Obwohl wir an Seminaren teilnehmen, in denen wir lernen uns besser zu organisieren, besser zu delegieren und uns selbst besser zu präsentieren, bleibt der gewünschte Erfolg doch oft aus. Dabei liegt es nicht nur am “richtigen” Arbeiten. Denn die besten Tipps, Bücher und Trainings nützen nichts, wenn die Einstellung nicht stimmt. In den meisten Fällen stehen wir uns nämlich selbst im Weg.

Erfolg ist planbar und wird maßgeblich durch unsere Gedanken beeinflusst. Doch allzu häufig geraten sie außer Kontrolle und machen sich selbstständig – wir denken negativ und machen uns Sorgen. Das führt nicht nur zu Frust sondern auch zu Angst – und Angst lähmt. Im schlimmsten Fall lassen sich Betroffene von ihren schlechten Gedanken leiten und werden handlungsunfähig. Dabei ist es so wichtig, über eine realistische, aber positive Einstellung zu verfügen. Positive Gedanken verleihen uns Stärke und bauen uns auf. Negative Gedanken hingegen machen krank. Höchste Zeit also, an der eigenen Einstellung zu arbeiten. Beeinflussen Sie den Inhalt Ihrer Gedanken und kommen Sie dem Erfolg ein Stück näher.

Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihre Gedanken

Haben Sie negative Gedanken? Dann übernehmen Sie die Kontrolle, bevor sie sich immer weiter ausbreiten. Nehmen Sie sich Zeit, um über Ihre Gedanken nachzudenken. Haben Sie tatsächlich Grund zum schwarz sehen oder sind die Dinge vielleicht nicht so schlimm, wie Sie gerade denken? Anstatt sich Ihrem erdachten Schicksal zu ergeben, sollten Sie überlegen, was Sie tun können, um das vermeintliche Unglück abzuwenden. Werden Sie aktiv – Angriff ist noch immer die beste Verteidigung.

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: “Das Unglück, das uns tatsächlich ereilt, ist nur halb so schlimm wie das, was wir erwarten”. Dieser Satz will uns nichts anderes sagen, dass unsere Vorstellungen meist viel schlimmer sind als die Realität selbst. Lassen Sie also nicht zu, dass die Phantasie mit Ihnen durchgeht – zumindest nicht in negativer Hinsicht.

Sie entscheiden selbst, was Sie denken!

Was in Ihrem Kopf vorgeht, entscheiden nur Sie selbst. Doch manchmal haben wir das Gefühl von unseren Gedanken überrollt zu werden. Schnell entsteht das Gefühl, nicht dafür verantwortlich zu sein, wenn Sie negativ denken und Ihnen Negative widerfährt. Weit gefehlt – denn alles, was Ihnen durch den Kopf geht, sind unkontrollierte Gedanken, die Ihnen das Leben unnötig schwer machen.

Ab sofort führen Sie selbst Regie. Setzen Sie sich ganz bewusst mit Ihren Gedanken auseinander. Das ist nicht immer angenehm. Denn sich aktiv mit den eigenen Gedanken zu beschäftigen, heißt auch, Entscheidungen treffen zu müssen, die nicht immer leicht fallen. Doch bedenken Sie: Was Sie geregelt haben, wird Sie nicht weiter belasten und Sie haben Zeit, sich auf andere Dinge zu konzentrieren.

Denken Sie negativ?

Haben Sie sich schon einmal selbst gefragt, ob Sie negativ denken? Wenn nicht, wird es Zeit, sich damit zu beschäftigen…

  • Bauen Ihre Gedanken Sie auf oder sind sie eher selbstzerstörerisch?
  • Wie steht es um Ihre Grundeinstellung? Ist ein Glas für Sie halb voll oder halb leer?
  • Wollen Sie sich selbst entfalten und im Job erfolgreich sein oder machen Sie sich selbst klein?
  • Streben Sie ein starkes Unternehmen, eine erfolgreiche Abteilung an oder tendieren Sie zum herunterwirtschaften?

Viele Menschen verfallen durch ihre schlechten Gedanken Selbstzweifel und Selbstmitleid – “Wer bin ich schon?”, “Was kann ich eigentlich?”, “Es hat ja sowieso alles keinen Sinn!” etc. Jetzt ist es wichtig, etwas zu ändern: Sie können das!

