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8 wichtige Eigenschaften einer guten Bewerbung

Von Christopher B. am 12-04-2019
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Mögliche Nebenjobs zu finden ist nicht schwer. Gerade in Branchen wie der Gastronomie oder dem Einzelhandel gibt es oft unzählige freie Stellen. Wenn du eine spannende Stellenausschreibung entdeckt hast, kommt es darauf an, mit deiner Bewerbung zu überzeugen. Doch was macht eigentlich eine gute Bewerbung aus? Vor allem muss sie den Entscheidungsträger beim möglichen Arbeitgeber überzeugen – und das auf ganzer Linie. Die folgenden acht Merkmale machen eine gute Bewerbung aus.

Lupe vergrößert Teil eines Lebenslaufes

1. Sie ist vollständig

Einer der wichtigsten Aspekte, wenn es um eine Bewerbung geht, ist die Vollständigkeit deiner Unterlagen. In manchen Fällen geht aus der Stellenausschreibung hervor, welche Dokumente und Anlagen sich der potenzielle Arbeitgeber wünscht. Dabei geht es dann häufig um Unterlagen, die nicht typischerweise einer Bewerbung angehören. Meistens enthalten Stellenanzeigen solche Spezifikationen jedoch nicht.

Dann solltest du darauf achten, dass deine Bewerbung alle typischen Bestandteile enthält. Das sind insbesondere: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse von Arbeitsverhältnissen, der Universität, deiner Ausbildung oder der Schule und mögliche weitere relevante Nachweise. Ob du deiner Bewerbung ein Deckblatt oder ein Kurzprofil hinzufügst, ist deine Entscheidung. Pflicht ist das nicht.

Auch die Reihenfolge der Dokumente ist wichtig. Das Anschreiben ist die erste Seite deiner Bewerbung. Das gilt selbst dann, wenn deine Bewerbung ein Deckblatt enthält. Das folgt unmittelbar nach dem Anschreiben. Dahinter gehört dein Lebenslauf, gefolgt von den Anlagen. Diese solltest du nach ihrer absteigenden Wichtigkeit sortieren. Wenn du schon Berufserfahrung hast, gehören deine zwei bis drei aktuellsten Arbeitszeugnisse hinter den Lebenslauf. Das neuste Zeugnis steht dabei an vorderer Stelle. Dahinter folgen Abschlusszeugnisse und, falls erforderlich, Nachweise über Sprachkurse oder andere Qualifikationen. Falls Arbeitsproben erwünscht sind, stehen diese an letzter Stelle.

2. Sie ist individuell verfasst

Gerade, wenn du dich auf mehrere freie Stellen bewirbst, bedeutet das Verfassen von Bewerbungen oft viel Arbeit und investierte Zeit. Die meisten Menschen empfinden diese Aufgabe als lästig und hätten sie gerne schnell hinter sich. Gerade, wenn es „nur“ um einen Nebenjob geht, ist die Verlockung oft groß, sich bei der Bewerbung nicht so viel Mühe zu geben. Das ist jedoch ein Fehler, zumindest, wenn du an dem betreffenden Job wirklich Interesse hast. Denn einer Bewerbung, die du lieblos in aller Schnelle zusammengestellt hast, merkt man genau das meist an. Den möglichen Arbeitgeber wird das vermutlich nicht beeindrucken – vor allem, wenn er überzeugendere Bewerbungen erhalten hat.

Um zu überzeugen, solltest du jede Bewerbung individuell verfassen. Kopiere nicht einfach dein Anschreiben von der letzten Bewerbung, um dann nur den Namen deines Ansprechpartners auszutauschen. Einerseits passieren dabei leicht Fehler. Es kann dir zum Beispiel passieren, dass du den Austausch des Namens vergisst – ein Fauxpas, der dir womöglich eine Absage beschert. Außerdem solltest du nie denselben Text an mehrere Arbeitgeber schicken. Zu einem Bewerbungsschreiben gehört, dass du darin begründest, warum du dich als geeignet für die spezielle Stelle empfindest. Das kannst du mit demselben Text kaum erreichen, es sei denn, du bleibst oberflächlich. Auch die Begründung, warum du bei dem jeweiligen Arbeitgeber anfangen möchtest, kann nicht dieselbe sein. Deshalb solltest du dir die Mühe machen, dein Anschreiben immer wieder neu zu formulieren.

3. Sie enthält keine Fehler

Fehler passieren – einerseits. Zwar sehen manche Personaler Rechtschreibfehler nicht als K.O.-Kriterium bei Bewerbungen. Andere sind jedoch strenger – und sortieren deine Bewerbung im schlimmsten Fall direkt aus. Das gilt vor allem dann, wenn es um Jobs geht, für die sich auch viele andere bewerben. Beim Verfassen deiner Bewerbung solltest du immer sorgfältig sein. Benutze ein  Rechtschreibprogramm und lies die Bewerbung gründlich durch, bevor du sie abschickst. Achte unbedingt auch darauf, dass alle Namen korrekt geschrieben sind. Auch inhaltlich muss alles stimmen, zum Beispiel die Daten in deinem Lebenslauf oder weitere Angaben.

