NEBENJOB ZENTRALE RATGEBER

Du willst irgendwann dein eigener Boss sein und träumst deswegen jetzt schon von dem Tag, an dem du dich selbstständig machen kannst? Stehst du bereits in deinem Nebenjob auf eigenen Beinen, hast du die Chance einen “sanften Einstieg” in die hauptberufliche Selbstständigkeit zu realisieren. Das gibt dir die Möglichkeit, zunächst durch deinen Hauptjob finanziell abgesichert zu sein, bis du mit deiner selbständigen Arbeit erfolgreich genug bist, um hieraus dein Haupteinkommen zu beziehen. Die Existenzängste bleiben dir also erspart. Wir erzählen dir, wie du diesen Schritt wagst!

 

Wann gelte ich als selbstständig?

Eine berufliche Tätigkeit – egal, ob im Haupt- oder Nebenjob – auf selbstständiger Basis besteht dann, wenn du ein Gewerbe betreibst oder eine freiberufliche Tätigkeit ausübst.

Selbständige:

  • sind in keiner Form in den Betrieb ihres Auftraggebers integriert
  • treten unternehmerisch am Markt auf
  • tragen Unkosten und das Verlust- und Haftungsrisiko
  • handeln unter eigenen Namen und eigener Rechnung
  • sind frei in der Wahl ihres Arbeitsortes
  • entscheiden selbst über die Art und den Umfang ihrer Tätigkeit


Laptop and Coffee

 

Die Vorteile eines selbstständigen Nebenjobs

Wagst du den Einstieg in die Selbstständigkeit mit Hilfe eines Nebenjobs anstelle der Alles-oder-Nichts-Methode in deinem Hauptberuf, bieten sich dir viele Vorteile.

 

Weniger Risiko

Weil du weiterhin einen Hauptjob ausübst, musst du dir keine großen Sorgen darum machen, wie du deinen Lebensunterhalt verdienst, jetzt wo du dich in deinem Nebenjob selbständig gemacht hast. Die Kosten für Wohnung, Auto oder Versicherungen sind also gedeckt. Außerdem bist du natürlich in deinem Hauptjob weiterhin sozialversichert. Die monatlichen Abgaben, wie Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, werden fortlaufend von deinem Arbeitgeber und dir getragen. Würdest du bereits hauptberuflich selbständig arbeiten, müsstest du diese Kosten selbst tragen. Ein weiterer Vorteil? Du kannst erst einmal in Ruhe den Markt beobachten und testen, ob du mit deinem selbständigen Business wirklich die zündende Idee hattest und ob überhaupt genug Nachfrage für dein Angebot besteht.

 

Unabhängigkeit

Du bist in diesem Nebenjob dein eigener Boss. Das heißt vor allem, dass der ganze Entscheidungsspielraum bei dir liegt. Du alleine suchst dir aus, wann, wo und wie viel du arbeitest. Außerdem entscheidest du, welche Aufgaben du übernimmst. Dieser Nebenjob bietet so vor allem Berufstätigen eine Chance, die sich gerne mit eigenen Ideen erfolgreich werden und unabhängig arbeiten wollen.

 

Finanzieller Vorteil

Wie schon oben genannt, hast du genug Zeit, um den Markt zu analysieren und zu schauen, wie und wo dein eigenes Business und deine Geschäftsidee auf dem Markt Platz haben. Das bietet dir auch finanzielle Vorteile. Somit setzt du nicht gleich alles auf eine Karte und kannst schon im Voraus absehen, wenn etwas besser oder schlechter funktionieren könnte. Somit wiederum machst du nicht gleich am Anfang schon Verluste. Außerdem kannst du im Vergleich zu hauptberuflichen Selbstständigen einige Steuern absetzen, die diese nicht geltend machen können.



Das solltest du bei einem selbständigen Nebenjob beachten

Ganz ohne Herausforderungen ist die Selbstständigkeit im Nebenjob aber nicht. Auch hier gibt es einige Dinge, die du beachten solltest.

 

Die Kosten gering halten

Natürlich ist es wichtig, die Kosten immer überschaubar zu halten, aber gerade am Anfang solltest du darauf achten, nicht schon gleich mit einer Unmenge an Schulden in deinen selbständigen Nebenverdienst starten. Anfangsinvestitionen lassen sich natürlich nicht vermeiden. Wer eine gute Geschäftsidee hat, braucht finanzielle Mittel, um diese zu realisieren. Entscheide dich aber für ein Konzept, bei welchem sich die Investitionen am Anfang im Rahmen halten. In der Gründungsphase solltest du also genau planen, wofür du deine Investitionen ausgeben willst. In puncto Arbeitsmaterialien oder auch der Arbeitsplatz kannst du zum Beispiel am Anfang schon etwas sparen. Überlege dir, wo du improvisieren kannst.

 

Gib deinem Hauptarbeitgeber Bescheid

Es lohnt sich, deinen Arbeitgeber über deinen Nebenjob zu informieren. Du bist zwar generell gesetzlich nicht dazu verpflichtet, deinem Arbeitgeber Bescheid zu geben, wenn du eine Nebentätigkeit aufnimmst. Allerdings haben viele Arbeitsverträge eine bestimmte Klausel, die besagt, dass dein Arbeitgeber einer Nebentätigkeit zustimmen muss, außer seine Interessen werden durch deinen Nebenjob nicht berührt. Diese Interessen könntest du beispielsweise verletzen, wenn du in deinem Hauptjob nicht mehr die gewünschte Leistung erbringst, weil du deine ganze Energie und Zeit in deinen Nebenjob steckst oder auch wenn du deinem Arbeitgeber Konkurrenz machst.

Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es also sinnvoll, deinem Arbeitgeber Bescheid zu geben. So kannst du Konflikte umgehen.

 

Der Zeitaufwand

Besonders am Anfang wirst du dich wahrscheinlich mit unglaublich viel Ehrgeiz und Elan in deinen selbständigen Nebenverdienst stürzen, aber vergiss nicht, dass du auch noch einen Hauptjob hast. Du solltest also auch nicht zu viel Zeit in deinen Nebenjob investieren, wenn dies deinen Hauptberuf gefährdet und du diesen eventuell verlieren könntest.

 

Du bist überzeugt, dass du eines Tages selbstständig sein möchtest? Dann steige erst mit deinem Nebenjob in die Selbstständigkeit ein, bis du irgendwann selbst dein eigener Chef bist.

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