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Geld verdienen als Schüler: So geht’s auch ohne Nebenjob

Von E. Bröckl am 24-10-2018
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Frau sitzt an einem Tisch und arbeitet mit einem Computer

Du gehst noch zur Schule? Mit diesen 11 Möglichkeiten kannst du auch als Schüler Geld verdienen

Die Frage, wie sich neben der Schule Geld verdienen lässt, ist für viele Schüler eine der schwierigsten Fragen überhaupt. Denn viele Jugendliche, die ihr Taschengeld mit einem Nebenjob aufbessern möchten, haben Probleme damit, einen solchen zu finden. Und je jünger man ist, desto schwieriger gestaltet sich die Suche: Gerade Teenager, die erst 13, 14 oder 15 Jahre alt sind, haben die größten Probleme bei der Suche nach einem Arbeitgeber, der bereit ist, sie als Aushilfe einzustellen.

Früher oder später macht jeder Teenager die Erfahrung, dass das Leben auch in jungen Jahren schon ganz schön teuer sein kann. Ob für Süßigkeiten, Unternehmungen mit Freunden, PC-Spiele und Zubehör usw. – die Möglichkeiten, Geld auszugeben, sind schier unendlich und das Taschengeld reicht hinten und vorne nicht aus. Zugegeben: Die Gelegenheiten, mit denen du als Schüler Geld verdienen kannst, sind nicht sehr üppig gesät, unter anderem liegt dies an den gesetzlichen Vorschriften, mit denen Jugendliche bei der Arbeit geschützt werden sollen.

Wie wir auch in unserem Artikel Nebenjob ab 16 Jahren: Geld verdienen als Schüler beschrieben haben, setzen viele Arbeitgeber das Mindestalter für Jugendliche, die bei ihnen arbeiten dürfen, bei 16 Jahren an.

Trotzdem gibt es bewährte, zeitlich flexible und mit dem Jugendarbeitsschutzgesetz vereinbare Möglichkeiten, um als jüngerer Schüler Geld zu verdienen. Für keinen der Schülerjobs, die wir hier zusammengestellt haben, musst du einen Arbeitgeber finden: All diese Nebenverdienste lassen sich in Eigenregie, also quasi wie ein eigenes kleines Unternehmen, in Angriff nehmen.

 

Mit Nachbarschaftshilfe das Taschengeld aufbessern

Wer Nachbarn hat, findet bei ihnen auch eine potentiellen Nebenverdienst-Quelle. Die Methode, Nachbarn seine tatkräftige Unterstützung gegen Zahlung einer Vergütung anzubieten, hat sich bereits vielfach bewährt und wird von vielen Schülern zum Geld verdienen genutzt.

Es gibt ganz unterschiedliche Aufgaben, die Teenager in der Nachbarschaft übernehmen können. Beispielsweise kannst du anbieten, Einkäufe zu erledigen, den Rasen  zu mähen, im Winter Schnee zu schaufeln, Altpapier und Einwegflaschen bei den Sammelplätzen entsorgen, Mülltonnen an die Straße zu bringen, Unkraut zu jäten oder generell bei anfallenden Gartenarbeiten, besonders im Frühjahr oder Herbst, zu helfen etc.

Gerade ältere Menschen greifen gern auf die Unterstützung von Jugendlichen zurück – und das geschieht keinesfalls unbezahlt und quasi ehrenamtlich. Wenn du zusätzlich zur Erledigung des Auftrags noch das eine oder andere Wort mit deinen „Auftraggebern“ wechselt, kommt dieses zwischenmenschliche Miteinander meistens sehr gut an. So kannst du Pluspunkte sammeln und damit leichter an Folgeaufträge kommen. Wenn du Glück hast, wird deine Herzlichkeit auch mit dem ein oder anderen zusätzlichen Euro belohnt.

Solche Auftragsarbeiten neben der Schule lassen sich auf verschiedene Arten abrechnen: Entweder du kalkulierst einen Preis pro Erledigung (zum Beispiel für ein Mal Rasenmähen, ein Mal Schnee schaufeln, ein Mal Einkaufen etc.). Alternativ dazu lässt sich auch ein „Dauerauftrag“ einrichten und das Geld wird dann beispielsweise wöchentlich ausgezahlt. Diese Abrechnungsmethode bietet sich besonders dann an, wenn deine längerfristige Unterstützung gefragt ist.

