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3 App-Jobs im Test: Mit einer App und wenigen Klicks Geld verdienen, klappt das? Unsere Erfahrungen zum Nachlesen

Von Nebenjob am 20-04-2017
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Mit verschiedenen Apps lässt sich mit kleinen Aufträgen Geld verdienen. Wir haben drei verschiedene Jobs von zwei App-Anbietern getestet und dabei unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Mikrojobs – das sind die kleinen bezahlten Jobs, die sich zwischendurch mit dem Handy von den verschiedensten Orten aus ausüben lassen. Und es hat seinen guten Grund, dass inzwischen zahlreiche Nebenjobber die Apps, in denen solche Mikrojobs angeboten werden, auf ihren Handys installiert haben. Kaum eine zusätzliche Einkommensquelle lässt sich flexibler in Angriff nehmen, denn innerhalb von Minuten kann der Nutzer der App selbst entscheiden, ob er einen bestimmten Mikrojob übernehmen möchte oder nicht.

In der Vergangenheit haben wir bereits wiederholt über Mikrojobs berichtet und verschiedene Apps auch selbst getestet. Jedes Mal hat sich dabei gezeigt, dass dieser Nebenverdienst im Großen und Ganzen hält, was er verspricht: Das Geld verdienen mit diesen Apps geht schnell, ist variabel und ohne große Planung zwischendurch einmal erledigt.

 

Verdienst und Aufwand: Nicht immer im Gleichgewicht

Die Verdienste jedoch, die sich mit den einzelnen Aufträgen realisieren lassen, können (ebenso wie die Jobs selbst) sehr unterschiedlich sein. Da unser letzter Test mit den Apps bereits einige Zeit zurückliegt, haben wir uns wieder einmal als App-Tester betätigt, uns auf den Weg gemacht und probeweise drei augenscheinlich lohnenswerte und interessante Jobs angenommen. Zwei der Jobs wurden über die App von ShopScout angeboten, der dritte Auftrag stammte von Streetspotr. Was wir im Einzelnen gemacht haben, was wir verdient haben, was wir erlebten und inwieweit sich unsere Erwartungen erfüllt haben, all das haben wir in diesem ausführlichen Erfahrungsbericht dokumentiert.

Eines können wir schon einmal vorwegnehmen: Nicht immer lässt sich im Vorfeld sagen, mit welchem Mikrojob sich am meisten Geld verdienen lässt bzw. welcher Auftrag sich unterm Strich als wirklich lohnenswert herausstellt.

Außerdem erfahren Sie, warum wir einen der drei Aufträge nicht bis zum Ende durchgeführt haben und auch, dass es durchaus ziemlich schwierig sein kann, bei einem umfangreichen Undercover-Auftrag unentdeckt zu bleiben.

 

 


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Details zum Job schon vor der Auftragsannahme: Fehlanzeige! Mal ehrlich: Wer kauft schon gern die Katze im Sack?

Das Mikrojob-Angebot hat sich seit den Anfangszeiten um einiges weiterentwickelt und die Zahl wie auch die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Jobs ist enorm gewachsen. Was wir allerdings etwas schade finden, ist die Tatsache, dass manche der Jobbeschreibungen zunächst ziemlich unkonkret sind. Bei zwei Testaufträgen erfuhren wir erst nachdem wir uns dazu entschlossen hatten, die Aufträge anzunehmen, was sich hinter den Mikrojobs verbirgt. Denn erst dann wurden uns detaillierte Infos zur Erledigung bzw. zum Umfang der Jobs zur Verfügung gestellt.

Hand aufs Herz: Wer möchte nicht gern im Vorwege wissen, worauf man sich bei einem Auftrag, den man annimmt, einlässt und was im Einzelnen dafür gemacht werden muss?

