NEBENJOB ZENTRALE RATGEBER

Bei der Suche nach einem Job musst du viele persönliche Daten von dir preisgeben, denn viele Unternehmen nutzen inzwischen Online-Bewerbungsportale. Deshalb ist die Cybersicherheit ein wichtiges Thema, das du bei der Stellensuche nicht vergessen solltest.

In diesem Artikel erfährst du, wie dir unter anderem starke Passwörter und ein VPN-Dienst helfen, deine Privatsphäre und Daten zu sichern.

1. Verwende starke Passwörter 

Wenn du dich online über Job- oder Bewerbungsportale bewirbst, legst du in der Regel ein Benutzerkonto an. Auch wenn es dir umständlich erscheint, neben Social Media, E-Mail und Online-Shops, ein weiteres Passwort zu deiner Liste an Zugangsdaten zu merken solltest du dabei nicht nachlässig sein. Du hinterlässt in diesen Portalen sensible Daten wie Adresse, Sozialversicherungsdaten und Bankverbindungen. Die beliebten, aber mehr als unsicheren Passwörter „passwort“ oder „123456“ solltest du unter keinen Umständen verwenden.

Hacker können diese Passwörter in wenigen Sekunden knacken. Je länger und komplexer die Passwörter sind, umso mehr Zeit benötigt ein Cyberkrimineller und umso unbeliebter wirst du als Angriffsziel. Verwende außerdem nicht dasselbe Passwort für mehrere Konten. Doch die wenigsten Menschen werden sich individuelle und komplexe Passwörter für dutzende Portale und Accounts merken können. Ein Passwort-Manager kann hier Abhilfe schaffen. Mit dessen Hilfe lassen sich starke und individuelle Passwörter erstellen, die du zentral in einem virtuellen Safe speichern kannst. Das einzige Passwort, das du dann noch benötigst, ist jenes für den Safe selbst. 

Der Passwort-Manager trägt online deine Zugangsdaten automatisch ein. Bei den meisten Anbietern kannst du den Dienst für mehrere Geräte nutzen. Achte darauf, einen vertrauenswürdigen Dienst zu wählen, immerhin gibst du sehr viele sensible Daten von dir in dessen Hände.

gläsener Kunde

2. Achte auf deine Profile in den sozialen Medien

Wenn du dich bewirbst, kann der potenzielle Arbeitgeber vorab eine Online-Recherche nach dir durchführen. Darüber gelangt er vielleicht auf ein Profil von dir in den sozialen Medien. Viele pflegen ihr XING- oder Linkedin-Profil für berufliche Zwecke, vergessen dabei aber Facebook, Instagram oder andere Konten. Jobkiller können zum Beispiel Partyfotos, Rechtschreibfehler oder Hinweise auf einen übermäßigen Alkoholkonsum sein, die ein schlechtes Bild auf den Bewerber oder die Bewerberin werfen. Wenn du das vermeiden möchtest, solltest du solche Fotos und Hinweise nicht veröffentlichen.

Es empfiehlt sich, Konten in sozialen Medien so einzustellen, dass dein Profil nur für deine Freunde sichtbar ist und nicht für andere User. Zudem sollte es nicht mit Google oder einer anderen Suchmaschine gefunden werden. Selbst wenn du versuchst, dein Facebook-Profil möglichst kreativ und clever zu gestalten, kann das ein schmaler Grat sein und Arbeitgeber können das als plumpe Selbstdarstellung verstehen. Dadurch kann deine Glaubwürdigkeit schnell Schaden nehmen.

3. VPN-Dienst in öffentlichen WLAN-Netzen

Vielleicht nutzt du öffentliche WLAN-Netze in Cafés, Bahnhöfen oder anderswo, um von unterwegs aus deine Bewerbungen zu schreiben und zu verwalten. Das ist praktisch, aber auch mit gewissen Risiken verbunden. Denn diese Netzwerke sind oft nicht gut gesichert, und Anbieter pflegen diese mehr oder weniger gut. 

Cyberkriminelle benötigen keine Expertenkenntnisse, um deine Daten abzugreifen, wenn sie sich im selben Netz befinden. Sie können deine E-Mails mitlesen, deine Bankdaten stehlen oder allgemein sehen, welche Seiten du besuchst.

Ein VPN (Virtuelles privates Netzwerk) sichert deine Daten – nicht nur in öffentlichen WLAN-Netzen. Wenn du dich mit einem VPN-Server verbindest (die meisten VPN-Anbieter haben Server auf der ganzen Welt verteilt), sendest du deine Informationen zunächst verschlüsselt an den Server, und sie bleiben vor neugierigen Blicken geschützt. Eine Entschlüsselung erfolgt erst am VPN-Server, der die Daten weiter an das Ziel sendet. Hacker haben dadurch keine Chance, an deine Daten zu kommen. Oftmals sind die VPNs geräteübergreifend verfügbar, das heißt du kannst gleichzeitig deinen Laptop, dein Smartphone und dein Tablet schützen.

Internetcafe

4. Vorsicht vor Phishing-Versuchen

Phishing ist älter als das Internet (denke nur an den bekannten „Enkel-Trick“). Online kann es verschiedene Formen annehmen. Eine Variante ist die gefälschte E-Mail, die wiederum auf gefälschte Webseiten führt. Du könntest zum Beispiel eine vermeintliche E-Mail von Unternehmen X bekommen, bei dem du dich vor kurzem beworben hast. In dieser Mail wirst du aufgefordert, erneut deine Login-Daten zu bestätigen. Der Link in dieser E-Mail führt zu einer Webseite, die der Originalseite zum Verwechseln ähnlich sieht (die Fälschungen werden immer besser). Dort sollst du deine Zugangsdaten eingeben. Wenn du das tust, gehen die Daten direkt an den Hacker, ohne dass du etwas davon mitbekommst.

Das war nur ein Beispiel; lukrativer sind für Cyberkriminelle Bankdaten oder PayPal-Informationen. 

Fazit:

Um deine persönliche Daten im Netz zu schützen, solltest du immer auf der Hut sein und E-Mails und Webseiten auf ihre Echtheit prüfen.

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