 

Der Klassiker beim Geld verdienen für Schüler: Als Babysitter bzw. mit Kinderbetreuung

Babysitten ist ein Klassiker unter den Möglichkeiten, wie auch Schüler Geld verdienen können. Dieser Minijob ist auch schon für Teens ab 13 Jahren möglich, allerdings ist Verantwortungsbewusstsein das A und O für einen Babysitter. Die Bezahlung kann je nach Region, eigenem Alter und dem Alter der Kinder, die man betreut, sehr unterschiedlich ausfallen. Um Eltern zu finden, die einen Babysitter suchen, bieten sich Aushänge am Schwarzen Brett oder das Auslegen von Handzetteln in Kindergärten, Supermärkten etc. an. Wenn man sich als Babysitter bewährt hat, wird sich das sicher auch herumsprechen und die Mundpropaganda für weitere Betreuungskinder sorgen. Außerdem gibt es im Internet Babysitter-Börsen, in denen man sich als Babysitter kostenlos eintragen kann.

Tipp: Zu diesen kostenlosen Online-Babysitter-Börsen zählen beispielsweise die Webseiten Betreut.de oder ErsteKinderbetreuung.de.

Weitere Infos und den Link zu den Babysitter-Börsen im Artikel Nebenjob als Babysitter.

 

Dieser Schülerjob kann richtig Spaß bringen: Gassi gehen oder Tiersitting

Wer Tiere liebt, wird es wahrscheinlich gar nicht als Arbeit empfinden, Hunde auszuführen und dafür Geld zu bekommen. Diese kleine Nebenbeschäftigung macht nämlich vielen Jugendlichen richtig viel Spaß: Hunden die Gelegenheit geben, sich auszulaufen und zu spielen. Allerdings solltest du daran denken, dass die Hunde auch Auslauf brauchen, wenn das Wetter einmal nicht so gut sein sollte.

Eine ähnliche Aufgabe wie das Gassi gehen ist es, wenn du Tiere wie Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und andere Kleintiere versorgt, wenn die Besitzer im Urlaub sind.

Tipp: Es gibt Betreuungsbörsen, bei denen sich Tiersitter kostenlos anmelden können. Zu diesen Vermittlungsportalen zählt beispielsweise Betreut.de

Viele weitere Infos zu diesem Minijob gibt's im Nebenjob-Tipp Dogwalking / Gassi gehen.

Ein Mädchen macht Hausaufgaben

Geld verdienen mit Nachhilfe oder mit Hausaufgabenhilfe

Auch sehr bewährt ist der Zusatzverdienst mit Nachhilfe. Dieser Schülerjob bietet sich für all diejenigen Schüler an, die selbst schon etwas älter sind und gute Schulleistungen vorweisen können. Das Geld, das du so als Schüler verdienen kannst, hängt zum einen vom Nachhilfe Fach ab, das du anbietest (gibt es viele Nachhilfeschüler, die in diesem Fach Hilfe benötigen?), von deinem Alter, von deiner eigenen Klassenstufe bzw. dem Schulsystem, das du besuchst und nicht zuletzt von der Region, in der du wohnst, denn auch hier gibt es Unterschiede bei der Bezahlung.

Wer sich nicht auf ein bestimmtes Fach spezialisieren möchte, in dem er Nachhilfe gibt, kann sich auch als Hausaufgabenhilfe betätigen. Wenn du im Allgemeinen gut in der Schule bist, könnt Ihr beispielsweise Grundschülern bei den Hausaufgaben helfen. Denn es gibt immer mehr Eltern, die berufstätig sind und abends nur schlecht die Zeit finden, neben Essen Kochen, Wäsche Waschen, Bügeln etc. noch die Hausaufgaben ihres Nachwuchses zu kontrollieren. Wichtig ist allerdings, dass du sehr verantwortungsvoll mit deiner Aufgabe umgehst und das du deinem Schützling weiterhelfen kannst.

Mehr Infos zum Geld verdienen mit Nachhilfe: Nebenjob als Nachhilfelehrer.

 

Mit der Beantwortung von Umfragen könnt Ihr Euer Taschengeld am PC aufbessern

Bei diesem Nebenjob ist deine Meinung gefragt: Marktforschungsinstitute interessieren sich nämlich nicht nur für die Ansichten Erwachsener, auch Jugendliche stehen oft im Fokus von Befragungen. Bei einigen Umfragepanels können sich entsprechend auch bereits junge Menschen ab 14 Jahren (bei manchen sogar ab 12 Jahren) anmelden.