Bitte eine weitere Person, sich deine Unterlagen anzusehen. Häufig fallen uns selbst Fehler irgendwann gar nicht mehr auf – einer anderen Person aber schon. Diese Person kann dich auch darauf aufmerksam machen, wenn deine Bewerbung inhaltliche Lücken hat oder nicht überzeugend ist.

Frau sitzt vor dem Computer und guckt zur Seite

4. Sie ist nicht 08/15

Eine gute Bewerbung ist eine, die aus der Masse heraussticht. Sie klingt nicht unmotiviert und nüchtern formuliert, sondern überzeugt durch Enthusiasmus und spiegelt die Mühe und Sorgfalt wider, die du dir dabei gegeben hast. Sie macht den Eindruck, dass du sie wirklich für genau diesen Job verfasst hast und nicht noch für zehn weitere Bewerbungen. Kurzum: Sie präsentiert dich als geeigneten und motivierten Kandidaten für den Job.

Achte zum Beispiel auf das Design deines Lebenslaufs. Es gibt zahlreiche kostenlose Vorlagen, die du individuell anpassen kannst. Wichtig ist dabei, dass der Text optimal lesbar und übersichtlich ist.

Auch inhaltlich kannst du ein Zeichen setzen. Ein Anschreiben ist überzeugend, wenn die Person, die es geschrieben hat, wirklich motiviert ist. Habe keine Angst, etwas anders zu machen als es die zahlreichen Bewerbungsratgeber vorschlagen, wenn es dir sinnvoll erscheint. Warum nicht mit einer Anekdote einsteigen, die erklärt, warum du den Job so gerne möchtest? Unbedingt vermeiden solltest du übrigens Standard-Floskeln wie „hiermit bewerbe ich mich...“ oder „Mit großem Interesse habe ich gelesen, dass...“. Damit überzeugst du niemanden.

Es geht nicht darum, deine Bewerbung auf Teufel komm raus möglichst kreativ zu gestalten. Sie sollte immer in erster Linie zu dir passen und deine Persönlichkeit widerspiegeln. Außerdem kommt es darauf an, auf welchen Job du dich bewirbst. In einer Bank gelten andere Regeln als in kreativen Jobs, wo auch deine Bewerbung etwas ausgefallener sein kann. In konservativen Branchen fällst du mit allzu ungewöhnlichen Bewerbungen hingegen eher negativ auf.

5. Sie enthält alle gewünschten Informationen

Du kannst dir bei deiner Bewerbung noch so viel Mühe geben – wenn du Informationen weglässt, die sich der potenzielle Arbeitgeber wünscht, schmälerst du deine Chancen auf den Job. Wenn du etwa in der Stellenausschreibung aufgefordert wirst, dein gewünschtes Einstiegsgehalt oder den frühesten Eintrittstermin zu nennen, solltest du das unbedingt tun. Das zeigt, dass du die Anzeige aufmerksam gelesen hast – und legt nahe, dass dir der Job wirklich wichtig ist.

6. Sie ist authentisch

Zwar solltest du dich beim Verfassen von Anschreiben und Co an den aktuellen Gepflogenheiten orientieren. Das heißt jedoch nicht, dass du jedem Tipp in einem Bewerbungsratgeber folgen solltest. Deine Bewerbung sollte dich als Person zeigen – und nicht eine Person suggerieren, von der du denkst, dass sie gewünscht ist. Verstelle dich nicht, sondern bleib immer authentisch. Es bringt nichts, dick aufzutragen – früher oder später fliegt jede kleine Lüge auf. Und das kann dich im schlimmsten Fall den Job kosten.

7. Sie adressiert den richtigen Ansprechpartner

In den meisten Stellenanzeigen steht, an wen du deine Bewerbung richten sollst. Ist das nicht der Fall, mach dir die Mühe, den Namen herauszufinden. Das zeigt dein Interesse am Job und dein Engagement. Schreibe den Namen unbedingt richtig. Falls du den Namen nicht erfährst, adressiere die üblichen „sehr geehrten Damen und Herren“.

8. Sie hat das richtige Format

Wenn du deine Bewerbung per Mail verschickst, solltest du darauf achten, in welcher Form du das tust. Verschicke nicht lauter einzelne Dokumente. Es ist besser, deine Unterlagen in einem einzigen PDF-Dokument zusammenzufassen. So hat dein Ansprechpartner alles im Blick und es kann nichts verlorengehen. Achte auf die Dateigröße, damit deine E-Mail nicht zu groß wird. Du bist auf der sicheren Seite, wenn die E-Mail maximal vier oder fünf Megabyte groß ist.

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