NEBENJOB ZENTRALE RATGEBER

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Sangeetha Sachchithananthasarma absolviert zurzeit ihr Auslandspraktikum bei YoungCapital International in Amsterdam. Sie erzählt von ihren Erfahrungen und erklärt, warum diese so wertvoll sind

 

Warum hast du dich dafür entschieden, im Ausland zu arbeiten? Und warum genau für Amsterdam?
Im Rahmen meines Studiums muss ich ein Pflichtpraktikum im Ausland absolvieren. Ich habe mich entschieden in Europa zu bleiben und fand die Chance klasse, um etwas Neues zu erleben. Ich wusste, es würde auch eine neue Herausforderung darstellen, da ich vorher noch nie länger im Ausland gelebt habe. Alltägliche Dinge, wie zum Beispiel Einkaufen gehen, werden auf einmal erschwert in einem fremden Land mit einer anderen Sprache. Für Amsterdam habe ich mich entschieden, da es mich sehr gereizt hat, einmal in einer so großen Stadt zu wohnen. Vorher habe ich nämlich immer nur in kleineren Städten gelebt. Zudem hat mich der Job bei YoungCapital International sehr angesprochen und es schien insgesamt eine gute Kombination zwischen Arbeitserfahrung und Auslandserfahrung zu bilden.

 

Was genau macht IRC?
YoungCapital International, kurz IRC, ist das internationale Recruiting Team von YoungCapital. Wir agieren in ganz Europa und helfen Menschen, die in einem europäischen Land leben, ihre Karriere zu verbessern und geben Ihnen die Möglichkeit, Jobs im europäischen Ausland zu finden. Auf unserer Website bieten wir internationale Voll- und Teilzeitstellen an. Wir bei IRC übernehmen die Vor-Rekrutierung von Kandidaten für unterschiedliche Unternehmen in Europa. Anschließend geben wir eine Empfehlung an diese Unternehmen weiter, welche dann die finale Entscheidung des Bewerbungsprozesses vornehmen. Die Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern auch einige Anreize und Zusatzleistungen. Ein Unternehmen in Portugal bietet zum Beispiel einen portugiesisch Sprachkurs an, damit die neuen Mitarbeiter sich schon einmal einige Sprachkenntnisse aneignen können.

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Sangeetha Sachchithananthasarma, Mitarbeiterin bei YoungCapital International

 

Welche Aufgaben übernimmst du im International Recruiting Team?
Ich bin für das Recruiting für den deutschsprachigen Markt in den Ländern Niederlande, Spanien und Portugal zuständig. Ich kümmere mich also um die Menschen, die in einem europäischen Land leben und in einem Anderen arbeiten wollen. Zu meinen Aufgaben gehört es, zunächst eine Vorauswahl der Kandidaten zu treffen. Hierbei schaue ich mir die Lebensläufe und Motivationsschreiben der Kandidaten an. Nach den Telefoninterviews entscheide ich, welche Kandidaten sich am besten für die Stelle eignen. Meine Empfehlung gebe ich daraufhin an das Unternehmen weiter. Meine Aufgabe ist die Begleitung der Kandidaten durch den Bewerbungsprozess bis hin zur Anstellung. Ich organisiere also die Interviews und biete Hilfestellung bei jeglichen Fragen.

 

Inwieweit siehst du diese Auslandserfahrung als Bereicherung? Was sind die Vorteile von einem Auslandsaufenthalt?
Ich sehe diesen Auslandsaufenthalt als eine gute Kombination aus Arbeit und Spaß. Ich habe die Möglichkeit, gute Praxiserfahrung im Büro zu sammeln, aber auch die klassische Auslandserfahrung zu machen. Das heißt, Tourist zu sein und die Stadt zu erkunden. Mein Job bei IRC stellt für mich die perfekte Alternative zu Work and Travel dar, da man durch den festen Job mehr Sicherheit geboten bekommt. Ein Auslandsaufenthalt hat viele Vorteil. Da man im Ausland auf sich alleine gestellt ist, bin ich wesentlich selbstständiger und selbstsicherer geworden. Meine Wanderlust wurde geweckt! Ich habe so viel gelernt in dieser kurzen Zeit. Das macht Lust auf mehr, denn man traut sich jetzt viel mehr zu. Dadurch, dass man in erster Linie kein klassischer Tourist ist, hat man keinen Stress, alle Sehenswürdigkeiten so schnell wie möglich abzuklappern. Man kann die Stadt so richtig entdecken, vor allem die secret spots.