Eine Auflistung von seriösen Umfrageinstituten (und das Mindestalter für das Mitmachen) findest du in unserem Artikel Geld verdienen mit Online-Umfragen oder als Produkttester.

 

Der Zusatzverdienst mit dem Handy: Wie Ihr mit dem Anschauen von Werbung oder mit kleinen Handy-Jobs Geld verdienen könnt

Es liegt absolut im Trend, mit dem Handy Geld zu verdienen, beispielsweise indem du mit Apps wie Streetsport, Appjobber oder ShopScout kleine, bezahlte Aufgaben zwischendurch und vielleicht auch von unterwegs aus erledigst. Allerdings sind diese Verdienstmöglichkeiten in der Regel erst für Jugendliche ab 18 Jahren möglich.

Auch bei TVSmiles kannst du mitmachen, selbst wenn du noch minderjährig bist: Mit dieser App könnt Ihr Werbepausen im Fernsehen nutzen, um Prämien zu sammeln. Denn passend zu den Werbespots werden dir kleine Spiele gezeigt und wenn du dort mitmachst, bekommst du TVSmiles. Deine so erspielten TVSmiles kannst du sammeln und später gegen Gutscheine von zum Beispiel H&M oder Zalando eintauschen.

 

Gebrauchtes verkaufen: Schnell zwischendurch Geld verdienen - online oder offline

Selbst wenn du dir nicht vorstellen kannst, dass du Dinge hast, die andere Menschen kaufen könnten: Es lohnt sich, den eigenen Kleiderschrank, (und vielleicht auch – mit Erlaubnis – den anderer Familienmitglieder), den Keller und den Dachboden nach Gegenständen zu durchforsten. Wahrscheinlich wirst du viel mehr finden, als du gedacht hast.

Natürlich kannst du  mit all diesen Dingen auf den Flohmarkt gehen, um sie dort an dem Mann zu bringen. Aber zusätzlich gibt es mittlerweile eine Menge von Möglichkeiten, um sie bequem online zu verkaufen. Bei eBay, das ist bekannt, lässt sich quasi alles verkaufen. Wer seine Sachen über sein Handy verkaufen möchte, kann das mittlerweile auch machen: Hierfür gibt es mobile Flohmarkt Apps wie beispielsweise die eBay Kleinanzeigen App. Wer PC-Spiele, Konsolen, Elektronik, Handys, Bücher und DVDs lieber zum Festpreis verkaufen möchte, kann das im Internet auf verschiedenen Gebrauchtkauf-Plattformen machen.

Gebrauchte Textilien, Taschen und Schuhe, die vielleicht nicht mehr ganz top, aber zu schade für den Container sind, kannst du im Internet gleich in einem Schwung zu einem Festpreis verkaufen, beispielsweise über das Gebrauchtkauf-Portal Momox.

Wenn du dich erst einmal auskennst, kannst du anderen (zum Beispiel Verwandten, befreundeten Familien, Nachbarn etc.) anbieten, den Verkauf ihrer gebrauchten Dinge in die Hand zu nehmen und damit Geld verdienen – denn vielleicht sind beide Seiten zufrieden, wenn der Verdienst geteilt wird?

 

Beim Thema Jugendschutz sind Schüler als Testkäufer gefragt

Klar: Als Testkäufer, die bei der Überprüfung helfen, ob die Jugendschutzregeln im Einzelhandel, in Discos und auf Veranstaltungen, in Gaststätten oder Spielotheken oder an Tankstellen eingehalten werden, sind Jugendliche geradezu prädestiniert. Ob 15, 16, 17 Jahre alte oder auch volljährige Jugendschutz-Tester eingesetzt werden, entscheidet die Testkauf-Agentur und das jeweilige Projekt.

Mehr Infos im Als Schüler Testkäufer werden: So geht Geld verdienen schon ab 15 Jahren.

Jemand hält ein Handy in der Hand

Slidejoy

Die Bewertungen für die App im Google Play Store sprechen eine deutliche Sprache, denn viele User vergeben vier oder fünf Sterne. Eigentlich auch kein Wunder, denn wer die App Slidejoy auf seinem Handy installiert, verdient ein paar Euros nebenbei, ganz einfach indem er das macht, was er ohnehin mehrere Male am Tag macht: Nämlich sein Handy zu entsperren.

