"Nebenjob" Blut spenden

Blut spenden
Foto: © Engelbogen/PIXELIO

Eine besondere Nebentätigkeit: Gutes tun und dabei Geld verdienen

Diesen Nebenjob dürfte man eigentlich gar nicht als solchen bezeichnen, denn im Vordergrund sollte beim Blutspenden der Gedanke an die gute Tat stehen. Dass Sie beim Spenden von Blut quasi nebenbei Geld verdienen, ist natürlich eine sehr angenehme Begleiterscheinung. Auf diese Weise ist das Blut spenden für so manchen quasi zum Nebenjob geworden.

Was ist eine Blutspende?

Wer Blut spenden möchte, der macht das häufig in Form einer Vollblutspende; seltener als Plasmaspende. Bei der Vollblutspende findet das gesamte Blut (meist sind es circa 500 ml), das dem Spender durch die Vene entnommen wurde, Verwendung. Danach wird das Blut haltbar gemacht und untersucht. Wenn es geeignet ist, werden daraus verschiedene Blutprodukte hergestellt, die in der Blutbank gelagert werden.

Voraussetzungen für die Eignung als Blutspender

Wenn Sie Blut spenden möchten, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen mindestens 18 Jahre und dürfen höchstens 68 (als Erstspender höchstens 60) Jahre alt sein, außerdem müssen Sie gesund sein.

Als Blutspender werden Sie nicht akzeptiert, wenn Sie innerhalb der letzten sechs Monate ein Tattoo oder Piercing bekommen haben, wenn Sie schwanger sind, unter Eisenmangel leiden oder erst kürzlich eine Schutzimpfung bekommen haben.

Wie ist der Ablauf bei einer Blutspende?

Vor der ersten Blutspende finden eine Voruntersuchung statt: Sie werden gründlich ärztlich untersucht. Ihr Herz und Ihre Lunge werden abgehört, Puls, Blutdruck und Körpertemperatur werden gemessen und die Laborwerte Ihres Blutes werden ermittelt. Außerdem müssen Sie einen Fragebogen ausfüllen, in welchem Sie Fragen nach Krankheiten oder Risikofaktoren beantworten.

Wenn nach dieser Voruntersuchung alles in Ordnung ist, kann es los gehen mit dem Blut spenden – doch auch weiterhin wird bei jeder einzelnen Blutspende Ihr Blut auf Infektionserreger überprüft. Sie erhalten also quasi einen kostenlosen Gesundheitscheck – Gutes tun, Geld verdienen und einen Gesundheitscheck inklusive – wenn das nicht ein Nebenjob der besonderen Art ist.

Was Sie bei diesem besonderen Nebenjob beachten sollten

Am Abend vor der Blutspende dürfen Sie keinen Alkohol trinken. Allerdings ist es wichtig, dass Sie genügend Flüssigkeit zu sich genommen haben. Außerdem ist es für Ihren Kreislauf von Vorteil, wenn Sie vor dem Spenden eine (nicht zu fettreiche) Mahlzeit zu sich nehmen.

Wie häufig dürfen Sie Blut spenden?

Vollblutspenden sind nicht so häufig möglich wie eine Plasmaspende. Im Jahr dürfen Sie vier bis sechs Mal Blut spenden. Dies ist zum einen abhängig von Ihrem Geschlecht (Frauen dürfen nicht so häufig spenden wie Männer) und variiert außerdem von Krankenhaus zu Krankenhaus.

Geld verdienen: Ihr Aufwandsentschädigung als Blutspender

Die Höhe der Aufwandsentschädigung hängt davon ab, bei welchem Blutspendedienst bzw. Unternehmen Sie Ihr Blut spenden – zwischen 20 und 25 Euro können Sie pro Spende erhalten. Manche Institutionen (wie beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz) zeigen sich in Form eines Präsentes erkenntlich.

Wo können Sie Blutspender werden?

Gelegenheiten zum Blut spenden gibt es zuhauf. Wenn Sie allerdings für Ihre Spende eine finanzielle Aufwandsentschädigung bekommen möchten, sollten Sie sich vor allem an die Krankenhäuser und Universitätskliniken in Ihrer Nähe wenden. Falls in Ihrer Umgebung Pharma-Unternehmen ansässig sind, lohnt sich auf jeden Fall auch dort eine Nachfrage, ob zur Zeit Blutspender benötigt werden.

Unser Tipp für diejenigen, die im „Nebenjob“ mit ihrem Blut Gutes tun möchten

Wer sich als Spender von Blutplasma betätigt, kann dies bedeutend häufiger machen als ein Vollblutspender – entsprechend mehr Geld können Sie im "Nebenjob" als Blutplasma-Spender bekommen.

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