Verändert sich die Rolle des Lagerarbeiters und was bedeutet das für den Arbeitsmarkt?
Ein großes Lager sah vor 20 Jahren ganz anders aus als heute. Die Mitarbeiter liefen stundenlang durch lange Gänge, um die Produkte zusammenzusuchen, ohne dass ihnen dabei Technologie zur Hilfe stand. Sie zählten den Bestand von Hand und schrieben Bestellungen auf Papier auf. Heute sieht man immer mehr Automatisierung. Roboter, Bildschirme und Systeme. Was macht ein Lagerarbeiter dann noch, und was bedeutet das für die Menschen, die in diesem Bereich tätig sind?
Früher war die Arbeit im Lager vor allem körperliche Arbeit. Man lief den ganzen Tag herum, hob Lasten und suchte Pakete zusammen. Heute dreht sich die Arbeit immer häufiger um die Bedienung und Überwachung von Maschinen. Ein Mitarbeiter hält beispielsweise einen Scanner in der Hand statt eines Kartons. Oder er beobachtet auf einem Bildschirm, ob ein Roboter den richtigen Weg nimmt. Die Arbeit ist körperlich weniger anstrengend, erfordert aber andere Fähigkeiten, wie den Umgang mit Software und das schnelle Lösen kleinerer Probleme.
Einsatz von Automatisierung in Lagern
Ein gutes Beispiel für die Automatisierung in Lagern ist heutzutage ein modernes Fulfillment Center. Dort stehen große Regale mit Tausenden von Produkten. In manchen Zentren gibt es Roboter, die selbständig Bestellungen kommissionieren können. Sie fahren eigenständig zum richtigen Ort, um eine Bestellung vorzubereiten. Das spart den Mitarbeitern viel Zeit. Dennoch bleibt Arbeit für Menschen übrig. Jemand muss die Kontrolle behalten: prüfen, ob die Pakete korrekt sind, sie verpacken, bereitstellen und versenden.
Unternehmen wie Monta zeigen, wie dieser Wandel aussieht. Als Fulfillment-Partner für Online-Shops arbeiten sie mit einer Kombination aus Technik und Menschen, um so die Qualität hoch zu halten. Software sorgt dafür, dass Lagerbestand, Bestellungen und Versand gut aufeinander abgestimmt sind. Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles überprüft und für den Versand vorbereitet wird.
Was bedeutet das für den regionalen Arbeitsmarkt?
Auch für die Region, in der sich ein Lager befindet, ändert sich einiges. Es gibt weniger Arbeitsplätze, bei denen man nur heben und laufen muss. An ihre Stelle treten Tätigkeiten, bei denen man den Umgang mit Technologie erlernen muss, wie beispielsweise die Bedienung eines Lagersystems oder die Wartung von Maschinen.
Für manche Menschen klingt das nach einer schlechten Nachricht, da sie befürchten, ihren Arbeitsplatz an einen Roboter zu verlieren. Das muss jedoch nicht immer der Fall sein. Lager, die automatisieren, wachsen oft sogar schneller, und dieses Wachstum schafft wiederum neue Arbeitsplätze. Man denke beispielsweise an Mitarbeiter, die Maschinen überprüfen, Daten erfassen oder Kundenanfragen beantworten. Der Arbeitsplatz verändert sich also, verschwindet aber nicht.
Arbeiten, die eine Maschine nicht übernehmen kann
Manche Aufgaben bleiben Menschen vorbehalten, auch wenn ein Lager immer intelligenter wird. Dazu gehören beispielsweise die Qualitätskontrolle, die Lösung unerwarteter Probleme oder das sorgfältige Verpacken empfindlicher Produkte. Eine Maschine kann vieles, aber sie kann keine Entscheidungen treffen, die Einfühlungsvermögen oder Erfahrung erfordern. Deshalb werden Menschen weiterhin gebraucht, auch wenn ihre Arbeit heute anders aussieht als noch vor zehn Jahren.