NEBENJOB ZENTRALE RATGEBER

Heimarbeit und seriös - geht das überhaupt? Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn hier gibt es viele dubiose Anbieter und jede Menge Pfusch. Hast du dich schon mal nach Heimarbeit umgesehen und Angebote bekommen, für die du Kugelschreiber zusammenbauen oder Wundertüten füllen sollst? Hörte sich ja erstmal nicht schlecht an, doch dann wurdest du zur Kasse gebeten? Spätestens da sollten bei dir und jedem anderen Arbeitsuchenden die Alarmglocken schrillen. Doch wie kann man überhaupt seriöse Heimarbeit finden? Wir haben bei der Verbraucherzentrale nachgefragt und uns ein paar Tipps geben lassen. 

 

Kugelschreiber zusammen bauen - Vorsichtig!

 

Nichts weiter als leere Versprechungen 

Besonders im Internet läuft man Gefahr, auf wenig seriöse Anbieter von Heimarbeit herein zu fallen. Das Angebot klingt zunächst einmal sehr verlockend, doch im Nachhinein stellt es sich meist als heiße Luft heraus. Wenn du etwa eine Gebühr zahlen sollst, um in eine sogenannte Heimarbeit-Datenbank aufgenommen zu werden, oder in Vorkasse gehen sollst, um die nötigen Materialien zu erhalten, dann lass besser gleich die Finger davon. Auch dein Lohn ist meistens nicht mehr als Schall und Rauch. Die Verbraucherzentrale rät dazu, hier besonders genau hinzuschauen, denn die Formulierungen rund um deinen potenziellen Verdienst sind häufig so vage gehalten, dass dir nichts garantiert wird. Beispielhafte Rechnungen sollen verdeutlichen, was theoretisch möglich ist, am Ende muss sich das Unternehmen aber an nichts halten. Der Teufel steckt hier also im Detail. 

 

Seriöse Heimarbeit - Warum unseriöse Unternehmen Erfolg haben

Warum ist es diesen Unternehmen immer noch möglich, blauäugige User im Internet über den Tisch zu ziehen, wenn sich in den Online-Foren und bei der Verbraucherzentrale doch beinahe täglich Geschädigte mit ihrer Geschichte zu Wort melden? Ganz einfach: Den Unternehmen ist es vollkommen egal, ob ihr Name mit Betrug in Verbindung gebracht wird. Sie machen keine Versprechungen und ist die Gebühr erst einmal geleistet, haben sie selbst ihren Gewinn ja schon gemacht. Wird Kritik an ihrer Webseite laut, dann macht man eben unter einem anderen Namen mit derselben Masche weiter. Die Domain wird geändert und weiter geht’s! 

 

Schwarze Schafe erkennen 

Wundertüten füllen oder Kugelschreiber zusammenbauen scheinen besonders beliebte Jobangebote für Heimarbeit zu sein. Doch gibt es da überhaupt seriöse Anbieter und wie erkennst du sie? Viel Geld für wenig Arbeit ist zwar schön, am Ende aber doch eher theoretisch. Wenn nicht gar utopisch. Versuche deshalb immer mehr über den Anbieter herauszufinden. Das geht über das googeln der reinen Unternehmenswebsite hinaus. Erkundige dich zum einen in Foren, zum anderen solltest du ins Impressum der Webseite schauen. Denn hier muss der Name des Betreibers stehen. Suche auch nach diesem Namen. 

 

Achtung Abzocke! Lass dir nicht das Geld aus der Tasche ziehen!

 

Telefonnummer und Adresse überprüfen

Neben dem Betreibernamen müssen auch Angaben zur Adresse und Telefonnummer gemacht werden. Zwei Dinge, die sich einfach überprüfen lassen. Steckt hinter der Adresse nichts weiter als ein Postfach, dann existiert wahrscheinlich auch dein Angebot zur seriösen Heimarbeit nur auf dem Papier. Und bei der Telefonnummer heißt es: Anrufen! Wenn du tatsächlich jemanden an die Leitung bekommst, dann hast du schon Glück. Bei den meisten Briefkastenunternehmen, die dir Heimarbeit anbieten wollen, hörst du allerdings den ganzen Tag nur eine Ansage vom Band: “Leider sind gerade all unsere Mitarbeiter im Gespräch. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.” Später bedeutet in diesem Fall meistens nie. 

 

Mit diesen Hinweisen und Tipps kannst du in Zukunft hoffentlich besser zwischen seriösen und zweifelhaften Anbietern von Heimarbeit unterscheiden. Lass die Finger von Vorauszahlungen und wenn du Zweifel hast, dann erkundige dich lieber noch einmal selbst bei der Verbraucherzentrale. Zwar ist die Rechtsberatung hier gebührenpflichtig, doch dauert sie in der Regel nicht lang und kostet dich am Ende wesentlich weniger Geld (und Nerven) als ein betrügerischer Anbieter von Heimarbeit. 

 

 

 

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