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In Heimarbeit Wundertüten füllen: 1.600 Euro - aber nur für Gutgläubige

Von Nebenjob am 23-10-2014
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Zahlen statt kassieren: Solche Angebote für Heimarbeit sind mit äußerster Vorsicht zu genießen


Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, über Heimarbeit Angebote dieser Art nicht mehr zu berichten. Erstens, weil wir über solche Schein-Angebote schon des Öfteren berichtet haben und zweitens, weil es diese Art von Heimarbeit nun wirklich schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt.

Aber bei unseren Recherchen sind wir vor einigen Tagen durch Zufall auf ein Stellenangebot mit folgendem Text gestoßen:

„Verdienen Sie mit Füllen von Wundertüten bis zu 1.600 Euro monatlich“


Der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt, dennoch waren wir ein wenig erstaunt, dass Anbieter derartiger Stellenanzeigen immer noch sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Wie Sie weiter unten lesen werden, zeigt ein zweiter Blick auf das Angebot, dass dieser dreiste Abzockversuch leider immer noch funktioniert.

WichtigWenn Sie auf ein Stellenangebot stoßen, in dem Ihnen versprochen wird, dass Sie mit Wundertüten füllen in Heimarbeit Geld verdienen können, sollten Sie diesem Inserat keine weitere Beachtung schenken. Denn mit dieser angeblichen Nebentätigkeit lässt sich heutzutage nichts mehr zum Lebensunterhalt hinzu verdienen.

Warum gibt es noch Stellenanzeigen für das Füllen von Wundertüten?


Im Grunde ist die Antwort auf diese Frage ganz einfach: Weil leider immer noch zu viele Menschen daran glauben (oder vielmehr: daran glauben möchten), dass sich auf diese Weise ein Nebenverdienst von zu Hause erzielen lässt.

Und auf den ersten Blick scheinen solche Anzeigen wie oben angesprochen all den hoffnungsfrohen Jobsuchenden recht zu geben .

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Dass sich sehr viele Menschen sich für diese Heimarbeit interessieren, dokumentieren die Klicks, die das Inserat erzielt hat: Mehr als 4.600 Mal wurde diese Anzeige abgerufen.

TippSeien Sie realistisch: Fragen Sie sich, ob Sie Menschen kennen, die tatsächlich Wundertüten füllen und damit einen Zusatzverdienst erzielen. Ein weiteres Argument gegen das Vorhandensein solcher Jobangebote ist, dass es heute kaum noch Geschäfte gibt, in denen Wundertüten verkauft werden. Das Interesse an dem Produkt scheint weitgehend erloschen – nur leider nicht beim Jobsuchenden.

Statt Angebote für Heimarbeit gibt es nur Infomaterial gegen Vorkasse


Dennoch sollten Sie sich jetzt von uns enttäuschen lassen, um nicht später noch enttäuschter zu sein: Sie können sicher sein - wer Ihnen verspricht, dass Sie mit Wundertüten füllen bis zu 1.600 Euro verdienen können, möchte nichts anderes, als sich an Ihnen zu bereichern. Denn wer sich auf das Angebot einlässt, bekommt anstelle des in Aussicht gestellten Nebenverdienstes im Regelfall Informationsmaterial (natürlich gegen Vorkasse) angeboten.

Dieses kostenpflichtige Infomaterial wird Ihnen bei Ihrer Suche nach einer Heimarbeit höchstwahrscheinlich überhaupt nicht weiterhelfen – und reelle Arbeitsangebote werden Sie auf diesem Weg nicht bekommen. Wenn Sie bereits auf eine solche Offerte gegen Vorkasse hereingefallen sind, sollte Ihnen das auf keinen Fall peinlich sein, denn dass es letztlich nur Infos und keine Jobs (geschweige denn zu füllende Wundertüten) gibt, ist so gut „verpackt“, dass viele dies bei der Bestellung der nutzlosen Infos gar nicht bemerken.


Vorsicht – es gibt noch andere Tricksereien mit solchen Inseraten


Es gibt noch eine weitere Gruppe von Inserenten, die vorgibt, Jobs mit dem Füllen von Wundertüten anzubieten. Diese möchten allerdings nichts weiter erreichen, als dass durch ihr vermeintlich attraktives Stellenangebot gutgläubige Nebenjob-Suchende ihre Webseite besuchen. Wenn Sie erst einmal auf deren Seite gelandet sind, wird meist kein Wort mehr zum Thema „Wundertüten füllen“ verloren. Vielmehr möchte man Sie von einer „absolut konkurrenzlosen Geschäftsmöglichkeit“ überzeugen, mit der Sie „ganz schnell und ganz leicht“ von zu Hause Geld verdienen können.

Diese Geschäftsmöglichkeit hat jedoch mit dem Füllen von Wundertüten rein gar nichts zu tun. Da Sie augenscheinlich mit einem Lockvogelangebot hinters Licht geführt wurden, sollten Sie sich nicht allzu lange mit diesen vorgeblichen Anbietern von Heimarbeit aufhalten. Schauen Sie am besten (falls überhaupt vorhanden) kurz ins Impressum, merken Sie sich den Anbieter und meiden Sie ihn in Zukunft.



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