NEBENJOB ZENTRALE
RATGEBER


​Artikel

So bleibt Ihr Nebenverdienst steuerfrei

Von S. Egger am 11-11-2018
0 Kommentare | 15507 Aufrufe

Frau

 

Wer einen Nebenjob ausübt, möchte möglichst viel vom Verdienst behalten. Hier liest du, wann dein Nebenjob steuerfrei bleibt

Die bestmögliche Variante bei der Besteuerung einer Nebentätigkeit ist natürlich, wenn der Nebenverdienst komplett steuerfrei bleibt. Wer jetzt meint, dass dieser Fall eher die Ausnahme darstellt, liegt falsch. Denn tatsächlich ist es gar nicht so unrealistisch, dass Zusatzverdienste ohne Abzüge ausbezahlt werden.

 

Die klassische Variante, bei der der Nebenverdienst steuerfrei ist: Der Minijob auf 450 Euro Basis

Die meisten Nebenjobber, die ihren Job unselbstständig ausüben (also bei einem Arbeitgeber angestellt sind), machen dies im Rahmen einer sozialversicherungsfreien geringfügigen Beschäftigung - also eines Minijobs. In den allermeisten Fällen wird dieser Minijob nicht unter Vorlage einer Lohnsteuerkarte, sondern pauschal versteuert. Diese Pauschalsteuer liegt bei lediglich zwei Prozent und wird vom Arbeitgeber zusammen mit den pauschalen Sozialversicherungsbeiträgen an die Minijob-Zentrale abgeführt.

Zwar kann der Chef die pauschale Lohnsteuer auf den Minijobber abwälzen, die wenigsten Arbeitgeber machen jedoch Gebrauch von dieser Möglichkeit (wahrscheinlich auch in Anbetracht des geringen Steuerbetrages).

Sofern der Minijob pauschal versteuert wurde, muss er übrigens nicht in der jährlichen Einkommensteuererklärung angegeben werden.

 

Mit der Übungsleiterpauschale sind jedes Jahr 2.400 Euro steuerfreier Zusatzverdienst möglich

Die Bezeichnung Übungsleiterpauschale klingt eigentlich ein wenig altmodisch und einseitig, ganz das Gegenteil ist allerdings der Fall. Denn so eingeschränkt sich diese steuerfreie Pauschale durch ihren Namen zunächst anhören mag: In der Praxis gibt viele Menschen, die ihren Zusatzverdienst auf diese Weise abrechnen können und dies auch machen. Denn es gibt eine Menge Berufsgruppen, die Übungsleiter sind bzw. als solche eingruppiert werden können – und vielleicht kannst auch du als Übungsleiter ein steuerfreies Einkommen erzielen.

Die Voraussetzung für eine Abrechnung über die Übungsleiterpauschale ist, dass du eine gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Nebentätigkeit bei einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft oder bei einer gemeinnützigen Organisation ausübst.

Zusätzlich muss dein Job entweder a) eine pädagogische Ausrichtung haben oder b) Du betreust kranke, alte oder behinderte Personen oder c) Dein Zusatzeinkommen fließt dir durch eine künstlerische Tätigkeit zu.

 

Auch wer als Ehrenamtlicher tätig ist und hierfür bezahlt wird, kann steuerfrei zusätzliches Geld verdienen

Wer zu denjenigen Menschen gehört, die sich ehrenamtlich betätigen, aber nicht pädagogisch, künstlerisch oder betreuend tätig ist, kann unter gewissen Voraussetzungen von der Ehrenamtspauschale profitieren. Der mögliche steuerfreie Nebenverdienst der Ehrenamtspauschale liegt bei 720 Euro pro Jahr. Genau wie als Übungsleiter musst du bei einer öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Körperschaft beschäftigt sein. Von der Ehrenamtspauschale profitieren beispielsweise Platzwarte, Bürohilfen, Vorstände, Jugendwarte und viele andere, die ihre Nebentätigkeit im Rahmen eines bezahlten Ehrenamts ausüben.

 

Selbstständige Nebenverdienste bleiben steuerfrei, wenn sie nach Abzug der Kosten 410 Euro nicht übersteigen

Wer nicht bei einem Arbeitgeber oder einer Institution arbeitet, sondern quasi in Eigenregie etwas Geld nebenbei verdient, darf nach Abzug aller Kosten 410 Euro pro Jahr steuerfrei hinzu verdienen – hierbei handelt es sich um den so genannten Härteausgleich.

 

Einkommen, das unterhalb des Grundfreibetrags liegt, wird nicht besteuert

Sofern du mit deinem gesamten Einkommen nicht mehr als 9.000 Euro (als Lediger, Stand 2018) pro Jahr verdienst, bleibt dein Verdientes steuerfrei, denn in Deutschland werden nur Einkommen besteuert, die oberhalb des so genannten Grundfreibetrags liegen. Für Verheiratete liegt dieser Grundfreibetrag doppelt so hoch bei 18.000 Euro.

 

Unser Tipp: Wer Steuern auf sein Einkommen bezahlt hat, sollte darüber nachdenken, eine Steuererklärung zu machen

Doch längst nicht immer bleibt Einkommen steuerfrei. Wie du dir ganz schnell mit dem Einreichen deiner Steuererklärung mehrere Hundert Euro verdienen kannst, liest du in unserem Artikel 300 Euro (oder sogar mehr) in einer Stunde verdienen? So einfach kann das sein.

Du hast noch nicht den perfekten Nebenjob gefunden. Schau dich in unserer Jobbörse um.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar.


Kommentar hinzufügen

<input type="text" name="website" id="website" value="http://" /><input type="text" name="if" id="if" value="1" class="js-anti-spam-input" />