 

App-Test Nr. 1: "Bewerte das Ostersortiment!" lautete der von ShopScout ausgeschriebene Auftrag, für den wir 8 Euro kassieren sollten

Unser erster Test sollte uns in einen Rewe-Supermarkt führen. "Bewerte Das Ostersortiment!" lautete der Arbeitstitel in der Auflistung aller Jobs in der ShopScout App. Der Verdienst von acht Euro war eine echte Motivation, sich den Job näher anzuschauen und in die Auftragsdetails einzusteigen.

Zugegeben: Ein paar zusätzliche Informationen zu diesem Auftrag als das, was wir im folgenden zu sehen bekamen (siehe unser Screenshot), hätten wir schon gern gehabt, bevor wir uns definitiv entschieden, ihn anzunehmen. Aber deswegen diesen offensichtlich vielversprechenden Testjob nicht anzutreten - das wollten wir dann doch wieder nicht. Ganz im Gegenteil: Wir waren geködert und gespannt darauf, was uns bei diesem Mikrojob erwarten würde, bei dem für die Untersuchung einer Verkaufsfläche mit Oster-Süßwaren in rund 20 Minuten stattliche 8 Euro Verdienst winkten.

 

Der Auftrag entpuppte sich als Mystery-Check: Immer schön undercover bleiben

Wer einfach zum erstbesten Mikrojob greift und darauf vertraut, in wenigen Minuten schnell und ganz einfach einmal ein paar Euros nebenbei zu verdienen, könnte das ein oder andere Mal enttäuscht werden oder im schlimmsten Fall sogar die Lust an dieser Art von Nebenjob verlieren. Deshalb sollten Sie sich bewusst machen, dass ein Auftrag, der mit 8 Euro belohnt wird, höchstwahrscheinlich etwas mehr Einsatz von Ihnen erfordern wird, als dass Sie beispielsweise nur ein paar einfache Fragen beantworten müssen.

Und so entpuppte sich dieser Job nach der Auftragsannahme auch als relativ umfangreich. Insgesamt mussten rund 45 Einzelschritte erledigt werden, bevor der Testauftrag abgeschlossen war. Im Rahmen dessen musste wir verschiedene Fotos anfertigen und diverse Fragen beantworten. Das war allerdings leichter gesagt als getan, denn kurz vor Ostern in einem gut besuchten Supermarkt unauffällig zahlreiche Fotos anzufertigen und nebenbei noch eine Menge Fragen zum eigenen Oster-Einkaufsverhalten, zu Produktplatzierungen und bestimmten Süßwaren-Marken bis zu persönlichen Bewertungsfragen zu beantworten, das ist gar nicht so einfach. Denn wie gesagt: Es handelte sich, wie in der App gefordert, um einen Undercover-Auftrag.

 

Undercover auf dem Präsentierteller

Ok - natürlich mussten wir damit rechnen, dass wenige Tage vor Ostern auf der Ausstellungsfläche für die Ostersüßwaren besonders viel los sein würde. Aber in diesem Gewusel nicht dabei aufzufallen, während man die geforderten Fotos des Ostersortiments macht, war nicht ganz unproblematisch. Zumal die Beantwortung der rund 30 Fragen, die für diesen Auftrag in der App gestellt wurden, ebenfalls einiges an Zeit in Anspruch genommen hat. Dies alles führte unweigerlich dazu, dass wir im Vergleich zu den "normalen" Kunden für einen ungewöhnlich langen Zeitraum um das Ostersortiment herumgeschlichen sind und bemüht waren, nicht dabei aufzufallen.

Und noch ein weiterer Aspekt sorgte bei der Erledigung des Jobs für leichtes Unbehagen bei uns. Denn es war, wie erwähnt, relativ viel los im Markt und so waren die Mitarbeiter fleißig damit beschäftigt, fehlende Produkte nachzulegen, aufzuräumen oder umzuplatzieren. Entsprechend war es eine knifflige Angelegenheit, den Angestellten stets rechtzeitig aus dem Weg zu gehen, um bei unserer Recherche nicht aufzufallen. Zusätzlich erschwerend kam hinzu, dass das Ostersortiment direkt vor dem Kassenbereich aufgebaut war und wir uns quasi auf dem Präsentierteller aufhielten.

