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Minijob und Steuererklärung

Von S. Egger am 23-10-2018
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Steuererklärung ausfüllen

Immer wieder kommen unsere Besucher mit Anliegen zu uns zur NebenJob Zentrale. In dieser Rubrik haben wir die häufigsten Fragen zusammengestellt gesammelt und gleich beantwortet. Welche anderen Fragen gestellt wurden, kannst du am Ende des Artikels lesen.  Diese Frage im Bezug auf Minijob und Steuererklärung erreichte uns von Beate E. Sie hat einen Minijob auf 450 Euro Basis angenommen und ist nun mit folgender Frage zu uns gekommen:

 

Muss ich meinen Nebenjob bzw. Minijob in der Steuererklärung angeben?

Im Regelfall musst du deinen Verdienst aus einem Minijob nicht in der Steuererklärung angeben. Die Minijobs, welche auch geringfügige Beschäftigungsverhältnisse genannt werden, werden meist pauschal versteuert. Das heißt, dass dein Gehalt nicht unter Vorlage der Lohnsteuerkarte abgerechnet wird. Dein Arbeitgeber bezahlt in diesem Fall die Pauschale Lohnsteuer in Höhe von 2% direkt an die Minijob-Zentrale. Deshalb brauchst du deinen Minijob nicht in der Steuererklärung angeben. 

Außerdem solltest du wissen, dass du als Arbeitnehmer keine Beiträge zur Sozialversicherung oder sonstigen Beiträge zahlen musst. Du musst lediglich, wenn du das so möchtest, deine Rentenversicherung bis zum Mindestbetrag aufstocken, aber selbst das ist keine Verpflichtung, denn du kannst dich ganz einfach davon befreien lassen. Für die meisten Minijob Arbeitnehmer heißt es also: "Brutto für netto". 

Aber Achtung: Wenn ein Nebenjob über deine Lohnsteuerkarte abgerechnet wird, solltest du ihn in deiner Steuererklärung in der Anlage N "Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit" angeben. 

Im Regelfall müssen Sie Ihren Verdienst aus einem Minijob nicht in der Steuererklärung angeben, denn fast immer werden diese geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse pauschal versteuert: Das Gehalt von Minijobs wird in den meisten Fällen nämlich nicht unter Vorlage einer Lohnsteuerkarte abgerechnet: Der Arbeitgeber führt die Pauschalsteuer in Höhe von zwei Prozent zusammen mit den übrigen pauschalen Abgaben für Ihr Beschäftigungsverhältnis direkt an die Minijob-Zentrale ab. Grundsetzlich ist es dem Arbeitgeber erlaubt, dass er zu dir sagt, dass du die Pauschalsteuer von 2%  von deinem Gehalt bezahlen musst. Sie ist jedoch so gering, dass die wenigsten Arbeitgeber von diesem Recht Gebrauch machen. Egal ob nun dein Arbeitgeber oder du die Lohnsteuer bezahlt: Aufgrund dieser pauschalen Versteuerung brauchst du den Minijob nicht in Ihrer Steuererklärung anzugeben. Nur in dem Fall, wenn Ihr Nebenjob über eine Lohnsteuerkarte abgerechnet wurde, geben Sie ihn bei Ihrer Steuererklärung in der Anlage N ("Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit") an.

Übrigens fallen für Sie selbst keine Beiträge zur Sozialversicherung oder sonstige Beiträge an (außer, wenn Sie Ihre Rentenversicherungsbeiträge aufstocken möchten). Für die meisten Arbeitnehmer heißt es bei einem Minijob: „Brutto für netto“.

Unser Tipp: Lies dir unseren Artikel zum Thema steuerfreier Nebenverdienst durch. So kannst du sicherstellen, dass möglichst viel von deinem Gehalt auch bei dir bleibt.

 

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