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Fotografieren und Geld verdienen: 5 unterschiedliche Wege, wie Sie mit Handyfotos oder Digitalfotos einen Nebenverdienst erzielen

Von Nebenjob am 11-07-2017
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Sie fotografieren gern (auch mit Ihrem Handy) und fragen sich, wie Sie mit Ihren Bildern Geld verdienen können? Wir stellen wir Ihnen unterschiedliche Wege vor


Die Digitalfotografie hat vieles um Längen einfacher gemacht. Wer noch als Nicht-digitaler-Mensch aufgewachsen ist, weiß, dass man sich, bevor man den Auslöser seines Fotoapparats betätigte oftmals gefragt hat, ob das Motiv wirklich lohnenswert ist, um auf einem Foto verewigt zu werden. Denn die Anschaffung eines 12er, 24er oder 36er Films war kostspielig. Noch teurer war es anschließend, die auf dem Film geknipsten Bilder entwickeln zu lassen. Und oftmals musste man bei Durchsicht der Fotos später ernüchtert feststellen, dass die Mehrzahl der Fotos die Entwicklungskosten nicht wert gewesen sind.

Geld verdienen mit Fotos – für "Jedermann" geht das seit den Zeiten von Digitalfotografie und Internet


Die Kostensituation in der Fotografie hat sich dank der Digitalfotografie grundlegend geändert. Heute ist Fotografieren um ein Vielfaches kostengünstiger und einfacher geworden und gleichzeitig hat sich die Qualität der mit der Digicam (oder dem Smartphone) aufgenommenen Fotos um Welten verbessert. Die digitale Technik hat zu einem großen Umbruch geführt und so sind es heute längst nicht mehr ausgebildete Profis oder Fotografen mit guten Beziehungen, die mit ihren Bildern Geld verdienen können.

Auf diversen Plattformen und mit Hilfe von Apps lassen sich über das Internet Fotos anbieten oder alternativ Auftragsfotos anfertigen – und das bringt Geld für die Fotografen. Wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich auch dieser Markt in den vergangenen Jahren sehr verändert hat bzw. schwieriger geworden ist. Und obwohl jedem klar sein sollte, dass Fotos nicht zum schnellen Reichtum führen: Es gibt auch aktuell gute Möglichkeiten, wie Sie mit Ihren Fotos Geld verdienen können.

Dass diese durchaus verschieden sind und welche Alternativen sich konkret bieten, stellen wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen.

Neben der Stockfotografie bieten sich auch andere Wege an, wenn Sie mit Ihren Fotos (oder Schnappschüssen) Geld verdienen möchten


Zwar nicht ganz neu, aber immer noch ausgesprochen populär ist der Weg, seine Fotos über Online-Bildagenturen anzubieten – beispielsweise Fotolia, Shutterstock oder auch Dreamstime zählen zu den Mikrostock-Marktplätzen, auf denen auch Hobbyfotografen eine reelle Chance haben, ihre Fotos zu verkaufen. Der Weg über Stockfoto-Agenturen ist die klassische Vorgehensweise – wobei "klassisch" in diesem Zusammenhang heißen soll, "klassisch seit den Möglichkeiten des Internets", denn zuvor war dieser Markt für Hobbyfotografen gar nicht zugänglich – aber dazu im folgenden mehr.

Doch da wir alle wissen, dass das Internet mittlerweile auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, haben sich neben der Stockfotografie weitere Verdienstquellen (auch) für Amateurfotografen erschlossen. Denn es gibt Alternativen für all diejenigen, die etwas "um die Ecke" denken. So können Sie beispielsweise über die Publizierung Ihrer Fotos über Instagram oder Suadeo Geld verdienen, auch darauf gehen wir später ein.