 

Unser Fazit zum App-Test "Ostersortiment"

Wir meinen: Die 8 Euro Verdienst gehen absolut in Ordnung und ein kleiner Spaßfaktor, so unsere subjektive Meinung, war auch dabei. Wir hätten uns aber gewünscht, bereits im Vorfeld detailliertere Infos zum Job zu bekommen und nicht schrittweise durch die Erledigung geführt zu werden, wobei zu jeder Zeit Unklarheit bestand, wie viele Schritte noch folgen würden.

Als Anhaltspunkt für den Auftragsumfang mussten wir uns auf die Zeitangabe verlassen, die von ShopScout für die Erledigung des Jobs angegeben wurde. Für die Durchführung unseres Tests haben wir deutlich länger als die avisierten 20 Minuten gebraucht, wobei berücksichtigt werden sollte, dass geübte Mikrojobber diesen Job wahrscheinlich schneller abgewickelt haben.

 

App Test Nr. 2: Geld verdienen kann ganz einfach sein - unser smarter Jobtest mit der App von Streetspotr im Media Markt

Für den zweiten Test suchten wir uns einen Auftrag aus der App von Streetspotr heraus. Wir entschieden uns für einen Store-Check, der auf dem Weg zum nächsten App-Test lag. Mit diesem Mikrojob sollten sich 3 Euro verdienen lassen und er führte uns direkt in den Media Markt. Hinsichtlich der Informationen im Vorfeld der Auftragsannahme blieb beim Streetspotr-Job kein Wunsch offen. Ohne dass wir den Auftrag annehmen mussten, konnten wir alle Aufgaben im Detail einsehen und so sehr gut abschätzen, ob der Job das hält, was er verspricht.

Doch nicht nur das: Die App punktet zusätzlich damit, dass sie dem Nebenjobber wichtige bzw. hilfreiche Job- und Verhaltensregeln an die Hand gibt, bevor der Job startet.

Worum ging's bei diesem Auftrag? Wir sollten im Media Markt die Platzierung der Deko zum Spiel "Ghost Recon Wildlands" überprüfen und mit einigen wenigen Fotos dokumentieren. Anhand von Beispielbildern wurde uns gezeigt, nach welcher Art von Dekoration wir Ausschau halten sollten. Im Anschluss waren noch einige wenige "Ja – Nein" Fragen zu beantworten und schon war der Job erledigt.

 

Unser Fazit zum Streetspotr-App-Test im Media Markt

Ganz schnell und easy einmal zwischendurch Geld verdienen – so lässt sich das Fazit zum Streetspotr-App-Test ziehen. Der Verdienst von drei Euro für diesen Handy-Job hält sich zwar in Grenzen, allerdings war der Job denkbar unkompliziert und schnell erledigt, der Verdienst liegt also absolut im "Grünen Bereich".

 

App Test Nr. 3: Dieser Undercover-Job zwang uns in die Knie

Ganz ehrlich? Dass wir einen App-Test einmal abbrechen würden, daran hatten auch wir bisher nicht geglaubt. Aber der Reihe nach: Der zweite App-Test von ShopScout war ebenfalls ein Mystery-Check, bei dem wir eine Sonderplatzierung von Crunchips im Supermarkt finden sollten. Laut Ausschreibung sollte der Job 10 Minuten in Anspruch nehmen und mit der Durchführung sollten sich 5 Euro verdienen lassen. Für unsere Testzwecke hörte sich das gut an und so nahmen wir den Auftrag an.

Wie auch beim ersten App-Test mit der ShopScout-App erfuhren wir erst nach der Annahme des Auftrags, dass das Personal im Supermarkt nicht davon erfahren sollte, dass wir für ShopScout unterwegs sind. Es war also ein zweites Mal erforderlich, dass wir uns bei der Erledigung des Jobs unauffällig verhalten. Nicht so problematisch, sagten wir uns, denn wir waren ja schon geübt im diskreten Recherchieren – dachten wir zumindest.

