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Nebenjob als Türsteher bzw. Doorman

Von Nebenjob am 17-09-2009
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Mit Fingerspitzengefühl und Durchsetzungsvermögen


Türsteher ist ein Nebenjob, bei welchem typischerweise das "Neinsagen" bedeutsamer ist als das "Jasagen". Denn die Türsteher vor Discotheken, Nachtclubs, Restaurants oder anderen Gastronomie-Betrieben entscheiden darüber, wer Einlass findet und wer nicht. Wer hineindarf, wird durchgewunken, während diejenigen, die draußen bleiben müssen, dies deutlich gesagt bekommen. Wer allerdings meint, in diesem Job allein durch sein Ego bestehen zu können, der irrt. Denn Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gehören ebenso zum Job wie Durchsetzungsfähigkeit. Dafür spricht auch, dass nicht wenige Frauen als Türsteher tätig sind. Eine nicht ganz so eindimensionale Tätigkeit also, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird dieser Nebenjob auch des Öfteren als "Türkoordiniator" bezeichnet.

Die Aufgabengebiete als Türsteher


Kurz gesagt lässt sich feststellen, dass ein Doorman von Beruf "Neinsager" ist, denn er entscheidet darüber, wer mitfeiern darf und wer nicht. Zum Job der Türsteher gehört es, Personen abzuweisen, die nach Meinung ihres Arbeitgebers nicht in dessen Zielgruppe passen. Wichtige Entscheidungskriterien sind dabei beispielsweise der Alkoholpegel der Besucher, ihr Aussehen, die Kleidung, unter Umständen ihr Alter oder auch deren Umgangsformen. Wer beispielsweise bereits an der Tür aggressiv auftritt, hat normalerweise kaum ein Chance, Einlass zu finden.

Allerdings liegen die Gründe für ein "Nein" nicht immer nur an den Partygängern selbst. Gründe für einen Nicht-Einlass sind zum Beispiel auch, wenn die Veranstaltung überfüllt ist oder wenn bereits zu viele männliche Gäste auf der Veranstaltung sind und dies ausgeglichen werden soll, indem Frauen bevorzugt Einlass finden.

Außerdem ist es Aufgabe der Türsteher dafür zu sorgen, dass die Gäste bestimmte Gegenstände wie beispielsweise Waffen oder eigene Getränke nicht mit auf die Veranstaltung nehmen. Dennoch darf der Türsteher niemanden dazu zwingen, sich durchsuchen zu lassen – wer das nicht will, muss sich nicht durchsuchen lassen. Allerdings wird einem Gast, der eine solche Bitte ablehnt, wohl der Zutritt verweigert werden.

Voraussetzungen: Was sollten Sie können, um einen Nebenjob als Türsteher zu bekommen?


Wie bereits eingangs beschrieben: Nicht nur Durchsetzungsvermögen, sondern auch Diplomatie, Menschenkenntnis und Bauchgefühl sind gefragt. Da Sie 100 Prozent Ihrer Arbeitszeit mit anderen Menschen verbringen, sollten Sie gern mit anderen umgehen. Außerdem ist wichtig, dass Sie ein seriöses und gepflegtes Auftreten haben.

Nicht alle derjenigen, denen Sie den Zutritt verwehren, werden das wortlos hinnehmen. Seien Sie sich dessen bewusst und stellen Sie sich darauf ein, dass enttäuschte Partygänger Sie bedrängen oder sogar anpöbeln könnten. Sie  sollten in der Lage sein, die Reaktionen derer, die Sie abweisen, gefasst hinzunehmen und eine Eskalation zu vermeiden. Auch wenn die Situation einmal hitzig wird, müssen Sie einen kühlen Kopf bewahren.

Wenn Sie selbstständig tätig sind oder für einen Sicherheitsdienst arbeiten, müssen Sie außerdem nachweisen, dass Sie die so genannte Sachkundeprüfung laut § 34a der Gewerbeordnung absolviert haben.

Die Arbeitszeiten als Türsteher


Die Arbeitszeiten sind verschieden und insbesondere abhängig von der Art der Location und deren Lage. Naturgemäß werden Sie aber vornehmlich am Wochenende und dann in den Nachtstunden ab circa 21 Uhr bis in den frühen Morgen arbeiten.

Was können Sie bei diesem Nebenjob verdienen?


Die Verdienstmöglichkeiten sind ebenso unterschiedlich wie die potentiellen Arbeitgeber – ab sieben Euro pro Stunde bis zu 15 Euro können Sie verdienen – wobei es sicherlich auch Szene-Türsteher gibt, die ein Vielfaches dessen verdienen.

Wie kommen Sie an den Job als Türsteher?


Um einen Nebenjob als Türsteher zu bekommen, ist Eigeninitiative gefragt. Ein Anlaufpunkt sind sicherlich die Gastronomie-Betriebe selbst – wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, kann eine Nachfrage direkt vor Ort zum Erfolg führen. Allerdings werden diese Jobs auch oftmals über Beziehungen vergeben – je exklusiver die Location, desto höher werden auch die Zugangsvoraussetzungen sein.

Ein weiterer möglicher Arbeitgeber sind private Wach- und Sicherheitsdienste, denn teilweise werden auch diese mit der Gästekoordination an Eingängen beauftragt.

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