Hinzu kommt, dass es Menschen gibt, die mit (qualitativ manchmal sogar minderwertigen) Fotos Geld verdienen, die sie als Handy-Schnappschuss aufgenommen haben – Stichwort Leser-Reporter. Und wieder andere ziehen los und dokumentieren im Auftrag von Unternehmen mit ihren Fotos Gegebenheiten, die sie in bestimmten Geschäften vorgefunden haben – auf diese spezielle Art von "Auftragsfotografie" gehen wir in diesem Beitrag ein. Wobei in diesem Fall nicht allein die Fotos, sondern zusätzlich ein mehr oder weniger umfangreicher Fragenkatalog abzuarbeiten ist. ShopScout, Streetspotr oder AppJobber sind App-Anbieter, die diesen Nebenverdienst ermöglichen.

Mit Mikrostock-Fotos über Bildagenturen Geld verdienen: Fotolia, Shutterstock oder Dreamstime


Stockfotografie bedeutet, dass (anders als bei der Auftragsfotografie) Bildagenturen Fotos auf "Lager" (englisch "Stock") halten und diese ihren Kunden zur Nutzung zur Verfügung stellen. Die Kunden suchen sich aus der Masse von Bildern diejenigen heraus, die sie für ihre Zwecke einsetzen möchten. Zu Zeiten, in denen es das Internet und die technisch ausgereiften Digitalkameras noch nicht gab, wurden für Nutzung von Stockfotos teilweise vierstellige Beträge bezahlt – und das, wohlgemerkt, für eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer.

Doch auch das hat sich mit dem Internet geändert – und zwar gewaltig. Durch die technische Entwicklung der Digitalkameras wurde, wie schon eingangs geschildert, das Fotografieren um ein Vielfaches günstiger. Zudem waren die Ergebnisse sofort sichtbar (nichts musste entwickelt werden) und das Internet ermöglichte es, die Fotos schnell, einfach und kostengünstig zu vertreiben. So entstand die so genannte Mikrostock-Fotografie; die ersten Mikrostock-Agenturen wurden um die Jahrtausendwende gegründet. Mikrostock-Fotos waren weitaus günstiger zu haben als zuvor die Stockfotos – zudem war die Nutzung lizenzfrei. Der Grund liegt (unter anderem) darin, dass die Fotos nicht nur von Profifotografen angefertigt werden, sondern dass auch viele Amateurfotografen ihre Bilder auf den Marktplätzen für Mikrostock-Fotos anbieten.

Zusätzlich vergrößerte sich durch das wachsende Internet der potentielle Kundenkreis für Mikrostock-Fotos, denn viele Blogger und Betreiber kleiner Webseiten waren auf der Suche nach legalem Bildmaterial. Und auch der farbige Druck von Prospekten und sonstigem Werbematerial wurde selbst in kleinen Auflagen viel günstiger, so dass wiederum die Nachfrage nach bezahlbarem Bildmaterial für solche Farbdrucke stieg.

Das alles führte dazu, dass heute auch talentierte Hobbyfotografen mit Mikrostock-Fotos Geld verdienen können. Im folgenden stellen wir Ihnen drei renommierte und von vielen Amateurfotografen genutzte Bildagenturen vor.

Mikrostock-Agentur Fotolia


Wer mit Mikrostock-Fotos Geld verdienen möchte, kommt am Platzhirsch Fotolia kaum vorbei. Das Unternehmen wurde im Jahr 2004 in New York gegründet und zählt heute zu den weltweit führenden Stockfoto-Marktplätzen. Besonders in Europa spielt das Unternehmen eine bedeutende Rolle.

Entsprechend lautet der Appell auf der Webseite von Fotolia "Verkaufen Sie Ihre Dateien an die weltweit größte Kreativ-Community!". Über 90 Millionen Bilder sind zurzeit auf dem Marktplatz zu finden, wer dort ebenfalls seine Bilder, Videos oder Vektoren anbieten möchte, kann sofort einen kostenlosen Account an- und loslegen.

Mikrostock-Agentur Shutterstock


Bei Shutterstock heißt es "Verdienen Sie Geld mit Ihrer Lieblingsbeschäftigung" - für Hobbyfotografen klingt das doch schon mal vielversprechend. Gegründet wurde das Unternehmen ebenfalls in New York – allerdings ein Jahr, bevor Fotolia an den Start ging.