Wir sollten nach Aufstellern von Crunchips suchen, auf dem die unterschiedlichen Chipssorten von Crunchips neben der regulären Platzierung im Regal besonders stark beworben wurden. Für diesen Auftrag wurden von ShopScout Beispielbilder in der App zur Verfügung gestellt, die die gesuchten Aufsteller zeigten.

 

Der Anfang vom erfolglosen Ende des Auftrags: Kein Display vor Ort

Vielleicht hätten wir diesen Auftrag erfolgreich abschließen können, wenn wir einen Aufsteller im Markt gefunden hätten. Dass es allerdings keinen solchen gab, erschwerte die Erledigung des Auftrags im Folgenden erheblich. Denn zum einen musste der Markt von uns bis in die letzte Ecke durchforstet werden, ob nicht irgendwo (Eingangsbereich/Drehkreuz, Hauptgänge, Snack-Abteilung, Marktplatz, Kassenbereich...) das gesuchte Crunchips-Display platziert war. Sofern wir den Crunchips-Aufsteller gefunden hätten, so war in der App zu lesen, waren noch einige Fragen zur Platzierung, zur Verfügbarkeit einzelner Aktionselemente und zu unserer Meinung zur Aktion vorgesehen. Außerdem hätten wir noch einige Fotos anfertigen sollen – ein ganz normaler Auftrag also.

Da wir jedoch das eigentliche Ziel des Auftrags, nämlich die Crunchips Sonderplatzierung zu finden, nicht erfüllen konnten, trat sozusagen Plan B zum Auftrag in Kraft. Nun wurde von uns gewünscht, dass wir als Beweis fünf Fotos der Bereiche schießen sollten, in denen die Aktion möglicherweise hätte aufgebaut sein können. Auf den Fotos sollte genau erkennbar sein, dass die Sonderplatzierung nicht aufgestellt wurde. Zuvor allerdings sollten wir (im 17. Schritt) alle Marken aus dem Produktbereich "Salzige Snacks" angeben, von denen wir Aufsteller im Markt vorgefunden haben. Anschließend sollte ein Foto dieses Aufstellers gemacht werden.

Da wir uns durch unsere vergebliche Suche und durch die Recherche-Aktion zu den anderen "salzigen Snacks" mittlerweile bereits einige Zeit im Geschäft aufgehalten hatten, wurde es nun zunehmend schwierig für uns, vom Verkaufspersonal nicht bemerkt zu werden. Denn natürlich gibt es in jedem Geschäft aufmerksame Verkäufer, die sich für das Verhalten der Kunden interessieren – und wir hatten keinerlei Interesse daran, uns unangenehmen (aber angebrachten) Fragen des Personals auszusetzen.

Kurzum: Diesen Auftrag haben wir abgebrochen, nachdem wir bereits deutlich länger als geplant damit beschäftigt gewesen waren, vergeblich nach der Crunchips-Aktion zu suchen und anstelle dessen die Aktionen der Wettbewerber zu dokumentieren. Nachdem wir die ersten beiden Beweisfotos von zwei verschiedenen Marktbereichen gemacht hatten, erschien uns zu gewagt, auch noch die restlichen Fotos anzufertigen, denn wir fühlten uns vom Verkaufspersonal beobachtet.

 

Fazit zum Crunchips-App-Test

Eigentlich schade. Dieser Test wäre höchstwahrscheinlich ganz anders verlaufen, wenn der Aufsteller vorhanden gewesen wäre. In diesem Fall könnte ein solcher Auftrag durchaus lohnenswert sein. Wenn es jedoch, wie in unserem Fall, kein Sonderdisplay gibt und in der Folge die vergebliche Suche ausführlich mit Fotos belegt werden soll, schmälert das den Spaß an einem solchen Job doch erheblich.

 

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