Beeinflussen Sie Ihre Gedanken, hören Sie in sich hinein und verhindern Sie die “Self-fulfilling prophecy”

Verhindern Sie die “Self-fulfilling prophecy”, also die “sich selbst erfüllende Prophezeiung”, indem Sie sich nicht unbewusst so verhalten, dass sich die (ungewollte) Prophezeiung erfüllt. Um Ihre Gedanken transparenter zu machen, bringen Sie alles, was Sie denken, zu Papier. Schreiben Sie einen Tag lang alles auf, was Ihnen durch den Kopf geht – positives sowie negatives. Am Ende des Tages werfen Sie einen Blick auf Ihre Liste und setzen den Rotstift an. Streichen Sie alles durch, was Ihnen unangenehme Empfindungen oder Unbehagen verursacht. Was Sie nicht weiterbringt wird gestrichen. Positive Gedanken, Ziele und Pläne, die Ihnen ein gutes Gefühl vermitteln, markieren Sie farblich. Sie rücken damit in den Vordergrund.

Machen Sie das regelmäßig, werden Sie feststellen, wie Sie mehr und mehr die Kontrolle über Ihre Gedankenerlangen – gute Gedanken stellen sich fast automatisch ein. Schlechte Gedanken stehen häufig in Verbindung mit unangenehmen Aufgaben oder Dingen, vor denen wir uns fürchten. Diese Gedanken zu streichen, löst natürlich nicht unsere Probleme. Wir müssen uns daher aktiv mit unseren Ängsten und Befürchtungen auseinandersetzen und nach Lösungen suchen – natürlich immer realistisch aber positiv denkend. Schließlich ist nichts so schlecht, als dass nicht irgend etwas gutes daran wäre. Und wenn es nur darum geht, dass wir aus den Dingen neue Lehren gezogen haben.

Hören Sie in sich hinein

Jeder von uns steht in einem inneren Monolog mit sich selbst – man horcht eigentlich ständig in sich hinein. Immer, wenn Sie denken, führen Sie diesen Monolog. Und die Art Ihres Denkens ist maßgeblich für Ihre Einstellung zu sich selbst. Denken Sie also nicht schlecht von sich selbst, auch wenn Sie der Meinung sind, sich nicht richtig oder clever genug verhalten zu haben. Vielleicht kennen Sie das geflügelte Wort der “sich selbsterfüllenden Prophezeiung”. Das bedeutet nichts anderes, als das sich Erwartungen tatsächlich erfüllen, wenn man fest genug daran glaubt. Und das gilt für positive wie auch für negative Erwartungen. Wenn Sie also negativ denken, sind negative Erlebnisse die fast zwangsläufige Folge dessen. Wenn Sie also Ihren Monolog mit sich selbst führen, dann machen Sie das mit einer möglichst positiven Grundeinstellung.

 Öffnen Sie die Schranke im Kopf

Wenn unsere Einstellung zur Arbeit nicht stimmt, nützen auch keine Arbeitstechniken, Seminare oder Fortbildungen. Die Meinung, nur wer gestresst und in Hektik ist, könne gut und erfolgreich sein, ist noch immer weit verbreitet. Was nützt da ein Training, das uns vermitteln soll, wie wir uns besser organisieren und Arbeit delegieren?

Der erhoffte Erfolg bleibt auf diese Art und Weise auf der Strecke. Das liegt allerdings nicht an einem schlechten Training. Vielmehr sind wir selbst das Problem und stellen uns selbst ein Bein. Solange sich die Schranke im Kopf nicht öffnet, werden wir auch an unserer Einstellung zur Arbeit nichts ändern. Und das behindert den Erfolg.

Denn wer meint, alle Arbeit selbst machen zu müssen, traut anderen wenig zu und hält seine Arbeit für das einzig Wahre. Und da ist noch etwas: Wer viel arbeitet, hofft Aufmerksamkeit und Anerkennung für den Stress und die Hektik zu ernten. Denn schließlich macht es immer einen guten Eindruck von einem Termin zum nächsten zu hetzen. Das sieht vielleicht sehr wichtig aus; aber können wir auf diese Art dauerhaft erfolgreich sein?

Wer wirklich erfolgreich sein möchte, muss zunächst an seiner Einstellung arbeiten und Schranken öffnen, die den Erfolg nicht hinein lassen würden. Das ist eine schwere Aufgabe. Denn der Selbstsabotage können nur wir selbst ein Ende bereiten. Tun wir das nicht , werden wir immer wieder über unsere eigenen Füße stolpern. Denken Sie einmal darüber nach – denn Erfolg beginnt immer im Kopf!

Lösen Sie sich von dem Gedanken, dass nur Hektiker und Gestresste die Lorbeeren ihrer Arbeit ernten können. Es ist keine Schande, so gut organisiert zu sein, dass kopflose Hektik erst gar nicht aufkommen kann. Außerdem werden Sie auf Dauer viel leistungsfähiger sein, wenn Sie in Ruhe agieren.

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