Während bis Ende 2015 die Eintrittshürde für Fotografen noch relativ hoch gesteckt war – von 10 hochgeladenen Bewerbungsbildern mussten sieben Bilder akzeptiert werden, muss heute nur noch eines der zehn Bilder die Qualitätsprüfung bestehen.



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Mikrostock-Agentur Dreamstime


Auch Dreamstime bietet sich Anfänger an. Hier gibt es, genau wie bei Fotolia, keine Aufnahmeprüfung für Fotografen – der Zugang zum Marktplatz ist frei. Obwohl Sie kein Profifotograf sein müssen, werden von Dreamstime (eigenen Aussagen zufolge) nur Qualitätsbilder akzeptiert. Wer sich als Anbieter von Fotos bewerben möchte, meldet sich kostenlos an und lädt die ersten Bilder hoch.

Die Foto-App Instagram entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zur Verdienstquelle für viele




Aus der simplen Foto-App wurde innerhalb weniger Jahre (Instagram ging erst 2010 an den Start) ein soziales Netzwerk mit zurzeit mehr als 600 Millionen aktiven Nutzern. Geld verdienen lässt sich auf der Plattform auf unterschiedliche Arten. Erfolgreiche Influencer wie Pamela Reif, Caroline Daur, Leonie Hanne, Caroline Einhoff promoten auf Instagram Produkte und Marken und sind so quasi zu Supermodels des Internet Zeitalters geworden.

Wie das Geld verdienen mit Instagram geht, können Sie ausführlich in unserem Artikel Geld verdienen mit Instagram nachlesen.

Suadeo: Beim Geld verdienen könnte sich hier eine Alternative zu Instagram bieten




Auf der Internetplattform Suadeo sollen nicht nur erfolgreiche Influencer die Möglichkeit bekommen mit ihren Fotos im Internet Geld zu verdienen. Das Verdienstkonzept von Suadeo wird durch die Aufforderung auf der Webseite "Empfiehl deinen Freunden deine Outfits und verdiene Geld auf Suadeo" auf den Punkt gebracht.

Mehr über Suadeo lesen Sie in unserem Artikel Mit Selfies Geld verdienen im Internet: So können Mode- und Lifestyle-Fotos mit Suadeo Geld bringen


Bild-Leser-Reporter: Unterwegs als Nachwuchs-Paparazzi


"Werden Sie Bild-Leser-Reporter" heißt es auf der Webseite der Bild-Zeitung. Das Mitmachen ist einfach: Sie schicken Ihr Foto oder Video per Mail an die "1414"-Redaktion und warten ab, ob und was die Redaktion damit anfangen kann. Wenn Ihr Material verwendet wird, bekommen Sie Geld.

Wird Ihr Bild in der bundesweiten Ausgabe der Bild-Zeitung gedruckt , beträgt Ihr "Reporter"-Honorar 250 Euro, für den Abdruck in einer Regionalausgabe gibt es immerhin noch 50 Euro. Videos, die online auf Bild.de eingesetzt werden, bringen dem Urheber 100 Euro.


"Auftragsfotografie" mit Handy und App: Geld verdienen als Mikrojobber


Das Gegenteil der Stockfotografie ist Auftragsfotografie – und eine besondere Form solcher Auftragsfotos liefern Mikrojobber, die mit dem Handy bewaffnet im Einzelhandel ausschwärmen und Bilder mit speziellen Mikrojobbing-Apps anfertigen. Wobei die Fotos zugegebenermaßen nicht die Schlüsselrolle bei solchen Aufträgen einnehmen, sondern mehr oder weniger einen Teil des Ganzen ausmachen. Denn genau genommen werden Sie als Mikrojobber werden Sie nicht für Ihre Fotos, sondern für die Erledigung verschiedener Aufgaben im Rahmen eines jeden Auftrages bezahlt – aber zu vielen dieser Jobs gehört eben auch das Anfertigen von Fotos.

Wer mehr über das Thema Mikrojobs erfahren möchte: Wir haben in der Vergangenheit bereits häufig über das Thema Mikrojobbing berichtet und (unter anderem) Gespräche mit Mikrojob-Agenturen wie auch mit Mikrojobbern geführt sowie mehrere Praxistests durchgeführt.

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