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Geld sparen beim Einkauf von Lebensmitteln: Ganz einfach mit der App „Too Good To Go“

Von Nebenjob am 03-05-2018
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Weil Essen aus Restaurants, Bäckereien, Supermärkten oder Bistros zu schade zum Wegwerfen ist, profitieren Nutzer dieser App mit einer durchschnittlichen Ersparnis von 50% beim Einkauf.


Wenn das keine geniale Idee ist – aktiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung unternehmen und gleichzeitig deutlich Geld sparen: Die Idee und die Umsetzung des Projekts „Too Good To Go“ lässt kaum Wünsche offen. Die App ging Ende 2015 an den Start. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan, Too Good To Go ist aktuell in acht Ländern verfügbar und hat eine Menge Menschen und Betriebe zum Mitmachen mobilisieren können: 6.000 Unternehmen und drei Millionen App-Nutzer sind bereits dabei – und täglich werden es mehr.

Ihren Ursprung hat die Unternehmensidee in Dänemark, als Klaus Pedersen, einer der Gründer, mitansehen musste, wie in einem Buffet-Restaurant gutes Essen entsorgt wurde. Gemeinsam mit Freunden startete er daraufhin das Projekt, Lebensmittel vor der sinnlosen Entsorgung zu retten.

Too Good To Go: Zu schade zum Wegwerfen


Essen, das in Restaurants, Bäckereien, Supermärkten und in anderen Lebensmittel-Geschäften übrig bleibt, aber im Prinzip zu schade zum Wegwerfen (Name der App sagt es: „Too Good To Go“) ist, landet nun statt in der Tonne direkt in der App.

Laut einer WWF-Studie werden In Deutschland pro Minute 19 Tonnen (!!) Lebensmittel verschwendet – das sind ganze 313 Kilogramm pro Sekunde. Viele Betriebe sind sich dieser Problematik durchaus bewusst und entsorgen nur ungern gute Lebensmittel. Und so gibt es immer mehr Unternehmen, die in der App ihre übrig gebliebenen Lebensmittel, Snacks oder ganze Mahlzeiten zu sehr günstigen Preisen anbieten. Eine klassische Win-Win-Situation für Unternehmen und Verbraucher.

Mit der App können Verbraucher Geld beim Einkauf von Essen einsparen und gleichzeitig aktiv gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vorgehen. Die Unternehmen profitieren davon, nichts oder zumindest weniger wegwerfen zu müssen. Mit Too Good To Go lässt sich nichts falsch machen: Das ist mal eine App für's gute Gewissen.

Partnerläden: Wer bietet was in der App an? Bei welchen Lebensmitteln können Sie Geld sparen?


In der App ist genau aufgelistet, in welchen Restaurants, Bäckereien, Cafés und Bistros, Supermärkten oder Hotels aktuell welches Essen bzw. welche „Portionen“ vergünstigt bestellt werden können. Bei einem Maximalpreis von 3,90 Euro pro Gericht / Tüte / Portion ist Schluss. Wie auf der Too Good To Go-Webseite zu lesen ist, liegt die mögliche Ersparnis bei mindestens 50%.

Ein App-Nutzer beispielsweise berichtet im Google Play Store, dass er in einer Bäckerei für 3,50 Euro eine fertig abgepackte Tüte mit Backwaren gekauft habe; den Ladenpreis für all das, was er für das Geld bekommen hat, schätzte er mit 30 Euro auf das Fünffache.

In der App werden Ihrem Standort entsprechend alle Anbieter angezeigt, die in der Nähe Essen bzw. Lebensmittel anbieten. Auch die jeweiligen Abholzeiten sowie die Menge und Art der noch zur Verfügung stehenden „Pakete“ bzw. Portionen werden angezeigt. Zwar ist meist nicht explizit dargestellt, was genau der Besteller für sein Geld bekommt – das überschüssige Essen ist eben an jedem Tag unterschiedlich. Dennoch wird die Angebotspalette, also das, was möglicherweise in die gekaufte Tüte kommt, von allen Anbietern ziemlich anschaulich umschrieben.

In einem Bistro heißt es beispielsweise „Sichert Euch eine Bestellung und freut euch auf zum Beispiel das aktuelle Mittagsgericht, Salate, Suppen oder eine köstliche Ofenkartoffel mit verschiedenen Beilagen“, eine Bäckerei sagt „Diese Leckereien können hier übrigbleiben: Brot, Brötchen, belegte Brötchen, Croissants, Franzbrötchen, Laugengebäck, Pizzen...“ und in einer Nordsee-Filiale heißt es „Diese leckeren Snacks können bei uns übrigbleiben: Zum Beispiel Backfisch-Baguette, Bremer, Matjes-Baguette, Räucherlachs-Wraps und wenn Ihr Glück habt Sushi und Salate“.

Wundertüte via App: Geld sparen mit Überraschungseffekt


Über die App bestellen Sie also quasi eine Lebensmittel-Wundertüte. Experimentierfreudige können sich mit dem Überraschungseffekt beim Auspacken (wahrscheinlich auch angesichts der Ersparnis) gut arrangieren – das Unbekannte kann eben manchmal auch sehr reizvoll sein. Andere wiederum sehen diesen diesen Zufallseffekt als echten Risikofaktor an – wobei, wie gesagt, die Tatsache, dass sich viel Geld mit der App sparen lässt, für die meisten Besteller das Risiko wert ist.

Bestellung, Abholung, Bezahlung - wie ist der Ablauf?


Wer ein passendes Angebot gefunden hat, bei dem auch die Abholzeit stimmt, kauft das Essen ganz einfach mit einem Klick in der App. Die Portionen bzw. Tüten werden dann für die Abholung vorbereitet.



Nun müssen Sie nur noch pünktlich zu der im Zeitfenster angegebenen Abholzeit im Laden erscheinen, die App mit Ihrem Kaufbeleg vorzeigen und sich die Quittung vom Betrieb vor Ort entwerten lassen. Alles in allem ist das Bestellen und das Abholen sehr unkompliziert.

Voraussetzungen: Das brauchen Sie für die Nutzung der App


Eines vorweg: Die App ist kostenlos, das Projekt finanziert sich, indem ein Anteil jeder über Too Good To Go verkauften Bestellung an die App-Macher fließt. Wahrscheinlich liegt hierin der Grund, dass die Bezahlung der gekauften Lebensmittel nicht als Barzahlung, sondern über über PayPal oder beispielsweise mit Kreditkarte erfolgt.

Dass es nur diese beiden Alternativen bei der Bezahlung gibt und eine Barzahlung bei Abholung nicht möglich ist, bewerten einige App-Nutzer als Schwachpunkt von Too Good To Go. Wobei allerdings die Einrichtung eines PayPal-Kontos und die Verifizierung innerhalb weniger Minuten erledigt ist – dabei ist das Ganze völlig kostenfrei. Sie können Ihr PayPal Konto ganz einfach mit Ihrem Bankkonto verknüpfen, so dass Sie zeitsparend Geld senden oder empfangen können.

Doch bevor Sie überhaupt etwas auswählen können, das Sie bezahlen, müssen Sie – natürlich – die App downloaden und einen Account erstellen. Zusätzlich müssen Sie in Ihren Einstellungen Ortungsdienste zulassen – also GPS aktivieren,  damit Sie die teilnehmenden Betriebe in Ihrer Umgebung angezeigt bekommen.


Wo können Sie die App zum Geld sparen downloaden?


Wer sich die App jetzt gleich anschauen möchte, findet die Downloadlinks für die App im AppStore und bei Google Play auf der Webseite toogoodtogo.de





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