NEBENJOB ZENTRALE RATGEBER

Der Nebenjob in der Sicherheitsbranche eröffnet Türe und Tore zu einem abwechslungsreichen Berufszweig. Oftmals wird angenommen, dass die Sicherheitsbranche lediglich aus dem Wachschutz besteht, der sich um Gebäude oder Gelände kümmert, was jedoch nicht vollkommen korrekt ist. Der Berufszweig beinhaltet zahlreiche Aufgaben rund um das Thema Sicherheit.

 

Sicherheitsgewerbe - die Struktur der Berufswahl

Wer sich einen Beruf im Sicherheitsgewerbe wünscht, sollte die Komplexität der umfassenden Berufsgruppen kennen. Der Begriff Sicherheitsdienst ist lediglich einen Sammelbegriff für Dienstleistungen aus dem Bereich Bewachung, Objektschutz, Personenschutz, Schutz bei Veranstaltungen und der Kontrolle von Gewerben und Unternehmen. Zusätzlich bezieht sich der Sicherheitsdienst auf die Aufgabe, Personen und Gepäck am Flughafen oder an Bahnhöfen zu kontrollieren. Wer sich für den Berufswunsch äußert und einen Nebenjob im Sicherheitsgewerbe anstrebt, muss sich also zwischen den zahlreichen Berufsmöglichkeiten entscheiden.

Nebenjob im Sicherheitsgewerbe

 

Nebenjob im Sicherheitsgewerbe - die Anforderungen an alle Bewerber

Neben körperlichen Voraussetzungen, die vor allem eine gute Gesundheit und Fitness mit sich bringen, sind verschiedene fachkundige Gegebenheiten zu berücksichtigen. Wer einen Nebenjob in diesem Berufszweig ausüben möchte, kann sich auch ohne eine vorherige Ausbildung bewerben. Um diesen Weg zu gehen, muss die Sachkundeprüfung 34a erfolgen. Was ist die Sachkundeprüfung 34a? Hierbei handelt es sich um eine Weiterbildung mit anschließender Sachkundeprüfung. 

Welche Schwerpunkte besitzt die Sachkundeprüfung für den Sicherheitsdienst?

Die Prüfung soll das Wissen zu verschiedenen Themenbereichen des Sicherheitsbereiches abfragen. Zusätzlich werden die Prüfungsteilnehmer im Umgang mit Menschen und der Gefahrenabwehr geprüft. Grundlage für diese Sachkundeprüfung ist der §4 der Bewachungsverordnung. 

Die unterschiedlich gewichteten Themenschwerpunkte, die im Rahmen der Prüfung zum Sicherheitsdienstmitarbeiter auftauchen können, sind:

  • Unfallverhütungsvorschriften
  • Grundzüge der Sicherheitstechnik
  • Strafverfahrensrecht, Strafrecht
  • Gewerberecht und Recht der öffentlichen Sicherheit

Weitere Voraussetzungen, um in diesem Berufsfeld einen Nebenjob zu bekommen, beziehen sich auf ein unauffälliges polizeiliches Führungszeugnis. Zum Schluss muss eine psychische Gesundheit bescheinigt werden. Unternehmen im Sicherheitsgewerbe stellen zusätzliche Anforderungen an ihre Bewerber, die unter anderem die Mobilität der Person einbeziehen. Demnach muss der Bewerber einen Führerschein vorweisen können.

 

Aufgaben eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiters

Die Aufgaben eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiters sind recht unterschiedlich und können je nach Arbeitgeber variieren. Unterscheiden muss man die verschiedenen Aufgabenbereiche, zu denen der Personenschutz, der Veranstaltungsschutz, der Objektschutz oder der Sicherheitskurierdienst gehören. 

Durch die verschiedenen Aufgabenbereiche sind auch die Anforderungen an die Person unterschiedlich zu bewerten. Wer im Personenschutz tätig sein möchte, muss nicht nur körperlich präsent sein, sondern er hat die Aufgabe für das Wohlergehen der Person zu sorgen. Beim Objektschutz ist die Aufgabe, die Gebäude zu inspizieren und auf ungewöhnliche Ereignisse mit einer Präsenz oder dem Anruf bei der Polizei zu reagieren. 

