Die 9 größten Fehler, die Sie bei der Nebenjob- Suche machen können

9 Fehler bei der Nebenjob-Suche
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Falsche Erwartungen, Fettnäpfchen und andere Tücken: So einfach lassen sich Enttäuschungen bei Jobsuche vermeiden

Wer schon einmal einen Nebenjob gesucht hat, weiß wahrscheinlich, dass die Jobsuche nicht immer ganz einfach ist. Angefangen bei fehlenden Jobangeboten bis zu nicht reagierenden Arbeitgebern lässt sich nicht jedes negative Erlebnis beeinflussen.

Manche Enttäuschungen lassen sich (mitunter sogar ganz einfach) umgehen. Wir haben zusammengetragen, wie Bewerber sich oftmals selbst ein Bein stellen und mit welchen Mitteln sich der Ärger am besten vermeiden lässt.

Zum Scheitern verurteilt: Vermeintliche Alleskönner

Unbestritten gibt es die Menschen, die über nahezu unzählige Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verfügen scheinen. Wahrscheinlich jedoch gibt es noch viel mehr Menschen, die ihre eigenen Fähigkeiten maßlos überschätzen. Wer dieser Fehleinschätzung unterliegt, wird (auch) bei der Nebenjob-Suche meist schneller auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als ihm lieb ist.

Denn auch bei Bewerbern um einen Nebenjob wird abgecheckt, ob sie die erforderlichen Qualifikationen mitbringen. Spätestens in der Praxis wird sich herausstellen, ob jemand mit dem Aufgabenbereich überfordert ist und, falls dies der Fall sein sollte, noch in der Probezeit gehen.

Planlos auf Nebenjob-Suche

Es wird sich sicherlich für Sie auszahlen, wenn Sie sich im Vorfeld ein paar grundsätzliche Gedanken darüber machen, für welche Art von Nebenjob Sie sich wirklich interessieren: Möchten Sie im Einzelhandel arbeiten oder doch lieber in der Gastronomie – oder stellen Sie sich etwas Kaufmännisches vor, vielleicht sogar einen Nebenjob von Zuhause aus?

Wer sich vorher überlegt, in welcher Branche und bei welchen Unternehmen er sich bewerben möchte, läuft ein geringeres Risiko, den falschen Nebenjob zu erwischen.

Kaum ein Nebenjob ist „schnell mal zwischendurch“ erledigt

Auch ein Nebenjob setzt ausreichend zeitliche Freiräume voraus. Wer glaubt, dass sich eine Nebentätigkeit in einen ohnehin schon vollen Terminplan zwischen andere Termine zwängen lässt, wird kaum lange durchhalten und wahrscheinlich eher früher als später gefrustet hinschmeißen.

Hinzu kommt, dass nicht nur die Arbeitszeit im Zweitjob, sondern auch die Zeit für die Hin- und Rückfahrt eingeplant werden muss. Denn nur die wenigsten Nebenjobber haben das Glück, dass sie einen Zweitjob in der direkten Umgebung finden. Zur zusätzlichen Zeit für den Anfahrtsweg kommen dann noch die Fahrkosten hinzu.

Fast schon Dummheit: Gute Möglichkeiten ungenutzt lassen

Wer einen Nebenjob sucht, sollte nicht die Chance ungenutzt lassen, die sich ihm durch den „Vitamin B“-Faktor bietet. Einer der ersten Schritte bei der Jobsuche sollte sein, Freunde und Bekannte zu fragen, ob sie vielleicht eine Idee haben, wo eine Aushilfe gebraucht wird oder wie sich nebenbei Geld verdienen lässt. Gerade die begehrten Nebenjobs kommen oftmals gar nicht zu einer öffentlichen Ausschreibung, weil Vakanzen ganz schnell über Mundpropaganda besetzt werden.

