Leserfrage Bei meinem Hauptarbeitgeber bin ich in Vollzeit beschäftigt. Ich habe nun die Möglichkeit, an den Wochenenden bei einer Tankstelle circa acht Stunden wöchentlich nebenher zu arbeiten. Ich verdiene dabei 9,50 Euro pro Stunde. Ist das ein Minijob mit allen Vorteilen, von denen ich gehört habe oder muss ich mit hohen Abzügen auf meine Nebenbeschäftigung rechnen?

Unsere Antwort

Mit Ihrem nebenberuflichen Einkommen bleiben Sie unterhalb der Verdienstgrenze von 450 Euro monatlich. Damit üben Sie einen so genannten Minijob aus, der steuer- und sozialversicherungsrechtlich besonders günstig behandelt wird.

Ihr zusätzliches Einkommen, das Sie an der der Tankstelle verdienen, können Sie brutto für netto ausgezahlt bekommen, denn die für Ihr Einkommen pauschal anfallenden Steuern in Höhe von 2 Prozent führt Ihr nebenberuflicher Arbeitgeber ab (sofern Sie nicht eine Besteuerung auf Lohnsteuerkarte vereinbart haben, die sich für Sie jedoch steuerlich ungünstig auswirken würde).


Auch bei den Lohnnebenkosten fallen für Sie nur dann (geringe) Abzüge an, wenn Sie sich nicht von den Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Denn einen Großteil der auf Ihr Einkommen anfallenden Lohnnebenkosten trägt Ihr Arbeitgeber: 15 Prozent entfallen auf die Rentenversicherung, 13 Prozent für Krankenversicherungsbeiträge – und auf Sie maximal die Aufstockung des Rentenversicherungsbeitrages bis zum Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung.

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