Ein Nebenjob für Menschen, die Spaß am Umgang mit Kinder und Jugendlichen haben.

Ganztagsschulen sind immer wichtiger geworden, denn mittlerweile bieten viele Schulen in Deutschland im Rahmen der so genannten „Offenen Ganztagsschule“ Mittags- und Hausaufgabenbetreuung sowie ein zusätzliches und freiwilliges Nachmittags-Programm für die Schüler an. Die Schüler können frei aus verschiedenen Freizeitangeboten und Kursen wählen; diese Angebote werden von engagierten Personen als Betreuer oder Kursleiter geführt.

Wer Spaß am Umgang mit Kindern und Jugendlichen hat und seine Kenntnisse bzw. sein Hobby an diese weitervermitteln möchte, der kann sein Hobby zum (Neben-)Beruf machen, indem er sich als Kursleiter oder Betreuer betätigt. Denn um den Kindern eine möglichst breite Kursauswahl bieten zu können, sind die Schulen auf die Mithilfe der Elternschaft oder anderer interessierter Personen angewiesen.

Aufgaben – was machen Sie bei einem Nebenjob als Kursleiter?

Die Aufgabengebiete hängen naturgemäß stark von dem Kurs bzw. dem Betreuungsangebot ab, dessen Leitung Sie übernommen haben. So können Sie sich in der Hausaufgabenbetreuung und -Hilfe betätigen, aber ebenso eines der frei wählbaren Freizeitangebote betreuen.

Der Kursvielfalt sind dabei kaum Grenzen gesetzt – am wichtigsten ist, dass das Interesse der Schülerschaft an „Ihrem“ Kurs groß genug ist. Unter den musisch-kreativen Bereich fallen Kurse wie Theater, Chor, Kurse für bestimmte Musikinstrumente und Zeichen- oder Töpferkurse. Unter den Sport- und Bewegungsbereich fallen beispielsweise Fußball, Breakdance-, Handball- oder Judokurse. Und nicht zuletzt sind auch Kurse aus dem naturwissenschaftlichen, technischen bzw. handwerklichen Bereich beliebte Nachmittagsangebote der offenen Ganztagsschule.

Arbeitszeiten bei diesem Nebenjob: Wann finden die Kurse statt?

Die Betreuung der Schüler beginnt nach der Schule. Im Anschluss an das Mittagsessen nach Schulschluss folgt die Hausaufgabenbetreuung und -Hilfe. Danach, ab circa 14.30 Uhr beginnen die ersten Kurse. Die meisten Schulen bieten eine Schülerbetreuung bis 16.00 Uhr an – die Kurse selbst dauern 45 bzw. 90 Minuten.

Qualifikationen – was sollten Sie als Betreuer an Schulen können?

Zunächst einmal sollten Sie die Materie, in der Sie als Kursleiter tätig sein möchten, wirklich gut beherrschen. Nicht weniger wichtig ist, dass Sie Spaß am Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben und entsprechend Durchsetzungsvermögen vermögen und konfliktfähig sind. Pädagogische Vorerfahrungen zählen häufig nicht unbedingt zu den Voraussetzungen, vorteilhaft sind sie jedoch allemal.


Manche Arbeitgeber erwarten von Ihnen vor Beginn Ihrer Tätigkeit die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses.

Geld verdienen: Wie wird dieser Nebenjob bezahlt?

Je nach Arbeitgeber erfolgt die Bezahlung unterschiedlich. Teilweise wird auf Minijob-Basis abgerechnet, aber auch eine Bezahlung auf Honorarbasis ist möglich. Wer auf Honorarbasis abrechnet, kann mit einem Stundenverdienst von rund 15 bis 20 Euro pro Stunde rechnen. Es gibt übrigens auch Schulen, die über eine Tagespauschale – zum Beispiel 3,5 Stunden für pauschal 50 Euro – abrechnen.

[noitz name=“Tipp“]Dieser Job kann übrigens in der Regel auch als Übungsleiter über die Übungsleiterpauschale abgerechnet werden. [/notiz]

Wie kommen Sie an den Job als Betreuer?

Wenn Sie mit Ihrem Steckenpferd als Kursleiter an einer offenen Ganztagsschule tätig werden möchten, treten Sie am besten direkt mit den Ganztagsschulen in Ihrer Nähe in Kontakt und fragen Sie dort nach, ob dort Bedarf an den von Ihnen angebotenen Kursen besteht.

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