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Bei der Heimarbeit abgezockt - hier solltest du aufpassen!

Von N. Fittkau am 01-03-2019
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Wer auf der Suche nach einem Nebenjob in Heimarbeit ist, der hat zum Ziel, am Ende des Monats mehr Geld auf dem Konto zu haben und nicht weniger. Unter den vielen seriösen Angeboten im Internet tummeln sich allerdings auch einige Betrüger, die darauf aus sind, dich zu täuschen und dich auszunehmen. Damit dich dieses Schicksal nicht erleidet, haben wir die bekanntesten Betrugsmaschen zusammengefasst und geben dir 6 Tipps an die Hand, wie du dich vor Abzocke bei Nebenjobs im Internet oder in Heimarbeit schützt.


Nachdenklicher junger Mann

Kugelschreiber zusammenbauen oder Wundertüten befüllen

Diese Form der Heimarbeit kursiert nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt im Netz und wird damit beworben, dass sich mit Kugelschreiber zusammenbauen oder Wundertüten befüllen doch tatsächlich bis zu 1.600€ pro Monat dazu verdienen lassen würde. Dabei handelt es sich aber in jedem Fall um nichts anderes als bloße Abzocke! Es gibt viele Webseiten, die es ermöglichen, Kugelschreiber für wenige Cent zu bestellen, über Amazon z. B. 100 Stück für 19 €. Das entspricht einem Stückpreis von 0,19 €. Es ist fraglich, wo hier überhaupt noch ein Gewinn für einen Unternehmer übrig bleiben soll, wenn neben den Materialkosten auch noch 1.600 € monatliche Personalkosten hinzukommen würden. Außerdem ist es kaum vorstellbar, dass in der heutigen Zeit die Anfertigung von Kugelschreibern nicht von Maschinen übernommen werden kann. Daher solltet ihr bei solchen Angeboten immer aufpassen. Natürlich würde sich jeder gerne einen Nebenverdienst wünschen, in dem mit möglichst wenig Arbeitsaufwand viel Geld herausspringt. Das Zusammenbauen von Kugelschreibern oder das Befüllen von Wundertüten gehört dabei leider nicht dazu.

Marktforschungsinstitute für Online-Umfragen und Produkttests

Das Beantworten von Umfragen oder das Testen von Produkten gehört zu den beliebtesten Heimarbeiten. Unter den vielen seriösen Marktforschungsinstituten tummeln sich allerdings hin und wieder auch schwarze Schafe, die nur darauf aus sind, deine persönlichen Daten abzugreifen, um diese weiterzuverkaufen. Diese zu identifizieren ist nicht immer einfach, da der Webseiten-Auftritt zum Teil einen professionellen Eindruck macht. Hier kann ein Blick in das Impressum und die Kontaktdaten hilfreich sein. Wer diese googelt oder sich generell über das Unternehmen informiert, sollte relevante Daten finden, die Aufschluss darüber geben, ob es sich bei dem Unternehmen um einen seriösen Anbieter handelt oder nicht.

Wer sich die Arbeit sparen möchte und direkt auf der Suche nach seriösen Marktforschungsinstituten ist, der findet in unserem Artikel über das Geld verdienen mit Online-Umfragen oder als Produkttester eine große Auswahl an sehr guten Unternehmen.

Schneeballsysteme und verlockende Angebote

“Ich habe 1.264 € an einem Tag verdient. So schaffst du es auch.” Mit solchen oder ähnlichen Versprechen locken dich Anbieter auf ihre Seiten. Wie diese dubiose Methode funktionieren soll, wird nicht erklärt oder erst, wenn du Geld für ein E-Book ausgibst. Meistens handelt es sich bei diesen Methoden um sogenannte Schneeball- bzw. Pyramidensysteme. Der Sinn dahinter: Immer mehr Mitglieder für dieses System zu gewinnen, die Geld investieren. Profit machen am Ende des Tages allerdings nur die Mitglieder an der Spitze der Pyramide, alle anderen gehen leer aus oder bleiben sogar auf ihren Kosten sitzen. Nicht zuletzt sind diese Art von Systemen bzw. Methoden in Deutschland gesetzlich verboten (§16 Abs. 2 UWG - Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) und werden mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren bestraft. Daher solltet ihr von solchen zwielichtigen Angeboten stets die Finger lassen.

Tipps, die euch vor Abzocke bei Nebenjobs im Internet oder in Heimarbeit schützen:

  • Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Es ist trotzdem hilfreich und wichtig, sich über ein Angebot im Vorhinein zu informieren.
  • Sei vorsichtig bei Angeboten, bei denen du in Vorkasse treten musst. Wenn du zur Ausübung des Nebenjobs erst eine teure Ausstattung besorgen, eine kostenpflichtige Fortbildung, Ausbildung oder Seminar besuchen oder anderweitig Geld vorstrecken musst, solltest du hellhörig werden.
  • “Schnell viel Geld verdienen ohne etwas zu tun”, “Wie ich 3.162 € in einer Woche verdient habe” oder derartige Titel dienen dazu, dich zu ködern. Wie das tatsächlich funktioniert, wird nicht erklärt oder erst, nachdem du ein teures E-Book kaufst oder anderweitig Geld ausgibst. Lass davon am besten die Finger, dabei handelt es sich immer um dubiose Anbieter, die dich täuschen wollen.
  • Interessierst du dich für einen Nebenjob oder eine Möglichkeit der Heimarbeit und hast bereits einen ersten Kontakt mit dem Anbieter geknüpft, dann lasse dich nicht unter Druck setzen. Seriöse Anbieter reden nicht auf dich ein oder zwingen dich dazu, ein Angebot innerhalb von einer Stunde anzunehmen.
  • Informiere dich über das Unternehmen: In Deutschland gibt es eine Impressumspflicht, d h. dort findest du direkt die Kontaktdaten des Unternehmens. Sollten diese nicht vorhanden sein oder auch auf Nachfrage nicht mitgeteilt werden, handelt es sich wohl um einen Betrüger.
  • Güte- oder Prüfsiegel können auch nicht immer Glaube geschenkt werden, da diese ganz leicht gefälscht werden können. Auch Bewertungen oder Kommentare können über falsche Accounts erstellt werden. Googeln kann daher immer ein erster und notwendiger Schritt sein, wenn du dir unsicher bist. Vergiss aber nie, auch deinen gesunden Menschenverstand einzusetzen!

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