Ein Nebenjob beim Veranstaltungsschutz hingegen sieht vor, dass vor allem größere Veranstaltungen mit Einlasskontrollen und Sicherheitskontrollen bewacht werden. Der Nebenjob im Sicherheitsgewerbe kann überall dort erfolgen, wo etwas bewacht oder überwacht werden muss. Das kann ein Unternehmen sein, aber auch ein Krankenhaus, eine Kaserne, ein Unternehmen, eine Diskothek oder auch einfach eine Sportveranstaltung.

Um diese Aufgaben abdecken zu können, greifen Unternehmen im Sicherheitsgewerbe nicht nur zum aktiven Schutz durch Personen, sondern auch die Bildschirmüberwachung kann zu den Aufgaben eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiters gehören. 

 

Welches Gehalt kann im Nebenjob angestrebt werden?

Die Gehaltsvorstellungen gehen durch strukturelle Grundlagen stark auseinander. Es kommt auf das Bundesland und die Region an, in der man angestellt ist. Dadurch können sich nur Schätzwerte ergeben, die als Richtlinie zu sehen sind. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes kann in Vollzeit ein Gehalt von rund 35.000 Euro im Jahr erhalten. Das ergibt einen Bruttolohn von 2900 Euro im Durchschnitt. Die Untergrenze für die Festanstellung in Vollzeit liegt bei 29.800 Euro im Jahr. Die Obergrenze wiederum wird auf 44.000 Euro im Jahr eingeschätzt. 

Wer sich diese Zahlen genauer ansieht muss jedoch berücksichtigen, dass ein Sicherheitsmitarbeiter in Berlin vermutlich weniger verdienen wird als in München. Der Grund hierfür sind die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen der Bundesländer. 

Als Sicherheitsmitarbeiter kann es zu Sonntags, -Feiertags,-- und Nachtarbeit kommen. Dadurch sind Bezüge zusätzlich in das Gehalt einzurechnen. 

Der Verdienst in einem Nebenjob ist durch verschiedene Gesetze bestimmt. So darf ein Berufstätiger oder eine Berufstätige bis zu 450 Euro im Monat zusätzlich verdienen, ohne dafür Steuern und Sozialabgaben entrichten zu müssen. Der Gesamtverdienst darf die Grenze von 5400 Euro im Jahr nicht überschreiten. Einmalige Zahlungen von Weihnachtsgeldern oder Urlaubsgeld zählen mit in die Gesamtsumme. Zuschläge oder Zuschüsse, die durch Sonntagsarbeit oder Feiertagstätigkeiten anfallen, zählen nicht mit in die Berechnung. 

 

Wie viele Stunden darf man im Nebenjob arbeiten

Wer einer Vollzeitbeschäftigung von 5 mal 8 Stunden in der Woche nachgeht, kann zusätzlich bis zu 8 Stunden in der Woche einen Nebenjob ausüben. Die Regelstundenzahl pro Woche liegt bei 48 Stunden, die nicht überschritten werden darf. Zu beachten gilt, dass die Pausenzeiten und Ruhezeiten weiterhin einzuhalten sind. Das bezieht sich vor allem auf die 11 Stunden lange Ruhezeit zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn.

Wer also eine normale Arbeitswoche von 5 mal 8 Stunden ausübt, kann an dem Samstag eine Regelarbeitszeit von 8 Stunden aufnehmen oder alternativ diese Arbeitszeit auf Samstag und Sonntag aufteilen. 

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass ein Nebenjob im Sicherheitsgewerbe nur mit einer Sachkundeprüfung erfolgen kann. Zusätzlich ist ein Höchstverdienst von 450 Euro pro Monat möglich, wobei die Arbeitszeit in der Woche zusammengefasst nicht mehr als 48 Stunden betragen darf. Passende Jobs lassen sich zum Beispiel in der Nebenjob Zentrale finden.

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