 

Wie erfährst du denn das Arbeiten mit unterschiedlichen Kulturen?
Meine Englisch-Sprachkenntnisse haben sich enorm verbessert, da bei uns am Arbeitsplatz ausschließlich auf Englisch kommuniziert wird. Mit vielen unterschiedlichen Kulturen gibt es natürlich auch viele verschiedene Akzente, die man alle zu verstehen lernt. Es ist super interessant, wie jede Nationalität seine Eigenheiten hat. Das Sprichwort “andere Länder, andere Sitten” gewinnt hier erst richtig an Bedeutung. Die spanisch sprechenden Kollegen sind typischerweise laut und herzlich am Arbeitsplatz. Die Deutschen hingegen verhalten sich oft eher formaler und die Niederländer nutzen für ihr Recruiting auch WhatsApp, was mir vorher auch noch nicht bekannt war.

 

Hattest du Ängste, bevor du ins Ausland gegangen bist? Und inwiefern waren diese berechtigt?
Definitiv hatte ich Ängste und ich denke, dass diese auch gerechtfertigt waren, jedoch wächst man an jeder neuen Herausforderung. Man wird charakterlich stärker. In den ersten Tagen hatte ich zwischenzeitlich schon etwas Heimweh, da ich noch nie vorher so lange von zu Hause weg war und vor allem nicht in einem fremden Land. Ich habe zwar vorher schon nicht mehr zu Hause gewohnt, aber es ist noch einmal etwas anderes, im Ausland zu wohnen. Man gewöhnt sich aber schnell an die neue Umgebung. Ich hatte auch Angst, den Kontakt zu meinen Freunden zu verlieren, da sie entweder zu Hause oder auch im Ausland waren. Allerdings hat man das selbst in der Hand. Wenn man sich Zeit nimmt, regelmäßig zu skypen, zu telefonieren und man sich aktiv darum bemüht, den Kontakt aufrecht zu erhalten, klappt das auf jeden Fall.

 

Inwiefern hat IRC dir bei deinen Vorbereitungen auf deinen Auslandsaufenthalt geholfen?
IRC hat mich sehr unterstützt bei den Vorbereitungen. Ich habe viele Tipps für die Wohnungssuche bekommen, hilfreiche Webseiten, Facebook-Seiten etc. Zudem wurde mir ein Guide zugesandt, der alle wichtigen Informationen bezüglich der Wohnungssuche, Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel, Dresscode in der Firma bis hin zu Club Empfehlungen beinhaltet. Vor Ort hat mir IRC bei der Registrierung in der Gemeinde von Amsterdam geholfen. Es wurde ein Termin für mich ausgemacht und mir wurde mitgeteilt, welche Dokumente benötigt werden. Auch bei der Eingliederung in das Unternehmen wurde mir sehr geholfen. Alle sind hier super offen, freundlich und hilfsbereit.

 

Was würdest du anderen Leuten empfehlen, die planen ins Ausland zu gehen?
Leuten, die planen oder überlegen, ins Ausland zu gehen, würde ich auf jeden Fall dazu raten, sich zu trauen und dies in Angriff zu nehmen! Klar - im ersten Moment kann der Gedanke daran, alleine in ein anderes Land zu ziehen, ziemlich beängstigend sein, aber ein Auslandsaufenthalt trägt so stark zur persönlichen Entwicklung bei. Man wird viel reifer, mutiger und vor allem selbstsicherer! Zudem lernt man mit neuen Situationen und Herausforderungen umzugehen. Hat man es dann geschafft, diese Herausforderungen zu meistern und sich ein Leben in einem fremden Land aufzubauen, bekommt man ein “nothing can stop me feeling”. Es ist mir vor allem aufgefallen, dass ich jetzt viel weltoffener und abenteuerlustiger bin.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob ein Auslandsaufenthalt überhaupt etwas für einen ist, kann man zum Ausprobieren ja erst einmal einen kurzen von 3 - 6 Monaten in Erwägung ziehen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man seinen Lebenslauf durch einen Auslandsaufenthalt enorm verbessern kann. Durch die zunehmende Internationalisierung vieler Unternehmen wird es für das spätere Berufsleben immer wichtiger, international ausgerichtet zu sein und auch mehrere Fremdsprachenkenntnisse zu haben. Ein Auslandsaufenthalt kommt sehr gut bei Arbeitgebern an, denn er zeigt Offenheit und die Fähigkeit, sich anzupassen. Außerdem kann man seine Sprachkenntnisse verbessern. Ich habe meine Englischkenntnisse hier in Amsterdam deutlich verbessern können, da hier jeder auf so einem hohen Niveau spricht. Aber das Wichtigste und Schönste an einem Aufenthalt im Ausland sind die vielen tollen Menschen, die man kennenlernt. Ich habe so viele unterschiedliche Leute kennengelernt und mir ein Netzwerk an internationalen Freunden und Kollegen aufgebaut.

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