument, um brenzlige Situationen zu entschärfen. Das hilft nicht nur Ihnen, sondern auch Ihren Gesprächspartnern, heißt aber nicht zwangsläufig, dass Sie kritische Situationen ohne den nötigen Ernst betrachten.

Ein Lächeln zwischendurch oder ein herzhaftes Lachen sorgt für die emotionale Erleichterung, die uns allen das Leben ein wenig leichter macht.

Fahren Sie „rechts ran“

In machen Situationen baut sich Druck so sehr auf, dass wir nicht nur unkonzentriert, sondern auch gereizt werden. Negative Gedanken, Dinge über die wir uns ärgern, geraten immer mehr in den Vordergrund und es fällt uns immer schwerer, das Positive zu sehen oder objektiv zu urteilen.

Spüren Sie bereits die ersten Anzeichen dieser Art von Druck, sollten Sie schleunigst „rechts heranfahren“ und die Notbremse ziehen. Sagen Sie sich selbst laut und deutlich „STOP“ und versuchen Sie, Ihre Emotionen wieder in den Griff zu bekommen. Atmen Sie tief ein und stellen Sie sich die Frage, ob es sich tatsächlich lohnt, sich über bestimmte Situationen dermaßen zu ärgern, ob sich dadurch etwas zum Positiven verändert?

Meist bewirken wir mit unserer Gereiztheit nämlich genau das Gegenteil – die Dinge laufen für uns noch schlechter. Lernen Sie, manche Dinge so hinzunehmen wie sie sind, wenn wir sie nicht ändern können. Das Stehen im Stau ist dafür ein gutes Beispiel. Insbesondere wenn wir unter Zeitdruck stehen, haben wir den Eindruck, unsere Zeit wohl kaum sinnloser verbringen zu können. Doch so sehr wir uns darüber auch ärgern und schimpfen – den Stau lösen wir dadurch nicht auf. Also sollten wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Nutzen Sie die Zeit, um sich zu sammeln, Ihre Prioritäten neu zu setzen, um zu telefonieren oder einfach um abzuschalten.

Die Atmung und das Nervensystem: Entspannung für ganz Eilige

In akuten Stresssituationen neigen wir dazu, das Ausatmen zu vergessen. Und wie wichtig die Atmung für die Entspannung ist, merken wir immer dann, wenn wir das Gefühl haben, es schnüre uns die Kehle zu.

Wenn es also einmal schnell gehen soll, brauchen Sie nur richtig zu atmen – tief ein und aus. Das Ausatmen ist dabei ganz besonders wichtig. Denn wenn wir unter Druck stehen, schnappen wir regelrecht nach Luft. Wir atmen mehr ein als aus und haben dennoch das Gefühl, außer Atem zu sein.

Beim Ausatmen sollten Sie ganz bewusst daran denken, dass Sie mit jedem Ausatmen auch die Spannung verlieren. Mit ein wenig Übung stellt sich dieses Verfahren schnell als sehr effektiv heraus. Ein wichtiges Instrument – und das jedes Mal, wenn Sie wieder an die Decke gehen.

Überlistet!

Wenn die Entspannung mal wieder schnell her muss, gibt es einen Trick, der Sie wieder von der berühmten Palme herunter holt. Überlisten Sie Ihr Nervensystem, indem Sie ein Glas Wasser trinken – so schnell wie möglich. Denn durch das Schlucken, sprechen Sie den Parasympathicus – den Nerv, der für die Entspannung zuständig ist – an. Er wird angeregt und die Anspannung lässt nach. Darüber hinaus erzielen Sie noch einen weiteren Effekt:

Sie werden für einen Moment von Ihrem Ärger abgelenkt, da Sie sich auf das Schlucken konzentrieren müssen und Sie schaukeln sich zumindest für ein paar Sekunden nicht weiter hoch.

Dass Licht unser Wohlbefinden steigert, ist keine neue Erkenntnis

Aber eine Lichtpause hat mit einem Spaziergang an der frischen Luft nichts zu tun. Wenn wir unter Anspannung stehen und vielleicht lange vor dem Computer gesessen haben, werden unsere Augen müde und wir können uns nicht mehr auf unsere Arbeit konzentrieren. Hier kommen die Lichtpausen ins Spiel. Tun Sie sich und Ihren Augen etwas Gutes und entspannen Sie sich. Diese Übung kann helfen:

Halten Sie Ihre Handflächen vor die Augen, so dass kein Licht mehr eindringen kann. Öffnen Sie Ihre Augen dann weit und blicken Sie eine Zeit ins Dunkle. Achten Sie darauf, dass Sie währenddessen tief ein- und ausatmen und eine möglichst bequeme Sitzposition einnehmen.

Lichtpausen sind also nicht so zu verstehen, dass Ihnen geraten wird, an die frische Luft zu gehen. Hier bedeuten Lichtpausen das genaue Gegenteil – Pausen vom Licht. Gönnen Sie Ihren müden Augen ein wenig Ruhe, indem Sie nur ins Dunkel schauen. Das entspannt und schafft neue Kräfte für den Rest des Tages.

Abgesehen davon sollten Sie darauf achten, dass Sie über den Tag verteilt unterschiedliche Aufgaben erledigen. Wenn möglich, sollten Sie es vermeiden, von morgens bis abends ausschließlich vor dem Computer zu sitzen. Telefonieren Sie zwischendurch, stehen Sie dabei auf und bemühen Sie sich, so viel wie möglich zu gehen, anstatt den ganzen Tag nur zu sitzen.

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