Das klingt vielleicht zunächst einmal ein wenig ungewöhnlich. Stimmt aber trotzdem: Nutzer der App werden dafür belohnt, dass sie über ihren Sperrbildschirm wischen. Anschließend wird eine Werbung angezeigt, mit der du frei verfahren kannst, wie du möchtest: Du kannst die Werbung beachten und darauf reagieren oder aber du lässt die Werbung ganz einfach mit einem Wisch verschwinden. Egal, was du machst - Geld verdienst du trotzdem. Nicht schlecht, oder?

Mehr Infos zur App liest du in unserem Artikel Die App Slidejoy macht's möglich: Geld verdienen mit einem Wisch.

 

Mitarbeit im Sportverein: Als bezahlte Unterstützung für die Trainer

Neben der Schule betreiben viele Jugendliche aktiv Sport – und das meist sogar schon von Kindesbeinen an. Oft reicht ein Trainer für die Gruppengröße der Nachwuchs-Fußballer, -Handballer, -Volleyballer und anderer Sportmannschaften nicht aus, aber zwei gut bezahlte Trainer sind für viele Sportvereine schon zu viel des Guten. Wer den Trainer als jugendlicher Co-Trainer unterstützt, kann damit als Schüler bares Geld verdienen. Denn auch dieser ehrenamtliche Einsatz wird von den meisten Sportvereinen finanziell belohnt.

 

Besonders Schüler sind als Trendscouts sehr gefragt

Jugendliche sind eine wichtige demografische Zielgruppe. Wer ein sicheres Gespür für Trends hat und außerdem in der Lage ist, sich eine eigene Meinung zu bilden (und diese auch zu äußern), könnte sich als Trendscout für Agenturen betätigen und so als Schüler Geld verdienen. Du beurteilst Anzeigenkampagnen, die speziell auf Jugendliche ausgerichtet sind oder führst Gruppendiskussionen in so genannten Fokusgruppen. Das wird ausgesprochen gut bezahlt – mit zwischen 30 und 60 Euro werden Trendscouts teilweise bezahlt. Der Wermutstropfen an diesem Schülerjob: Es gibt nicht viele dieser Jobs und außerdem sind sie heiß begehrt.

Mehr Infos im Nebenjob-Tipp Trendscout

 

Unsere Zusatztipps, die dir beim Geld verdienen helfen werden:

Zuletzt noch vier Tipps, die du dir zu Herzen nehmen solltest, wenn du dir als Schüler etwas nebenbei verdienen möchtest.

  • Wer noch minderjährig ist (besonders die unter 16-Jährigen), hat es nicht besonders leicht, einen Aushilfsjob in einem Unternehmen zu finden. Also solltet du dich darauf konzentrieren, nicht mit nur einer einzigen Beschäftigung Geld zu verdienen, sondern verschiedene Dinge zu machen, die einen Zusatzverdienst einbringen können: Geld läppert sich zusammen. Viele kleinere Beschäftigungen bringen oftmals sogar genauso viel Geld ein wie ein einziger Nebenjob – zwar ist es unter Umständen anstrengender, sich mit mehreren Dinge gleichzeitig zu beschäftigen, oft ist bist du aber auch zeitlich viel flexibler, als wenn du nur von einem Arbeitgeber abhängig bist.

 

  • Vernachlässig nie die Schule, wenn du nebenbei arbeitest, denn dein Schulabschluss ist für dein gesamtes Leben wichtiger als eine Nebentätigkeit, die du heute ausübst.

 

  • Mache Werbung für dich selbst: Lege Zettel aus und mache Aushänge, wenn du beispielsweise als Babysitter, als Nachbarschaftshelfer oder mit Nachhilfe Geld verdienen möchtest. Vielleicht kannst du die Handzettel auch persönlich in der Nachbarschaft verteilen und so direkt einen bleibenden positiven Eindruck machen.

 

  • Bei jeder Art von Nebenverdienst, bei der du mit Menschen zu tun hast, solltest du dich auch äußerlich bemühen, einen guten Eindruck zu hinterlassen (vergiss nicht, dass du auch häufig mit Erwachsenen in Kontakt kommen wirst, die offensive Piercings, Frisuren oder Kleidung nicht verstehen).

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