NEBENJOB ZENTRALE RATGEBER

Du bist dreizehn, fünfzehn oder sechzehn Jahre alt und möchtest dir gerne in einem Nebenjob etwas dazuverdienen? Das Taschengeld reicht ja auch kaum aus, um sich all die wunderbaren Annehmlichkeiten zu finanzieren, die das jugendliche Herz höher schlagen lassen: Musik, Kleidung, Handy, Sport und Freizeit. Die Möglichkeiten zum Geld ausgeben sind heutzutage nahezu unbegrenzt, das Budget des Taschengeldes erfreut sich dagegen in der Regel elterlicher Grenzziehung. Da kommt ein Nebenjob natürlich wie gerufen. Du kannst nicht nur dein eigenes Geld verdienen, sondern lernst auch Verantwortung. Allerdings hat der Gesetzgeber klare Regeln aufgestellt, was die Beschäftigung von Minderjährigen betrifft. Welche Nebenjobs eignen sich also überhaupt für Schüler? Spitz die Ohren, denn hier erfährst du es!

 

Welche Bedingungen gibt es für Schüler in Nebenjobs? 

Wenn du einen Nebenjob als Schüler ausüben möchtest, solltest du dir bewusst sein, dass du dafür die Zustimmung deiner Eltern brauchst. Solange deine schulischen Leistungen nicht unter deiner Nebentätigkeit leiden und du immer noch ausreichend Zeit für andere Aktivitäten neben der Schule und deinem Job hast, haben deine Eltern aber bestimmt nichts dagegen. Hinzu kommen natürlich die jeweiligen Altersbeschränkungen durch das Jugendschutzgesetz. Grundsätzlich gilt: Bist du mindestens dreizehn Jahre, darfst du bis zu zwei Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche leichte Aushilfstätigkeiten ausüben. Trotzdem gibt es aber gesetzlich zulässige und lukrative Nebenjobs, die du als Schüler ausüben kannst. Natürlich verraten wir dir auch, welche das sind! 

 

Nebenjob für Schüler: Babysitter

 

1. Werde Babysitter! 

Als Babysitter kannst du zwischen 7 und 12 Euro pro Stunde verdienen. Das hängt aber davon ab, wie viele Kinder du betreust, wie lange und welche Aufgaben du in dieser Zeit erfüllst. Müssen die Kinder nur bespaßt werden oder auch bekocht und gebadet werden? Allerdings geht mit dieser Tätigkeit natürlich eine Menge Verantwortung einher, denn die Eltern vertrauen dir ihre Kinder an. Du solltest also genügend Verantwortungsbewusstsein mitbringen und Spaß an der Arbeit mit Kindern haben. Dann ist Babysitting allerdings eine gute Möglichkeit, als Schüler nebenbei etwas dazuzuverdienen. 

 

2. Gassi gehen 

Du liebst Hunde, hättest am liebsten selbst einen, doch dein Vater hat eine Hundehaarallergie? Kein Problem, verbinde deine Leidenschaft ganz einfach mit dem Geld verdienen, indem du für deine Nachbarn Gassi gehst. Hunde brauchen - je nach Rasse - viel Auslauf. Doch durch ihre Arbeit finden viele Erwachsene nicht mehr genug Zeit, um lange Spaziergänge in ihren Tag zu integrieren. Wenn du deine Hausaufgaben fertig hast, dann kannst du das für sie erledigen und dich dafür mit 5 bis zehn Euro bezahlen lassen.  

 

3. Nachhilfe geben 

Vielleicht hast du selbst schon einmal Nachhilfe bekommen, weil du in Deutsch, Mathe oder Englisch nicht so gute Noten geschrieben hast. Dann weißt du ja bereits, dass deine Nachhilfelehrer damit wirklich gutes Geld verdient haben. Wenn du zum Beispiel in Französisch ein echtes Ass bist, dann ist deine Gelegenheit gekommen, nun selbst zum Nachhilfelehrer zu werden. Es gibt immer jüngere Schüler, die ein bisschen Hilfe gebrauchen. Häng einfach einen Zettel ans schwarze Brett deiner Schule und es wird sich sicherlich bald jemand bei dir melden. Wichtig ist, dass du gut erklären und deine Schützlinge motivieren kannst. Dann kannst du auch schon mal bis zu 10 Euro pro Stunde verdienen. 

 

4. Zeitungen oder Prospekte verteilen 

Du bist gerne an der frischen Luft und scheust auch vor einem längeren Fußmarsch nicht zurück? Dann ist ein Nebenjob als Zeitungsausträger oder Prospektverteiler genau das Richtige für dich. Du bekommst die Zeitungen und Prospekte nach Hause geliefert und kannst sie dann zum Beispiel mit dem Fahrrad in deinem Dorf oder Stadtteil verteilen.

 

Zeitungen verteilen ist ein beliebter Schülerjob

 

5. Werde Jugendschutz-Tester 

Wenn du mit deinen Eltern einkaufen warst, ist dir bestimmt schon einmal aufgefallen, dass es Zigaretten und Alkohol erst ab 18 Jahren gibt. Das sind ebenfalls Gesetze zum Jugendschutz, genau wie die Begrenzung deiner Arbeitszeit und -art. Allerdings wird sich nicht immer und überall an diese Gesetze gehalten. Deshalb wird die Einhaltung des Jugendschutzes immer wieder auf die Probe gestellt. Das funktioniert natürlich am besten mit minderjährigen Testkäufern und so einer kannst du werden. Bezahlt wirst du natürlich auch dafür. Allerdings ist auch hierfür die Zustimmung deiner Eltern nötig. 



Und was ist mit Ferienjobs? 

Wenn du nicht zur Schule gehst, weil gerade Ferien sind, bieten sich natürlich noch ein paar weitere Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Einen Ferienjob darfst du in Vollzeit, also von montags bis freitags mit maximal 8 Stunden pro Tag, ausüben. Bist du älter als 16 Jahre, darfst du sogar in Kneipen und restaurants bis 22 Uhr oder in Bäckereien ab 6 Uhr morgens arbeiten. Trotzdem darfst du nicht während der gesamten freien Zeit einem Nebenjob als Schüler nachgehen. Höchstens vier Wochen, also 20 Werktage, sind erlaubt. Wenn du dich daran hältst, kannst du z.B. im Service oder in der Küche von Gaststätten, Cafés, Eisdielen, und Schnellrestaurants wie McDonalds oder Burger King arbeiten. Aber auch im Supermarkt oder beim Discounter bieten sich während der Ferien Einsatzmöglichkeiten für Schüler - zum Beispiel als Regalauffüller oder Helfer bei Inventuren. Auch Freizeitparks suchen in der Sommerzeit häufig nach Aushilfen. 





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