Zu ungeduldig: Auch eine Nebenjob-Suche kann sich zäh gestalten

Die Suche nach einer Nebentätigkeit kann sich manchmal zäher gestalten als man vielleicht annimmt. Telefonate, Bewerbungen, Bewerbungsgespräche, Probearbeiten – all das gehört zur Jobsuche dazu. Gehen Sie also lieber davon aus, dass Sie etwas Vorlaufzeit brauchen, bis Sie den passenden Job gefunden haben und – vor allem – bis Sie damit Geld verdienen. Denn natürlich bekommen Sie das Gehalt aus dem Zweitjob nicht im Voraus ausgezahlt.

Chaos bei der Bewerbungsorganisation

Bei der Nebenjob-Suche empfiehlt es sich, sich bei unterschiedlichen Arbeitgebern zu bewerben, um mehrere Eisen im Feuer zu haben. Wer allerdings zahlreiche Bewerbungen „raushaut“ und nicht für den entsprechenden Überblick sorgt, bei dem bricht wahrscheinlich sehr bald die totale Verwirrung aus.

Ordnung muss sein – es ist wichtig, im Blick zu behalten, von welchen Unternehmen Absagen, Eingangsbestätigungen oder Einladungen zu Gesprächen bzw. Probearbeitstagen gekommen sind. Nur dann lässt sich gut beurteilen, wie die Chancen bei der Jobsuche stehen. Außerdem wäre es doch richtig peinlich, wenn Sie sich bei einem Arbeitgeber nach dem Stand der Dinge erkundigen, dieser Sie jedoch bereits zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen hat.

Desinteresse im Bewerbungsgespräch

Wer zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, sollte sich angemessen darauf vorbereiten. Zwar wird für einen Nebenjob wahrscheinlich niemand von Ihnen verlangen, dass Sie die Unternehmensgeschichte rauf- und runtererzählen können, aber zumindest einige Eckdaten zum Arbeitgeber und zum Job selbst sollten Sie kennen. Eine solche Recherche ist online einfach und schnell erledigt und verschafft Sicherheit.

Ein absolutes No-Go beim Vorstellungsgespräch ist Zuspätkommen – aber das sollte wohl jedem klar sein.

Überzogene Gehaltsvorstellungen

Keine Frage: Natürlich soll jeder Nebenjob-Suchende für seine Arbeitsleistung adäquat entlohnt werden. Für die Einschätzung, ob Ihr Gehalt zu gering ausfällt, sollten Sie sich bewusst machen, dass bei einem Minijob auf 450-Euro-Basis für den Arbeitnehmer kaum Abzüge anfallen – dass der Nettolohn also fast dem Bruttolohn entspricht. Welche Abzüge anfallen, können Sie unter anderem im Artikel Nebenjob als Minijob auf 450-Euro-Basis nachlesen.

Tipp Seit Einführung des Mindestlohnes müssen in fast ausnahmslos jeder Branche 8,84 Euro bezahlt werden.

Außerdem haben wir in vielen Gesprächen mit Nebenjobbern das Feedback bekommen, dass längst nicht immer allein das Gehalt ausschlaggebend dafür ist, ob eine Nebentätigkeit als lohnenswert angesehen wird. Denn hierfür spielen auch die Arbeitsbedingungen, die Kollegen, das Aufgabengebiet, der Chef und auch der Anfahrtsweg eine nicht unerhebliche Rolle.

Schönwetterjobber und Schlechtwetterjobber: Fehlendes Durchhaltevermögen

Wer längerfristig Geld verdienen möchte, sollte sich darauf einstellen, dass sich (vor allem) die äußeren Bedingungen ändern können. Wer sich beispielsweise im Winter noch sehr gut vorstellen kann, abends jobben zu gehen, könnte das vielleicht in den Sommermonaten ganz anders sehen. Und wer umgekehrt bei gutem Wetter an seinem Nebenjob als Zeitungszusteller, Fahrradkurier oder ähnlichen Jobs richtiggehend Spaß hat, für den sind Schnee, Matsch und Regen in den Wintermonaten der blanke Horror.

Denken Sie schon im Vorfeld darüber nach, dass bzw. wie sich die Voraussetzungen ändern oder sogar verschlechtern können. Auf diese Weise lassen sich auch weniger angenehme Phasen leichter aushalten.

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