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Wie Sie Ihren privaten PC von der Steuer absetzen

Von Nebenjob am 08-04-2007
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Wenn Sie Ihren privaten PC für berufliche Zwecke - also auch in Ihrem Nebenjob am PC von zu Hause aus nutzen, können Sie dies steuerlich geltend machen.


Viele Arbeitnehmer nutzen ihren privaten PC – teilweise oder sogar überwiegend – für berufliche Zwecke. Die Tätigkeit, für die der private Computer genutzt wird, muss nicht unbedingt hauptberuflich sein, genauso gut kann es sich bei der Arbeit um einen Nebenjob handeln. Im Falle der beruflichen Nutzung Ihres privaten PCs können Sie die Kosten für die Anschaffung des Computers als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung geltend machen.

Der Grundsatz für die steuerliche Absetzbarkeit Ihres privaten PC


Wenn Sie Ihren Nebenjob auf selbstständiger Basis betreiben, können Sie die Kosten für die Anschaffung Ihres Computers als Betriebsausgabe absetzen.

Aber auch wenn Sie in einem Nebenjob in abhängiger Beschäftigung – beispielsweise einem Minijob – von zu Hause aus tätig sind Ihren privaten PC für diesen Nebenjob nutzen, können Sie die Anschaffungskosten Ihres Computers anteilig in Ihrer Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen - und damit Ihre Steuerlast mindern.

In welcher Höhe können Sie die Anschaffungskosten für Ihren privaten PC steuerlich geltend machen?


Wenn Sie den PC ausschließlich beruflich nutzen, können Sie die Anschaffungskosten komplett von der Steuer absetzen. Sollten Sie Ihren Computer zu beruflichen und privaten Zwecken gebrauchen und die berufliche Nutzung unstrittig ist, können Sie mindestens 50 Prozent der Anschaffungskosten pauschal von der Steuer absetzen. Wenn Sie jedoch mehr als diese pauschalen 50 Prozent geltend machen möchten, müssen Sie die Nutzung dokumentieren, indem Sie die Benutzung des PC nach privaten und beruflichen Zwecken - quasi wie in einem Fahrtenbuch - auflisten.

Abschreibungsfristen: Nutzungsdauer eines betrieblich genutzten PC


In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Änderung zu den Regeln der Abschreibungsfristen – also der Nutzungsdauer eines betrieblich genutzten PC.

Seit 2010 besteht (wieder) die Möglichkeit, den PC (sofern die Anschaffungskosten über 410 Euro netto liegen) über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abzusetzen. Falls der PC günstiger war, kann der Anschaffungspreis im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben werden.

Im Jahr der Anschaffung muss der Abschreibungsbetrag monatsgenau ermittelt werden: Bei einer Anschaffung beispielsweise im September könnten 4/12 des Jahresabschreibungsbetrages abgesetzt werden..

Berechnung: Wie setzen Sie Ihren privaten PC von der Steuer ab – ein Beispiel


Inwieweit Sie Ihren privaten PC von der Steuer absetzen können, richtet sich ganz nach dem Anteil der beruflichen und privaten Nutzung des Gerätes.

Dabei gilt bereits seit längerem nicht mehr das Prinzip „Ganz oder gar nicht“. Die vollen Anschaffungskosten können Sie geltend machen, wenn Sie Ihren Computer zu mindestens 90 Prozent beruflich nutzen.

Sofern unstrittig ist (zum Beispiel durch eine Bestätigung Ihres nebenberuflichen Arbeitgebers), dass Sie den privaten PC beruflich nutzen, können Sie mindestens 50 Prozent ohne weiteren Nachweis absetzen. Wer den PC zu höheren Anteilen beruflich nutzt und diesen Nutzungsanteil geltend machen möchte, muss diesen beispielsweise mit einem repräsentativ über einige Monate geführten PC-Nutzungsbuch (ähnlich wie ein Fahrtenbuch zu führen) nachweisen.

So sieht ein Beispiel für eine Abschreibung Ihres privaten PC aus, wenn Sie mehr als 50 Prozent absetzen möchten.





























Kaufpreis des privaten Computers 800 EUR
Genutzte Zeit pro Woche 10 Stunden
davon für berufliche Zwecke 8 Stunden
anteilig abzugsfähig 80 % (= 8/10)
absetzbarer Kaufpreis 60 EUR
jährliche Abschreibung
( Nutzungsdauer 3 Jahre)
213,33 EUR

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